Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue Denkweisen kommen in die Vereine
Hallo Leute,
ich bin echt positiv überrascht einen Kodex zu finden, denen sich bereits auf Vereinsebene Mitglieder verpflichten sollen. Wenn alle so denken würden, wäre die Bouleszene einen großen Schritt weiter und die Schiris vermutlich arbeitslos. Hier mal zum reinschauen:
http://www.hamburger-bc.de/index.p....emid=47 (http://www.hamburger-bc.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=14&Itemid=47)
Dabei gibt es, auch wenn die Alt-eingesessenen es noch immer nicht wahrhaben wollen, immer mehr Vereine, die sich wirklich in erster Linie als Sportverein verstehen, Vor 20 Jahren kaum denkbar.
Grüße aus dem Süden.
Vielen Dank, liest man gerne http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/blush.gif
Krysztoff
29.10.2007, 13:58
wo liegt denn das problem? es ist doch wie bei jedem hobby/spiel/sport so, das es die gibt, die eher aus gesellschaftlichen gründen spielen und die, die eher sportliche ambitionen haben. warum kann man das nicht so lassen? wozu muß der eine dem anderen seinen stempel aufdrücken ? wenn man sich den kodex mal anschaut, dann geht es doch einfach nur um respekt! also, respektiert euch!!! http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/thumb.gif *http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/001.gif
Referent Freilosen
01.11.2007, 13:22
Viel wichtiger, ist eine gute Kinderstube . Dann braucht man dieses überflüssige Kodexgedöns auch nicht.
Meiner Meinung nach typisch deutsch. Motto: Ich kann zwar nicht Boulespielen, aber ich bringe dir jetzt das "wahre", "richtige" Pétanque bei. Mit bunten Plastikkreisen (nur echt mit FIPJP-Siegel) und ohne Kippen und Pastis.
Immer unter dem Deckmantel des vermeintlichen Fair-Play.
Selbstverständliches (Fairness und Respekt) sollte auch ohne "Gesetz" selbstverständlich sein.
boshendal
02.11.2007, 02:00
Demnach hätte ich eine gute Kinderstube, wenn ich -untypisch deutsch- rauche und Pastis trinke.
Die Qualität eines Pétanquespielers konnte noch nie am Alkoholkonsum gemessen werden.
Die Qualität von Alkoholauffälligen konnte wiederholt und besonders bei Deutschen Meisterschaften TET bestaunt werden. Wahrlich keine gute Kinderstube.
Kein Alkohol bei Deutschen Meisterschaften ! Wer das nicht schafft, muss eh zum Arzt.
Referent Freilosen
02.11.2007, 10:39
Demnach hätte ich eine gute Kinderstube, wenn ich -untypisch deutsch- rauche und Pastis trinke.
Die Qualität eines Pétanquespielers konnte noch nie am Alkoholkonsum gemessen werden.
Die Qualität von Alkoholauffälligen konnte wiederholt und besonders bei Deutschen Meisterschaften TET bestaunt werden. Wahrlich keine gute Kinderstube.
Kein Alkohol bei Deutschen Meisterschaften ! Wer das nicht schafft, muss eh zum Arzt.
Die Qualität eines Boulespielers konnte auch noch nie an einem Ehrenkodex gemessen werden (Um beim Thema zu bleiben).
Hat jemand von euch sich mal angeschaut, wie es bei anderen Sportarten zugeht? Boule- Ein Präzisionssport, am Ziel ausgerichtet.
Curling (Erfunden in Schottland, mittlerweile in Canada, Schweden etc. sehr populär, neuerdings olympisch) hat einen Kodex, und der hat es in sich. Wer sich nicht dran hält wird geächtet. Wie ist das bei uns? Wer sich dran hält wird geächtet, oder was?
Leider ist ein ehrenhaftes Verhalten von vielen (möchtegerne)-Top Spielern alles andere als vorhanden, und was ist die Antwort auf dieses Auftreten? Werden pöbelnde Besoffene etwa vom Ausrichter rausgeschmissen? Nö. Das traut sich doch kaum jemand, und warum nicht? Da ist man im Mutterland des Pétanque echt weiter! Keine Spirituosen auf Turnieren, und vor den Schiris hat man dort Respekt! Da gibt es keine Lizenzfreien Turniere ohne Schiris (außer private, nichtvereins Campingplatzturnierchen)
Ich gebe euch recht, wenn jeder den Anderen respektieren würde, dann bräuchte man keinen Kodex. Bedauerlicherweise ist aber Respektlosigkeit zum Alltag auf deutschen Bouleplätzen (und nicht nur da, und bei weitem nicht nur bei der Jugend) hinzugekommen. Dies anzuprangern wäre nötig, aber damit blamiert man sich leider eher selbst, als alles andere. Neueste Aussage von einem guten Spieler: ich lege nur die Regeln aus.
Nun denn.
Gute Kinderstuben gehen leider allzuoft nicht über in gutes Benehmen im Erwachsenenalter.
boshendal
03.11.2007, 02:14
Die Qualität eines Boule Spielers kann schon an dem genannten Kodex erkannt werden:
Kodexzitat:
- die Vereinsmitglieder konsumieren keinen Alkohol, Tabak oder andere Drogen bei Veranstaltungen mit Lizenzpflicht und akzeptieren die Bestimmungen der NADA (Doping). Zitat ende.
Um beim Thema zu bleiben:
dieser Kodex sagt mir, dass es sich bei diesen Leuten im Wettkampf nicht um Besoffene oder Bekiffte oder andere Zugedröhnte handelt , sondern um Sportler.
Das hat Qualität.
Der Kodex ist nur Reaktion auf den Alkoholmißbrauch wie in Schüttorf und Hanau bei den Tet Veranstaltungen.
Die Sieger können sich hier mal überlegen, ob sie stolz darauf sind, besoffen gewonnen zu haben, oder ob es nicht mächtig peinlich ist, öffentlich trunken wahrgenommen zu werden - wenn sie dazu noch in der Lage sind.
Der Kodex ist nötig, um zu erkennen, auf wessen Terrain ich mich begebe.
Eine Turnierauschreibung ist Kodexähnlich:
Ranglistenturnier-Lizenzpflicht
Beaujeaulaisturnier-Lizenzfrei
Einmal Einladung zur Sportveranstaltung, einmal Einladung zur geselligen Veranstaltung.
Der Kodex hilft zumindest mir, meine Wahl zu treffen.
Die Boule spielenden Trinker müssen sich gegen ihre Sucht und nicht gegen den Verband wenden.
kleine Kugel
03.11.2007, 10:15
Also ich möchte auf die Überschrift eingehen . Das Wort Denkweise gibt mir zu denken , ich finde eher oft Stereotype verhatenweise oder oft auch festgefahrene struckturen die durch einen Kodex noch gefestigt werden .
Ich glaube mit dem einen muß man so umgehen und mit dem anderen ander´s .
Hallo kleine Kugel,
Die Überschrift soll nicht wertend sein, sondern eine Feststellung. Ich spiele selbst erst seit Ende der 90-er und komme aus dem Leistungssport. Ich habe keine Sportart kennengelernt, die sich so schwer tut mit dem eigenen Selbstverständnis, der strukturellen Entwicklung und der Denkweise wie Boule.
Es wird sicher noch 20 Jahre dauern, bis in Deutschland Boule oder Pétanque (schreibt sich halt schlechter) sich selbst als Sport identifiziert.
Als Werbeträger wäre es jetzt schon sicherlich geeignet, wenn es gelingen würde
über den Tellerrand zu schauen. Aber zu aller erst müßte es gelingen die regelmäßig spielenden in die Vereine zu locken, da müssen viele Vereine noch viel mehr leisten.
Ich mache laufend die Erfahrung bei uns im Süden, daß viele Boulespieler der vermeindlich ersten Generation die Veränderungen der Bouleszene verabscheuen, sich sogar mit gerichtlichen Mitteln versuchen dagegen zu wehren, anstatt zu versuchen ein großes Gemeinsames zu finden, wo mehrere Denkweisen nebeneinander coexistieren können. Wenn Boule kein Sport sein soll, warum eine DM oder LM spielen?
Bitte gehe doch mal konkreter auf deine Argumente ein.
Wie kann man denn welchem Typen begegnen, so dass es ein positives Fazit gibt? Welches Verhalten ist wann angemessen, und wann eindeutig nicht?
Für mich ist Boule ein Sport. Wenn ich nur hobbymäßig Funspiele betreibe, dann brauche ich keine organisierten Wettkämpfe. Wenn bei den Alten Herren nach oder in der Pause vom freitagsabend-Fußball-Hallen-Spaß ein Bierchen getrunken wird, dann solls mir recht sein. Bei einer Hallenfußballmeisterschaft käme niemand auf die Idee besoffen zum Finale anzutreten.
Wenn ich bei ein Ranglistenturnier oder einer Meisterschaft auf einen völlig besoffenen Gegner treffe (und das kommt beileibe oft genug vor), dann habe ich keine Freude mehr am Sport, denn ich will wissen, ob ich gegen ihn bestehen kann, wenn für beide Seiten die gleichen Vorraussetzungen (Nüchternheit) gelten. Das ist doch der Grundgedanke des Sportes - sich unter fairen Vorraussetzungen zu messen. Aber mir nachsagen zu lassen, ich hätte per Disqualifikation meiner Gegner einen Sieg davongetragen als Spieler, das will ich nicht, das ist Aufgabe der Ausrichter mt den Schiedsrichtern gemeinsam für die Bedingungen zu sorgen.
Grüße
bouler
kleine Kugel
03.11.2007, 18:17
Hi Bouler ,
Änliches ist mir aus der Snowbord Szene bekannt als diese ganzen funsportarten Olypisch wurden , da hat sich die Szene glaube ich getrennt also einmahl X-games und Olympia .(da gings halt eher um THC)
Ok Lizensen bediengen kein Doping , so lange dann aber kein geld für eine unangemeldete Urinprobe da ist bewegt sich das doch auf dem Niveau wie die Rad WM in Stutgart mit ihrer Ehrenerglärung die den wert von Toiletenpapier darstellte .
Krysztoff
03.11.2007, 20:19
wie wäre es denn mit profi dm´s und hobby dm´s? so kann man den dingen die man nicht mag geschickt aus dem weg gehen und jeder hätte seinen spaß, auf die ihm liebgewonnene art und weise. in anderen spiel- und sportarten, z.b. bowling, fussball, volleyball etc , ist so etwas längst üblich! ich persönlich fände es toll wieder so schöne dm-feste zu feiern wie früher!!! http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/thumb.gif
Referent Freilosen
07.11.2007, 01:00
Hat jemand von euch sich mal angeschaut, wie es bei anderen Sportarten zugeht? Boule- Ein Präzisionssport, am Ziel ausgerichtet.
Curling (Erfunden in Schottland, mittlerweile in Canada, Schweden etc. sehr populär, neuerdings olympisch) hat einen Kodex, und der hat es in sich. Wer sich nicht dran hält wird geächtet. Wie ist das bei uns? Wer sich dran hält wird geächtet, oder was?
Lieber Bouler,
ja, unfaires und regelwidriges Verhalten wird und wurde schon immer geächtet. Zumindest von mir und von vielen anderen aus "der guten alten Boule-Zeit", die seit nunmehr fast 3 Jahrzehnten "leidenschaftlich", also manchmal leistungsorientiert und manchmal freizeitmässig Boule spielen bzw. Pétanque "treiben".
Zugegeben, die Zahl derer, die sich nicht an die (einfachen) Regeln unseres geliebten Spieles/Sportes halten können, wird ständig größer.
Aber die wirst du nicht mit Kodexen (oder heisst es Kodexs?) verringern können.
Stattdessen schlage ich vor: Spielt Dorfturniere in der Provence! Da lernt man wenigstens was.
Hallo,
als einer der Verfasser dieses Kodexes würde ich gerne noch einmal die Beweggründe darlegen um dieser Diskussion klare Grundlagen zu geben:
Die Idee unserem neu gegründeten Verein einen Kodex zu geben kam auf da, diese (eigentlich selbstverständlichen) Aspekte des Sportes in unserem Umfeld nicht unsere gewünschte Berücksichtigung gefunden haben. Um dem Anspruch dieses Vereins Nachdruck und Handlungsfähigkeit zu geben haben wir diesen Kodex aufgestellt. Dieser Kodex muss bei Beitritt anerkannt werden und bei einem Verstoß kann der Verein seine Konsequenzen ziehen.
Motto: Ich kann zwar nicht Boulespielen, aber ich bringe dir jetzt das "wahre", "richtige" Pétanque bei.
Mit unserem Kodex wollen wir niemandem ein "anderes" Pétanque aufzwängen. Wir wollen uns lediglich abgrenzen von vielen Dingen die uns nicht gefallen und leider schon fast zur Tagesordnung gehören.
Zwischen 70 und 80 % der Mitglieder sind Jugendliche und Espoires die beinahe alle einem Auswahlkader angehören oder schon angehörten. Die sich im gegeben Umfeld nicht weiter entwickeln können und auf gute (vor allem sportliche und dabei "saubere") Vereinsarbeit in diesem Stadium angewiesen sind.
Ich hoffe ich konnte klar machen warum wir uns FÜR diesen Kodex entschieden haben.
Was für ein Stellenwert dieser Standpunkt für uns hat machen die Lizenzwechsel unserer Spieler deutlich.
Sportlich für die ambitionierten Spieler eher uninteressant startet der Verein nächstes Jahr zwangsweise in der Bezirksliga. Einige Spieler wechselten aus der Landesliga - teilweise sogar vom Landesmeister.
Viele Grüße
Marius
Leuchtenburg
09.11.2007, 17:33
Hallo Marius,
von der Sache finde ich es gut und begrüßenswert. Auch wenn vieles eine Selbstverständlichkeit sein sollte (ist es aber nicht).
Und wenn so ein Kodex nur erreicht, dass über bestimmte Sachen mal nachgedacht wird, hat er schon sein Zweck fast erfüllt.
Als Jugendwart meines LV habe ich einen Kodex zum Schutz der Kinder und Jugendlichen beim DPV unterschrieben. Auch dieser Kodex beinhaltet viele "Selbstverständlicheiten" bis dahin, dass bestimmte Dinge schon vom Gesetzgeber her geregelt sind.
poschiman
10.11.2007, 12:03
Salut aus Schwerin, Trink-und Rauchverbot während des Spiels, einfach in die Turnieraussschreibung (egal ob LM oder Freizeit ). Bei Verstoss -Disqualifikation. Da weiss jeder von vornherein, worauf er sich einlässt.
Klare Ansagen-klare Konsequenzen.
Kann jeder Verein oder SG selbst festlegen, wie das eigene Turnier laufen soll. Allez
also ich finde diese diskusion langsam echt lächerlich, erstmal sind die leute die hier für einen solchen kodex sind selber keine saubermänner (zumindest 2!) http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/kiff.gif
und zweitens habe ich es nicht nötig mir meine freizeit reglementieren zu lassen! solange mit petanque kein geld zu verdienen ist und es eine randsportart bleibt (was nun mal leider so ist!) wird sich daran auch nix ändern. also fangt erstmal bei euch selber an, bevor ihr anderen was vorschreiben wollt! Respekt ist für mich wie auch für fast alle anderen eine selbstverständlichkeit, und bei wem das nicht so ist, der wird sich auch nicht an einen solchen kodex halten!!!
Leuchtenburg
10.11.2007, 14:32
... und zweitens habe ich es nicht nötig mir meine freizeit reglementieren zu lassen!
Dann solltest du nicht Pétanque spielen bei einem Regelwerk mit 40 Artikeln.
Krysztoff
11.11.2007, 11:40
also ich finde es total albern, wenn ich mich in ein rl-turnier einschreibe (rauch- und trinkverbot), an der turnieleitung ein gläschen sekt steht und meine anmeldung mit kippe im mund entgegengenommen wird.
wie kann diese turnierleitung mir das rauchen und trinken glaubwürdig ausreden? http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/s75.gif
@ leuchtenberg, entweder willst, oder kannst du mich nicht verstehen. schon klar das man sich an die regeln (zumindest die meisten http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wow.gif)) die ein spiel bestimmen und beschreiben zu halten hat, ansonsten könnte dieses auch nicht funktionieren! aber gerade die freiheit die das petanque spielen gibt ist das was ich liebe, oder kennst du einen sport der ohne schiri auskommt? (wenn sich nicht andauernd schlechte, beschränkte schiris einmischen) und genau so sollte es meiner meinung nach auch bleiben!
ich denke solange jeder noch in der lage ist sich im kreis zu halten, muss man auch selber wissen was man tut, ausserdem umso fertiger mein gegner umso leichter mein sieg! ;o)
Krümelmonster
18.11.2007, 16:00
Bei ner Dm fand ich geil als der Schiri mit nem Bier in der Hand an den Getränkestand kam und nen Spitzenspieler mit den Worten begrüßte :"Hey(Name) schön dich hier zu treffen wie läufts heute?"
Ich glaube das einfach nicht konsequent durchgegriffen wird, weil keiner den Arsch in der Hose hat einen Halbfinalteilnehmer aus der DM zu schmeißen.
Leuchtenburg
18.11.2007, 16:07
@ Lolly
oder kennst du einen sport der ohne schiri auskommt?
eine ganze Menge - und wenn sich alle an die Regeln halten, kommen noch ein paar dazu.
von welchem sport redest du, der ohne schiri auskommt? und jetzt sag bitte nicht schach...
Leuchtenburg
18.11.2007, 18:24
Ok, anders formuliert:
Ich kenne KEINE Sportart, in der es nicht ein Schiri gibt. Die Bezeichnung ist nur manchmal anders.
Beispiel: Poker (und ich möchte nicht darüber entscheiden, ob es sich um Sport handelt) hat eine Person im Hintergrund, die auf die Einhaltung der Regeln achtet (und ich meine nicht den Dealer).
Definition Sport (ein weites Feld) nach Wikipedia:
„Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich Sport zu einem umgangssprachlichen, weltweit gebrauchten Begriff entwickelt. Eine präzise oder gar eindeutige begriffliche Abgrenzung lässt sich deshalb nicht vornehmen. Was im allgemeinen unter Sport verstanden wird, ist weniger eine Frage wissenschaftlicher Dimensionsanalysen, sondern wird weit mehr vom alltagstheoretischen Gebrauch sowie von den historisch gewachsenen und tradierten Einbindungen in soziale, ökonomische, politische und rechtliche Gegebenheiten bestimmt. Darüber hinaus verändert, erweitert und differenziert das faktische Geschehen des Sporttreibens selbst das Begriffverständnis von Sport." [1]
Dieses Zitat verdeutlicht, dass die hinter dem Begriff Sport liegenden Bedeutungszuweisungen ganz wesentlich durch den umgangssprachlichen Gebrauch und den Kontext geprägt sind, in dem der Begriff Sport verwendet wird.[2][3] Für den Deutschen Olympische Sportbund (DOSB) steht beispielsweise die motorische Aktivität im Vordergrund. Denkspiele, die Dressur von Tieren, sowie Motorsport ohne Einbeziehung motorischer Aktivitäten entspricht daher nicht dem Sport-Verständnis des DOSB [4]. Dennoch hat der DOSB Schach als Sportart anerkannt; das Internationale Olympisches Komitee (IOC) sogar Schach und Bridge.
Umgangssprachlich wird mit Sport häufig Wettkampf und Leistung assoziiert, was sich nicht nur in Begriffen wie Denksport, Gedächtnissport oder e-Sport manifestiert, sondern auch im Anspruch verschiedener Verbände reflektiert wird, vom IOC als Sportart anerkannt zu werden.
Für die Geschichte des Sports ist bedeutend, dass er ursprünglich als Spiel dem Ernst einer Erwerbstätigkeit oder einer kriegerischen Auseinandersetzung gegenübergestellt wurde. So musste er sich von religiösen Vorbehalten befreien, wie sie gegenüber dem Glücksspiel bestanden, und konnte sich ähnlich wie Tanz und Theater zunächst nur im Hofstaat entfalten (Jagd, Turnier).
Für mich ist Sport ein physischer oder psysischer Wettkampf nach einheitlichen (für alle am Wettkampf Teilnehmenden geltenden) Regeln, deren Einhaltungung von einen Unparteiischen (Schiri) beobachtet wird.
Fitschen
18.11.2007, 20:32
http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif Noch mal zurück zum Kodex, denn das 1. Tiret sagt eigentlich alles worum es geht, um Sport und Geselligkeit.
Es muss doch für alle einsehbar sein, dass klare und eindeutige Verhaltensregeln bei Turnieren zu respektieren sind und andererseits bei Funspielen oder nach den Turnieren auch Raum und Zeit für's Entspannen und geselligen Umtrunk geben sollte.
Der Kodex schränkt doch niemanden wirklich ein. er zeigt doch nur wann was angebracht ist. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/sieger.gif
Also ich stelle mir eine Fussballteam vor, welches ein Funturnier spielt, und ohne Schiri auskommen will. Ohje!
Ich stelle mir eine DM vor ohne Schiri - gute Nacht.
Wer aufm Bolzplatz kickt, 3 gegen 3 oder 8 gegen 8, je nachdem wieviele da sind, dann ist das Funfussball. Freizeitsport.
Wenn im Bouleverein 3 gegen 2 spielen, weil es am Abend nicht aufgeht, dann ist das auch funboule, oder? Freizeitsport.
Wenn ich eine Lizenz habe, eine Meisterschaft spiele, ein RL-Turnier bestreite, wo es um mehr geht, als um ein paar gesellige Stunden , egal ob ich gewinne oder verliere, dann ist das mehr als Fun, dann ist das ein Wettkampfsport.
Gruß
P:s.: Solange sich keine Einheitlichkeit im Verständnis um Fairness einsetzt, solange werden Schiris arbeit haben. Ob sie die Arbeit gut machen, oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.
@poschiman: ich kann mich erinnern, wo am Boule de neige (Reithalle Graben-Neudorf, BaWü) das Rauchen auf dem Reitgelände verboten wurde, zwecks schonung des Untergrundes. Erst die Durchsage, wo namentlich Spieler aufgefordert wurde das Rauchen einzustellen, hat Wirkung gezeigt. Und obwohl Rauchverbotsschilder überall lesbar sind, einige ignorieren sie trotzdem. Sie dann zu disqualifizieren ist nicht unbedingt der beste Lösungsweg. Disqualifikation=Abreise. Wenn Konsumenten vertrieben werden, von was will ein Verein dann noch leben? Hier müssen alternative FInanzierungswege für die Vereine gesucht werden. Dem Sponsor, die Handwerksfirma xy sitzt das Geld nicht mehr so locker wie früher. Was tun?
Der FC Bayern (bzw. Mr. Hitzfeld) scheint in diesem Forum anwesend zu sein.
Nach der Suspendierung von Olli Kahn will auch er nun einen Verhaltenskodex einführen...
Fitschen
16.12.2007, 18:16
also ich finde den Kodex durchaus sinnvoll und werde ihn in unserer Jahresversammlung zur Diskussion stellen. Je mehr Vereine sich dem anschließen, desto eher wird die Akzeptanz bei Turnieren sein, auch ohne Alkohol aus zukommen - zumindest solange man selber noch mitspielt.
@Fitschen:
Mich würde interessieren was bei eurer Jahreshauptversammlung heraus gekommen ist. Bei welchem Verein spielst du denn?
Liebe Grüße
Marius
@bouler
Der Ansatz ist gut,aber er stimmt auch traurig dass Vereine in diesem
Maße auf ihre Mitglieder einwirken müssen.
Es wäre für alle befriedigender wenn die Spieler dies aus freien
Stücken auf die reihe bekämen.
Fitschen
07.03.2008, 08:44
@marius: Ich spiele bei Letter 05 und für die Mehrheit war der Kodex ein Selbstverständnis, dem jeder sich anschließen sollte. Leider haben wir keine Abstimmung durchgeführt, um den Kodex auch verbindlich zu vereinbaren. Ich bin mir sicher, dass er von unseren meisten Vereinsmitgliedern, unabhängig ob Lizenzspieler oder nicht, gelebt wird.
Klaus K.
07.03.2008, 19:51
Link zum Konfliktmanagement: http://www.trainerakademie-koeln.de > Neuester Trainerbrief! (Kann jederIn kostenlos abonnieren!)
I. Eigentlich könnte die Diskussion, wie so viele hier, unter dem Titel laufen: Im Westen nichts Neues!
Das MUSTER ist immer wieder: PRO versus CONTRA, HICK - HACK, haust du meine Deppen, hau ich deine Deppen.
Der berühmte SPORT, hier zum Teil als VORBILD zitiert, hat mittlerweile derart viel DRECK am STECKEN, daß man im Grunde nur noch einen MÜLLHAUFEN vor sich hat.
Die meisten EHREN-Kodizees sind in der TAT das Papier nicht wert, auf das sie, wg. meist PROPAGANDA-ZWECKE, geschrieben wurden. Und alle die REGELN und REGELAUSLEGUNGSWERKE und Kommissionen und und und.
WO aber GELD und EHRE oder, besser: EHRGEIZ im Spiele sind oder, meistens, beides, wird alles aufgemischt. Von ALLEN beteiligten Seiten. Und irgendwann rücken dann die Staatsanwälte an. Oder auch nicht.
II. Das was die Hamburger gemacht haben ist sicher eine Möglichkeit, gegen die KEINERIN wirklich etwas haben kann. > Trotzdem ist der vorgebrachte Einwand: WO etwas (wieder mal) geregelt werden muß, ist eben etwas nicht in Ordnung, ein ernstzunehmender Einwand. VERSTEHT sich etwas eben NICHT von selbst. OB dann eine Regelung greift, hängt von vielen Faktoren ab. Eine Gesellschaft, in der in aktuell geradezu obszöner WEISE die BESCHEIßER UM JEDEN PREIS mit LORBEEREN gekrönt werden, ist offenbar alles aus dem Lot. Wird jegliche VERNUNFT der Lächerlichkeit preisgegeben, ist das gesellschaftliche Leben zusammengebrochen. > Zugespitzt könnte man sagen: wer bis zum Hals in der Scheiße watet oder das Gefühl hat, wird darauf verzichten, seine Fingernägel zu reinigen.
NEIN! SO schlimm ist es im deutschboule nicht. Aber: die sozialen Verhältnisse wirken natürlich auf jedenInnen und auf jedes!
III. Geradezu "süß" finde ich die Naivität, mit der hier das Thema DOPING behandelt wird (in ganz planetboule!). Ich verzichte während eines Turniers auf Alkohol (den eigenen wie den vom Veranstalter gern bereitgestellten), und WENN ich dann eingeladen werde in den Becher zu pinkeln, glaube ich mich REIN zu sein. WAS für ein IRRTUM! (Werch ein Illtum!, sagte einst Ernst Jandel)
IV. Noch ein WORT zu den "alten ALKIS". Ich kenne auch viele junge Alkis. Wie heißt es doch so schön: Wie die Alten (ELTERN) sungen, SO zwitschern auch die JUNGEN! - Und das "FRÜHER" nur besoffen&bekifft etc. geboult wurde ist ebenso falsch wie der Aberglaube, daß nur Ben Johnson damals dedopt war und nicht, bis heute, beinahe alle amerikanischen Leicht - und andere Athleten (Football, Baseball, etc.)
V. Besoffen gehört nicht zum Spiel, zum SPORT! BERAUCHT aber auch nicht!!! - Wie man das hinbekommt? DAS wäre eine Diskussion wert. Mit hehren Parolen und Ehrenkodizees alleine jedenfalls nicht.
Klaus K.
P.S. Tipp: Film:: My name is Joe! Läuft des öfteren mal im Fernsehen. Ein Film von Ken Loach.
OOSTERMANN
07.03.2008, 20:01
Ich sage ja zum Kodex! Und Du?
Klaus,
im Sommer - voraussichtlich am 2ten August - wird unser Verein ein lizenzpflichtiges Turnier in der Hamburger Innenstadt zwischen Mönkebergstraße und Jungfernstieg ausrichten.
Ich würde es begrüßen wenn du dir (ob spielender oder betrachtender Weise) ein Bild von den Begebenheiten machst bevor du jegliche konstruktive Ansätze, wie ich es seit Jahren mitbekomme in diversen Pétanque-Foren, von vorne herein verurteilst.
Wenn das Datum und die weiteren Details feststehen werde ich es dich also gerne wissen lassen.
Gruß
Marius
Klaus K.
10.03.2008, 15:25
V. Besoffen gehört nicht zum Spiel, zum SPORT! BERAUCHT aber auch nicht!!! - Wie man das hinbekommt? DAS wäre eine Diskussion wert. Mit hehren Parolen und Ehrenkodizees alleine jedenfalls nicht.
Klaus K.
Hallo Marius,
danke für die Einladung. -
Manchmal sollte man sich aber vielleicht doch die Brille putzen, bevor man etwas liest. Offenbar gehörst du zu den Menschen, die lieber ihr Leben als ihre Vorurteile aufs Spiel setzen. Der Umgang mit sozial problematischen Themen (eigentlich mit allen Themen) ist nicht so schlicht zu gestalten wie manch einer glaubt oder glauben machen möchte! Die Tötungsächtung in den Zehn Geboten der Bibel z.B. ist auch ein "konstruktiver" Ansatz, der aber bis heute in fast keiner Weise realen Einfluß genommen hat auf das menschliche Wollen (oder Unvermögen) und Verlangen, DOCH zu töten. Die Zahl der Getöteten ist im Gegenteil gestiegen. Und genau DAS habe ich, wie oben nochmals zitiert, ausgesagt: das ein Kodex ALLEINE nicht ausreicht, um bestimmte unerwünschte Verhaltensweisen von Menschen zu verhindern.
Wie man (du) daraus eine VERURTEILUNG solcher Bemühungen herauslesen kann, ist mir ein Rätsel.
Allez les Boules
Klaus
Niemand versucht alleine durch einen Kodex Verhaltensweisen zu ändern.
Der Verein hat diesen Kodex nicht aufgrund von Fehlverhalten der Mitglieder aufgestellt, sondern es haben sich Menschen zusammengefunden die unter genannten Umständen Pétanque spielen wollten.
Und um jedem der überlegt dem Verein beizutreten klar zu machen, worum es bei diesem Verein geht, wurde dieser Kodex mit Gründung des Vereins verabschiedet.
De Facto versucht niemand irgendjemanden zu verändern sondern eine Gruppe Pétanquespieler stellt klar worum es ihnen geht und gibt so jedem die Möglichkeit selber zu entscheiden ob er unter diesen Bedingungen in dem Verein spielen möchte der eben nicht.
Man kann dadurch zwar kein Fehlverhalten ausschließen man kann ein solches jedoch leicht identifizieren und Konsequenzen daraus ziehen.
Die Verurteilung lese ich aus deiner Ironie mit der du Themen ins Lächerliche ziehst - was mir zeigt, dass du dich nicht unvoreingenommen mit diesem (oder anderen) Themen beschäftigst.
Die Verurteilung der saufenden/kiffenden/sonstige Drogen nehmenden Jugendlichen (wie du sie so schön veralgemeinerst) gefällt mir genausowenig wie Komissionen/Papiere und sonstige ehrenamtliche Arbeit als Propaganda abzustempeln.
Kritik so wie andere Meinungen/Ansichten schaden nie. Bei dir habe ich oft das Gefühl du willst eher aufhalten als verbessern/mithelfen. Ist nicht böse gemeint - kommt aber so rüber.
Daher werde ich nach diesem Post meine Zeit wieder in Komissionen und diverse anderer ehrenamtlicher Arbeit investieren, hoffe aber dennoch dich im August anzutrefen und mich erneut mit dir über dieses oder andere Themen auszutauschen.
Viele Grüße
Marius
Edit:
Gespannt bin ich noch auf deine Beantwortung von Ollis Frage.
Klaus K.
11.03.2008, 14:05
Wer ist Olli?
Die Verurteilung lese ich aus deiner Ironie mit der du Themen ins Lächerliche ziehst - was mir zeigt, dass du dich nicht unvoreingenommen mit diesem (oder anderen) Themen beschäftigst.
Was ja bedeutet, daß DU das selbstverständlich tust!? - Ach ja, nur mal so, was VORURTEILE angeht und die daraus resultierenden FALSCHEN Urteile: Ironie + Lächerlichkeit sind KEINE stehende Verbindung.
Tja, Marius, dann wünsche ich dir viel Spaß in den Kommissionen etc. und: immer schön ironiefrei bleiben!
Klaus
Klaus K.
11.03.2008, 23:16
Über den WERT von Ehrenerklärungen! Unabhängig geurteilt von irgendwelchen Ironismen eines Klaus K., dem gottseibeiuns der Boule-Forum-Szene (nach Marius!).
"Viel wert sind Ehrenerklärungen von Sportlern und Sportverbänden nicht, wie sich in der Vergangenheit mehrfach gezeigt hat. Für die Politiker sind sie aber, wenn es trotz Ehrenerklärungen Doping-Bekenntnisse und Razzien geben sollte, der nicht zu unterschätzende Nachweis, alle Hausaufgaben gemacht zu haben." (Hervorhebung durch K.K.)
http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~E0E7B57024A1046FBA7B0EE903379D0A8~ATpl~Ecommon ~Scontent.html
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Schnörkellos: Susanne Eisenmann
27. Juli 2007 Wenn Susanne Eisenmann öffentlich auftritt, geschieht dies zumeist schnörkellos. Man könnte sagen, die 42 Jahre alte Sportbürgermeisterin Stuttgarts und CDU-Politikerin verkörpere die württembergische Sachlichkeit, die im badischen Landesteil manchmal Anlass für Sottisen ist. Weil man Susanne Eisenmann die Freude am Machen geradezu ansieht, zweifelte auch niemand daran, dass sie die Straßenrad-Weltmeisterschaft abgesagt hätte, wenn der Radsportweltverband UCI die Anti-Doping-Vereinbarung nicht unterschrieben hätte. Das tat er inzwischen.
„Eine Chance auf eine dopingfreie WM haben wir nur, wenn es diese Maßnahmen gibt. Wir haben schon jetzt ein definitives Vermarktungsproblem“, hatte Frau Eisenmann vorher gesagt. Sponsoren wollten abspringen, der Ticketverkauf lief miserabel. Die Stadt wollte dem Radsport noch eine Chance geben, der Gemeinderat hatte einen entsprechenden Beschluss gefasst.
„Der Sport soll im Mittelpunkt stehen“
Die Sportbürgermeisterin wollte alles tun, um einen Imageschaden von der Landeshauptstadt abzuwenden. „Der Sport soll im Mittelpunkt stehen, nicht irgendwelche Razzien.“ Viel wert sind Ehrenerklärungen von Sportlern und Sportverbänden nicht, wie sich in der Vergangenheit mehrfach gezeigt hat. Für die Politiker sind sie aber, wenn es trotz Ehrenerklärungen Doping-Bekenntnisse und Razzien geben sollte, der nicht zu unterschätzende Nachweis, alle Hausaufgaben gemacht zu haben.
Klaus K.
Doch es muß immer wieder gesagt werden, daß der Mensch ein tierisches Lebewesen ist. Tiger/Fox: Das Herrentier. Steinzeitjäger im Spätkapitalismus. Einführung von Konrad Lorenz. Bertelsmann, 2001
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