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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DPP - Deutscher Petanque Pokal


Marius
09.10.2007, 12:13
Hallo guten Tag!

Ich arbeite gerade an einem Konzept für einen deutschen Petanque Pokal.
Dabei stellt sich mir gerade eine Frage, bei deren Beantwortung ich mir selber unschlüssig bin. Daher dachte ich: Frage ich doch mal das sachkundige Forenpublikum.

Würdet Ihr eine regionale Einteilung in den ersten Runden bevorzugen oder eine freie Auslosung?

Folgende gedanken habe ich mir bereits dazu gemacht:

Eine regionale Einteilung in den ersten Runden würde bedeuten, dass man vorraussichtlich erst einmal gegen die Mannschaften (Spieler) spielt, die man sowohl in der Liga als auch in den meisten regionalen Turnieren als Gegner hat. Aber auch eine imense Kostenersparniss für Vereine und Spieler.

Einzig die Ligaübergreifenden Begegnungen, die im Konzept enthalten sind, würden neuen Anreiz bieten. Und ist es nicht eigentlich genau das, was einen Pokal ausmacht? Gegen Mannschaften zu spielen, auf die man sonst nicht trifft?

Aber was überwiegt hier?
Die Ligamannschaften die man sonst nicht als Gegner hat, trotzdem aber alle Mannschaftsteile aus sonstigen Turnieren schon als Gegner hatte oder die Mannschaften die man kaum kennt aus anderen Regionen?

Würde man sich dazu entscheiden keine regionale Einteilung vorzunehmen könnten sehr große Kosten entstehen die wahrscheinlich nur wenige Vereine/Spieler tragen könnten...oder bereit wären zu tragen.

Momentan schwebt mir eine Einteilung in Nord und Süd vor.
So kommt es nicht zu Begegnungen wie Konstanz gegen Kiel oder ähnlichem. Dennoch wird es neue Gegner geben.

Was haltet Ihr generell von einem Pokal?

Bin allen Anregungen und Gedanken gegenüber sehr offen.

Beste Grüße
Marius

MBeikirch
09.10.2007, 19:21
generell eine nette Überlegung. Allerdings ist jetzt schon die Bundesliga ein riesiger finanzieller Brocken, den man irgendwie schaffen muss. Darum glaube ich, dass ein Pokal (ähnlich wie DFB Pokal) z. Z. kaum finanziell verkraftbar wäre. Es sind dann ja vermutlich keine Individuen die da spielen, sondern Vereinsteams. Und die müßten natürlich finanziell unterstützt werden. Also, hol‘ ein paar Sponsoren die das Finanzielle übernehmen und du hast es geschafft.

Siehe auch hier (http://bc-kreuzberg.blogspot.com/2007/09/ein-rckblick-auf-die-bundesligasaison.html)

poschiman
09.10.2007, 20:29
Super Idee, aber die Fahrtzeit sollte 2 h nicht überschreiten!

www.boule-mv.de (http://www.boule-mv.de) http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif

Krümelmonster
09.10.2007, 22:27
Fakt ist:Die Kosten wären zu hoch, wenn man bedenkt das eine Runde eine Auswärtsfahrt bedeutet(System DFB-Pokal).

Aber wäre mal wieder was neues(Ich fänds cool^^).
Mfg Krümelmonster

Marius
09.10.2007, 23:45
wie kann man die kosten gering halten?

wie wäre es zum beispiel mit einer doppelrunde?
4 mannschaften spielen sozusagen halbfinale/finale an einem tag/ort.
so würde man die spieltage halbieren...

Uwe
10.10.2007, 01:01
Grundsätzlich eine gute Idee. Organisieren lässt sich alles, man muss neben den finanziellen Voraussetzungen nur wollen und natürlich auch die entsprechenden "Macher" haben. M. E. macht die ganze Sache jedoch nur dann Sinn, wenn wie im DFB-Pokal, auch den "Underdogs" eine Chance eingeräumt werden würde. Will heißen, dass auch zweite, dritte usw. Mannschaften eines Vereines (nach einem bestimmten Quali-Modus, wie im Fußball) die Möglichkeit einer Teilnahme haben. Dies macht ja gerade den Reiz eines "Pokals" aus. Wie heißt es im Fußball so schön: Pokalspiele haben ihre eigene Gesetze und nichts ist unmöglich!
Kernproblem wird jedoch die Terminierung sein.
Das Jahr hat nunmal nur 365 Tage und davon sind "Outdoor" (von den wenigen Boulehallen mal abgesehen) auch nur roundabout 250 "spielfähig". Bei all den Punktspielterminen, LM's/DM's, regionalen und überregionalen Turnieren wird es bestimmt sehr schwer die Sache zu realisieren.
Aber wie gesagt, dem Grunde nach eine Superidee!

Grüße Uwe

bouler
10.10.2007, 19:01
Also grundsätzlich ist die idee nicht verkehrt. erinnern wir uns an den ricard cup. die freiwillige teilnahme und regionale einteilung waren neben den siegpreisen auch entscheidend für das interesse an einer teilnahme.
in bawü gibt es seit diesem jahr einen regionenübergreifenden (ligaunabhängigen) pokal. es kostet den guten vereinen nur sehr viel geld und zeit, da sie immer auswärts müssen. anfangs wird regional gelost, später quer durchs land. so musste z.b. sandhofen runter nach freiburg, oder rastatt fast bis nach ulm. die letzten 4 spielen zentral in der halle. für jede runde stehen zwischen 4 und 6 wochen frei zur verfügung um ein spieltermin selbstständig zu finden. gespielt wird wie im bulimodus. der pokal wurde relativ gut angenommen.
vielleicht sollte man die letzten 8 oder 16 in den dpp-trupp aufnehmen, limitiert auf 32 oder 64 mannschaften bundesweit. mit sponsoren gespickt, damit es für die vereine attraktiv wird. weil geldscheisser hat wohl keine mannschaft.

wie sieht es in den anderen lvs aus? gibt es dort pokalspiele?
grüßle

XBerg
10.10.2007, 20:03
wie sieht es in den anderen lvs aus? gibt es dort pokalspiele?
In berlin gibt es keinen... wir hätten zwar keine hohen reisekosten bei einem berliner pokal, aber es gibt halt hier nur 300 lizenzen - wir spielen eh fast immer gegen die gleichen http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/roll.gif

alles was ausserhalb von berlin ist sind dann gleich 300 km (hamburg) und mehr (hannover) oder viel mehr (rest von boule-deutschland http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrins.gif )

michel59
11.10.2007, 15:32
Hallo, ich finde es grundsätzlich erstmal eine sehr gute idee. halte das mit den kosten und langen fahrzeiten aber für ein problem und plädiere daher für einen "pokaltag" in den landesverbänden. dann könnten die jeweiligen sieger zentral im lande an einem weiteren we den deutschen pokalsieger unter sich ausspielen.
wer bereit ist weite wege auf sich zu nehmen und dies finanzieren kann, kann ja schon heute quer durchs land fahren und turniere an jedem we spielen. allein dafür brauchen wir glaube ich keinen zusätzlichen wettbewerb.
um andererseits kontakte zu anderen vereinen zu knüpfen gibt es doch viele möglichkeiten.
schönen gruß
michel59

Flow
12.05.2009, 10:02
Wie wäre es mit einem Nord-, Süd-, West und Ost-Pokal, der denn beim DPP mit jeweils 2 Teams aus den LVs vertreten ist. Dann hätte man ein Finalturnier mit 8 Teams, man hätte eine regionale Ausscheidung und man müsste nur einmal wirklich weit fahren.

Ansonsten sind meiner Meinung nach die Kosten das größte Problem - neben Engagement.

Danny
12.05.2009, 12:48
Wir in NRW haben schon einen Landespokal - nennt sich BPV-Cup.
Aus NRW könnte dann der Landessieger am DPP teilnehmen. Analog würde ein Landespokal in den anderen Landesverbänden stattfinden.
Die Sieger könnten sich dann an einem Wochenende (evtl. sogar im Winter in der Halle aufgrund der Termindichte) treffen und den Pokalsieger ausspielen.
Fehlt nur noch ein Anreiz für die Vereine. Vllt. lässt sich hier ein Sponsor finden.

Satchmo
12.05.2009, 13:42
In Hessen gibt es auch so einen Cup, nennt sich OCH Cup. Danny frag doch mal bei deinem Arbeitgeber nach.

Danny
13.05.2009, 09:37
Das habe ich schon für unsere Mannschaft getan --> Fehlanzeige, und das obwohl ich in den zuständigen Bereichen ein paar Leute kenne.

Minni26580
13.05.2009, 13:07
Wie schon geschrieben gibt es auch den Ba-Wü-Pokal. Wir waren letztes Jahr in der Endrunde, war auch ein tolle Sache. Das Problem ist sind die Termine. Hier waren pro Runde vier-sechs Wochen vorgegeben. Wenns aber dumm läuft kristalisiert sich nur ein WE-Termin raus, weil es so viele andere wichtige Termine gibt...

Mir gefällt die Idee auch, weil man auch mal jemand anderes kennenlernt. Vorher eine Quali je nach Anmeldungen pro Bundesland oder auch den letztjährige Pokal (letzte 4 bzw. 8) als Maßstab. Vielleicht kann man es dann an einem WE machen. Von Freitag Abend bis Sonntag nachmittag kann man 5-7 Runden spielen. Wenn Buli Modus gespielt wird brauch man pro Begegnung max. 3 Bahnen. 32 Mannschaften = 48 Bahnen, das wäre mitte des Jahres auch machbar. 8-Vierer-Gruppen, Jeder gegen Jeden Beste zwei hoch, die anderen Begleitturnier. Achtel-Viertel-Halb-Endspiel, wären sieben Runden. Für den Veranstalter wäre es reizvoll (32 mal min. 6 Personen), Sponsoren könnten bestimmt gefunden werden. Spielort müsste in der Mitte liegen, dass jeder gut hin und heimkommt.

Da lassen sich doch bestimmt Teilnehmer finden,... Termin müsste in den Jahreskalender passen

Ulli Brülls
13.05.2009, 17:52
Klasse Idee, so ein bundesweiter Pokal-Wettbewerb. Viele haben das Ende des Ricard-Cups bedauert.

Mein allgemeinen Empfehlungen wären:

1. Den gesamten Wettbewerb in die Winter-Hallensaison zu legen. Termindichte und Terminkonkurrenz sind während der Freiluft-Saison ohnehin schon zu hoch.

2. Regionalisierung ja, aber ohne feste Grenzen. Alle Boulehallen, die sich beteiligen, nehmen für die von ihnen bereitgestellten Startplätze die Meldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs an, ohne darauf zu achten, woher die Meldungen kommen. Wer weit reisen will, kann es ja tun.

3. Freier Vorrunden-Modus: Jede Boulehalle begrenzt das von ihr abzuwickelnde Starterfeld auf 8, 16, 24 ... Teams und spielt ihr Starterfeld auf 1/8 runter. Wie sie das im Einzelnen macht, bleibt den Hallenbetreibern überlassen. So lassen sich im ersten Anlauf Erfahrungen sammeln, die sich späterhin verallgemeinern lassen. Je acht teilnehmende Teams qualifiziert sich eines für die Finalrunden. Zentral vorzugeben wäre nur ein Zeitraum, innerhalb dessen alle Vorrunden zu spielen sind.

4. Ein exakter Finalrunden-Modus lässt sich in keinem Fall festlegen, ohne auch nur annähernd zu wissen, wie viele Teams sich insgesamt beteiligen werden. Sind's insgesamt bis zu 64 Teams, dann reicht ein zentraler Finalspieltag für die (bis zu 8) qualifizierten Teams. Aber was tun, wenn's deutlich mehr werden?

5. Den Apparat für die zentrale Wettkampf-Verwaltung so schlank wie möglich halten. Also möglichst viel in die Hände von lokal Verantwortlichen legen - mit dem entsprechenden Entscheidungsspielraum.
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Eines hat der mit 44 Teams aus sechs Bundesländern im vergangenen Winter durchgeführte "Norddeutsche HallenCup" jedenfalls gezeigt: Das Angebot eines Team-Wettkampfs (in der Liga-freien Zeit) ist höchst attraktiv - sowohl für die Aktiven als auch die Boulehallen, die an den Spieltagen eine gut gefüllte Hütte sicher haben.

Bouli
14.05.2009, 11:04
Kann mich den Worten von Ulli Brülls nur anschließen. So könnte man das machen.
Der Nordeutsche Hallenpokal ist eine Supersache und läuft prima.

jcb
14.05.2009, 16:56
Hallo.

Ein Deutscher Vereinspokal ist aus meiner Sicht eine sehr gute Idee und wir, der Boule Club Stuttgart (http://www.bouleclub-stuttgart.de/), haben auch in unserer seit Anfang 2009 bespielbaren Boulehalle bereits sehr gute Erfahrungen mit einem Mannschaftswettbewerb im Winter gemacht.

Durch die geringere Anzahl an (Boule-)Terminen ist die Lust auf Boule und der Spaß am Spiel, insbesondere auch in der Mannschaft, doch im Winter :regen: bei den Meisten ziemlich groß.

Positiv waren auch unsere Erfahrungen mit dem gespielten Modus:

Zwischen den Mannschaften einer Gruppe (jeweils sechs Spieler plus Ersatzspieler eines Vereins - ohne Lizenz- und mixte-Verpflichtung) wurde Hin- und Rückspiel in zwei Triplettes gespielt. An einem Abschlußspieltag haben die Gruppenbesten dann den Gewinner ausgespielt ... Durch die zwei Triplettes pro Begegnung lässt sich einerseits das meist ja begrenzte Angebot an Bahnen in einer Boulehalle besser ausnutzen und andererseits wird durch die Möglichkeit, auch ein Untentschieden erreichen zu können, in allen Partien immer bis zur letzten Kugel gekämpft.

In jedem Fall wäre es sicher interessant, wenn der Gewinner der "Winterliga" 2009/10 dann auch noch an einer deutschlandweiten Endrunde um einen Vereinspokal teilnehmen könnte ...

Liebe Grüße aus Stuttgart - Jens-Christian Beck

Ulli Brülls
14.05.2009, 17:41
Hallo Jens-Christian,

das ist ein sehr konstruktiver Ansatz. Vielleicht hast Du Kontakte zu anderen Boulehallen in BaWü, um mal vorzufühlen, ob sie da mitziehen wollen?

Vielleicht gibt es andere Forums-Leser, die in Kontakt zu Hallen-Verantwortlichen in anderen Bundesländern stehen? (Hungen, Düsseldorf, Aachen, Münster ...)

Für die Boulehallen im Norden (Hamburg, Krähenwinkel, Erlte, evtl. auch Osnabrück) kann ich hier zwar keine verbindliche Zusagen machen, aber ein bundesweiter Hallen-Team-Pokal würde bei den dort Verantwortlichen gewiss auf offene Ohren stoßen.

Kleine Fußnote: Der "Norddeutsche HallenCup" orientierte sich strikt am Bundesliga-Modus (Lizenzpflicht, Mixte-Regelung, Auswechselung), aber das muss kein Dogma sein. Eine Beschränkung auf Triplette fände ich persönlich aber - zumindest für die folgenden Finalrunden - nicht das Gelbe vom Ei. Beim HallenCup haben wir den Bahnen-Mangel ein wenig dadurch kompensiert, dass eine Hälfte der parallelen Begegnungen mit den 3 Doublette-Partien, die andere Hälfte mit den beiden Triplette-Partien begonnen wurde.