Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Boule oder Pétanque?
Liebe Gemeinde,
das schöne am Pétanque-Sport ist es, dass jeder mitmachen kann. Das Einzige was nicht so schön ist, ist die Tatsache, dass jeder mitmachen kann.
In NRW laufen die Hallenmeisterschaften, gestern war die Vorrunde Triplette. Jeder der eine gültige Lizenz hat, konnte mitmachen.
Hier ein paar Highlights, unter denen der ambitionierte, regelkundige Pétanque-Sportler mal wieder zu leiden hatte, weil die Gegner nicht nur blutige Anfänger waren (was man ja zunächst niemandem vorwerfen kann), sondern noch nicht mal am Rande über das internationale Regelwerk informiert waren.
In der Halle ist ausreichend Platz und Gelegenheit, sich so zu platzieren, dass man niemanden stört, der gerade eine Kugel spielen will. Das ist natürlich aus Sicht des einen oder anderen Teilnehmers kein Muss!
Man steht kreuz und quer auf und an den Bahnen, der Höhepunkt war es, als ein gegnerischer Spieler maximal 1,5 m halb rechts vor unserem Tireur ruhte, als dieser schießen wollte.
Noch ein Beispiel: Wir legen die erste Kugel ca. 5 cm rechts vor die Sau. Der Gegner schießt - ein Loch. Er schießt nochmal, trifft, beide Kugeln gehen ins Aus.
Das gegnerische Team sammelt sich in einer Ecke der Bahn und harrt der Dinge die da kommen.
"Ihr seid dran!", sagt unsere Vorlegerin.
"Wieso?"
"Weil wir erst dran sind, wenn Ihr den Punkt habt!"
"Wieso, im Moment hat doch keiner nen Punkt!"
"Eben. Wir hatten aber zuletzt den Punkt!"
"Wieso, die haben wir doch weg geschossen!"
Nein, liebe Foren-Teilnehmer, ich übertreibe nicht, genau so hat es sich zugetragen!
Ich ziehe, obwohl es ehrlich nicht meine Art ist, meine Schiedsrichter-Lizenz aus der Tasche, gehe zum Gegner, halte denen das Teil unter die Nase mit den Worten: "Ich glaube, wir brauchen nicht darüber diskutieren, wer die Regeln besser kennt, oder? Ihr seid dran, weil ihr unsere letzte Kugel nicht verbessert habt. Wir sind erst wieder dran, wenn ihr den Punkt habt - bitte!"
"Was ist das denn für ein Ausweis?"
Ich übertreibe immer noch nicht!
"Bist Du der Christoph Roderig aus dem Internet?"
"Nein, ich bin der Christoph Roderig aus dem Ruhrpott!"
Ich will gar nicht zu weit ausschweifen, aber es nervt kolossal, sich mit Leuten auseinander setzen zu müssen, die keinen blassen Schimmer vom Regelwerk haben.
Nur soviel, dass ich meinem Gegner sage: "Ihr könnt doch nicht hier bei einer Meisterschaft antreten, wenn ihr keinen Schimmer habt, wie die Regeln sind!"
Antwort: "Wieso können wir das nicht? Wo steht das?"
Eben, nirgends!
Es nervt aber tierisch!
Leute, die sich beim Legen mit der linken Hand auf dem Knie abstützen und mit der Rechten werfen.
Gegner, die leer sind und nach jeder unsererseits gespielten Kugel kollektiv zum Bild marschieren um sich einen Überblick zu verschaffen, was im Einzelnen passiert ist.
Partien, die vier Aufnahmen dauern, weil der Gegner weder legen noch schießen kann.
Sechs gegnerische Kugeln, die innerhalb von zwei Minuten gespielt werden nerven genauso wie Terrain-Studenten, die zwei Minuten ein Donée suchen, ohne genau zu wissen, was das überhaupt ist...
Wäre es nicht an der Zeit, Mindest-Standards zu setzen, was das Regelwerk und das Verhalten auf dem Platz angeht, bevor Leute an Meisterschaften teilnehmen dürfen?
Wäre es nicht an der Zeit, endlich ein geteiltes Lizenz-System einzuführen, A- und B-Lizenz? Wobei die A-Lizenz-Spieler eine richtige Prüfung machen müssen, was die oben beschriebenen Dinge angeht?
Dann könnte man auch zum Thema Alkohol, Rauchen etc. schärfere Regeln durchsetzen, die dann zumindest für A-Lizenz-Spieler gelten.
B-Lizenzen für den Breitensport - und dann meinetwegen "Hoch die Tassen!"
Nein, ich teile nicht die weit verbreitete Meinung, dass man mit den beschriebenen Vorgängen umgehen können muss - als "guter Spieler"!
Ich finde, dass das eine Zumutung ist!
Wie geht denn ein ambitionierter Tennisspieler mit einem Gegner um, der seine Aufschläge immer so von unten, Bratpfannen-mäßig hinter das Netz tropfen lässt?
Gestern waren es von 13 Teams mindestens 5, die unzureichend über die Regeln informiert waren - und mindestens 1, das bass erstaunt war, das es überhaupt schriftlich festgelegte Regeln gibt!
Viele Grüße von einem genervten
Christoph "aus dem Internet"
PS: Nein, es gab bei der Veranstaltung keinen offiziellen Schiedsrichter - jedenfalls keinen, der nicht selber gespielt hat!
boshendal
12.11.2007, 09:26
@Roderig
sehr guter Beitrag !
Ich wäre für eine theoretische Prüfung der Regeln, wenn es um den Erwerb der Lizenz geht. Lizenzturniere und Liga für Regelkundige, lizenzfrei für Jedermann(frau)
Das Modell A und B Lizenz halte ich nicht für nötig, wenn die Lizenzspieler eine Prüfung ablegen würden, wäre das Entspannung pur.
Fragt man einen Schiri, sagt dieser: gute Idee! Nötig wäre es sicherlich. Außer bei der Jugend, und denen, die viel in F gespielt haben gibt es leider in den Bereichen der Betagten und Femininen Spieler viel zu viele Wissenslücken. Dabei ist das Regelheft keine sehr umfangreiche Lektüre.
Christoph, ich fühle mit dir. Ich erinnere mich an ein Ligaspiel, wo ein Spieler 1,5 meter halb rechts vor mir lauthals seinem Vereinskollegen am anderen Platzende (20 m) zubrüllt, er solle ihm ein Bier mitbringen, just in dem Moment, wo ich zum Schuß gegen 13 aushole..... http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/mad.gif Oder jüngst eine Meisterschaft, wo der Gegner teils auf dem Feld, oder direkt daneben eine halbe Party veranstaltet, und die Aufforderung sich ruhiger zu verhalten nicht einmal wahrnimmt, vor lauter eigenem Krach mit den Zuschauern. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/stinkefinger.gif
das schöne am Pétanque-Sport ist es, dass jeder mitmachen kann. Das Einzige was nicht so schön ist, ist die Tatsache, dass jeder mitmachen kann.
Das finde ich auch schön
Hier ein paar Highlights, unter denen der ambitionierte, regelkundige Pétanque-Sportler mal wieder zu leiden hatte, weil die Gegner nicht nur blutige Anfänger waren (was man ja zunächst niemandem vorwerfen kann), sondern noch nicht mal am Rande über das internationale Regelwerk informiert waren.
Man steht kreuz und quer auf und an den Bahnen, der Höhepunkt war es, als ein gegnerischer Spieler maximal 1,5 m halb rechts vor unserem Tireur ruhte, als dieser schießen wollte.
Hier scheint großer Nachholbedarf zu sein. Da sind DPV und die Landesverbände gefordert. Es reichen nicht nur Downloads im Internet, weil der meist Ältere gar kein I-Net hat. Natürlich ist es auch Sache der Vereine seine Mitglieder dementsprechend zu informieren.
Noch ein Beispiel: Wir legen die erste Kugel ca. 5 cm rechts vor die Sau. Der Gegner schießt - ein Loch. Er schießt nochmal, trifft, beide Kugeln gehen ins Aus.
Das gegnerische Team sammelt sich in einer Ecke der Bahn und harrt der Dinge die da kommen.
"Ihr seid dran!", sagt unsere Vorlegerin.
"Wieso?"
"Weil wir erst dran sind, wenn Ihr den Punkt habt!"
"Wieso, im Moment hat doch keiner nen Punkt!"
"Eben. Wir hatten aber zuletzt den Punkt!"
"Wieso, die haben wir doch weg geschossen!"
Nein, liebe Foren-Teilnehmer, ich übertreibe nicht, genau so hat es sich zugetragen!
Ich ziehe, obwohl es ehrlich nicht meine Art ist, meine Schiedsrichter-Lizenz aus der Tasche, gehe zum Gegner, halte denen das Teil unter die Nase mit den Worten: "Ich glaube, wir brauchen nicht darüber diskutieren, wer die Regeln besser kennt, oder? Ihr seid dran, weil ihr unsere letzte Kugel nicht verbessert habt. Wir sind erst wieder dran, wenn ihr den Punkt habt - bitte!"
"Was ist das denn für ein Ausweis?"
Ich will gar nicht zu weit ausschweifen, aber es nervt kolossal, sich mit Leuten auseinander setzen zu müssen, die keinen blassen Schimmer vom Regelwerk haben.
Ja mein Gott. Du weißt selbst wie umfangreich das Regelwerk ist, man kann nicht alles wissen. Als erfahrener Pètanquespieler müsstest du doch eigentlich drüberstehen. Beim nächsten Mal wissen das jetzt deine Gegenspieler.
Nur soviel, dass ich meinem Gegner sage: "Ihr könnt doch nicht hier bei einer Meisterschaft antreten, wenn ihr keinen Schimmer habt, wie die Regeln sind!"
Die Antwort: "Wieso können wir das nicht? Wo steht das?" ist korrekt. Ich gehe davon aus, dass dein Gegner vielleicht die ein oder andere Regel nicht kannte, aber das heißt ja nicht, dass sie nun gar keine Ahnung hatte.
Soll jeder vor ner Meisterschaft einen Test ablegen, oder nur wenn du dabei bist?
Leute, die sich beim Legen mit der linken Hand auf dem Knie abstützen und mit der Rechten werfen.
Wieder was dazu gelernt. Wusste ich auch nicht.
Gegner, die leer sind und nach jeder unsererseits gespielten Kugel kollektiv zum Bild marschieren um sich einen Überblick zu verschaffen, was im Einzelnen passiert ist.
Ok, das nervt mich auch.
Partien, die vier Aufnahmen dauern, weil der Gegner weder legen noch schießen kann.
Kann ich auch nicht. Kannst mir paar kostenlose Trainerstunden geben?
Oder muss ich jetzt mit dem Sport aufhören, weil mir das schon dreimal bei Landesmeisterschaften passiert ist.
Sechs gegnerische Kugeln, die innerhalb von zwei Minuten gespielt werden nerven
aber das ist doch deren Problem.
Wäre es nicht an der Zeit, Mindest-Standards zu setzen, was das Regelwerk und das Verhalten auf dem Platz angeht, bevor Leute an Meisterschaften teilnehmen dürfen?
Genau. Nur wer die Regeln alle auswendig weiß, darf mitspielen unabhängig davon wie spielstark man ist. Ich bin dabei, aber nun kommt das Problem mit den 4 Aufnahmen.
Wäre es nicht an der Zeit, endlich ein geteiltes Lizenz-System einzuführen, A- und B-Lizenz? Wobei die A-Lizenz-Spieler eine richtige Prüfung machen müssen, was die oben beschriebenen Dinge angeht?
Für die ganz schlechten noch ne C-Lizenz. Für die, die Regeln nicht kennen und ganz schlecht sind (so wie ich) ne D-Lizenz. D wie DOOF, das wäre schön.
B-Lizenzen für den Breitensport - und dann meinetwegen "Hoch die Tassen!"
Ich fühle mich diskriminiert.
Ich finde, dass das eine Zumutung ist!
Ich finde es ne Zumutung, wenn mir jemand vorschreibt was ich alles wissen muss und alles können muss. Wenn mir dann noch einen Ausweis unter die Nase halten würde, das wär für mich ne Zumutung.
Viele Grüße von einem genervten Christoph "aus dem Internet"
Vielen Grüsse von einem Anfänger mit dickem Hals
Krysztoff
12.11.2007, 10:55
das ist ein lustuger beitrag.aber hat denn nicht jeder mal so ähnlich angefangen?
für mich völlig unverständlich ist die tatsache, das ein schiedsrichter so etwas hier schreibt. ich würde mich als "anfänger" auf einem bouleturnier erst einmal erkundigen wie der schiedsrichter heisst. nicht das es der herr roderig ist, und mich aufgrund meiner regelunkenntnis, mittels seines ausweises, aus dem turnier verbannt. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/zunge.gif
Vielleicht könnte man ja wirklich mal ein Merkblatt als PDF-Datei zum Download bereitstellen, in dem die häufigsten Anfänger-Fehler beschrieben werden!
Dabei hat für mich den absoluten Platz 1 folgender Hinweis:
Wenn eine Mannschaft keine Kugeln mehr hat, hat sie in der noch laufenden Aufnahme nichts mehr mit dem Geschehen auf dem Platz zu tun. Solange bis auch die andere Mannschaft alle Kugeln gespielt hat, wartet das "leere" Team ruhig im Hintergrund.
Platz 2:
Wenn ein gegnerischer Spieler im Kreis steht, platziere ich mich nach Möglichkeit außerhalb seines Wahrnehmungs-Radius.
Platz 3:
Wenn ich wissen will, wieviele Kugeln das gegnerische Team noch hat, zähle ich einfach alle gespielten und diejenigen, die mein Team noch hat, das Ergebnis subtrahiere ich von 12 - fertig!
Mir fehlt im Moment die Zeit diese Liste fortzuführen, vielleicht fällt dem einen oder anderen Nicht-Anfänger ohne dickem Hals noch was ein!
Viele Grüße,
Christoph
Platz 4:
Grundsätzlich ist, nachdem alle Kugeln gespielt sind, nichts "klar"! Nimm niemals eine Kugel aus dem Bild mit den Worten "Die ist klar!", wenn Du Dir darüber nicht im Vorfeld mit dem Gegner einig warst.
Platz 5:
Gib Deinem Gegner niemals Tipps: "Ich würde an Eurer Stelle schießen!" - auch nicht im Nachhinein "Wieso habt Ihr nicht geschossen!"
Platz 6:
Heb niemals gegnerische Kugeln auf, außer der Besitzer der Kugeln bittet Dich darum, oder Du hast vorher gefragt, weil Du sie Dir mal ansehen möchtest.
hallo zoffel,
aber sieht das Regelwerk nicht genau das vor? Wenn man gegen die Regeln verstößt (Absicht oder Unkenntnis spielt da keine Rolle) dann kann man aus dem Turnier verbannt werden. Auf DMs greifen die Schiris härter durch, wenn auch etwas taktlos und uneinig, so ist ein Trend doch zu erkennen. Wenn nun bundesweit hoffentlich irgendwann einmal alle Schiris gleich durchgreifen, so würde sich zeigen, dass viele selbst der besseren Spieler sich dann wohl oder übel mal langsam ans Regelwerk halten müssten, wenn sie selbst sich nicht laufend von Kugeln oder sogar Partien verabschieden wollen (so geschehen in Berlin) am ersten Tag. Beim Finaltag waren die Schiris aber erheblich toleranter. Willkür oder Uneinigkeit? Irgendwann werden sie den Stellenwert wie in Frankreich erzielen, da wird jeder Verein wissen, was bei welchem Verstoß wie geahndet wird und dann werden die Vereine schon selbst dafür sorgen, dass die Lizenznehmer auch ein Regelheft lesen. Allerdings wird das sicher noch einige Zeit dauern.
Grüße
Hallo Bouler,
ich glaube, der Titel dieses Threads könnte ganz einfach entschlüsselt werden:
Boule ist ohne, Pétanque ist mit Schiedsrichter.
Vielleicht bekommt man das ganze Anfänger-Geknicker (inkl. Alk und Zigos - auch bei den "Besseren") bei Meisterschaften in den Griff, wenn dort grundsätzlich offizielle Schiedsrichter zum Einsatz kommen, die man auf entsprechende Regelverstöße hinweisen kann - und die dann auch Konsequenzen ziehen.
Ich habe das als Schiri erlebt, dass ich bei einem Liga-Spieltag einen Spieler der beim Schießen immer aus dem Kreis fiel verwarnt habe - und der dachte, ich will ihn veräppeln. Der hat das gar nicht ernst genommen, nach dem Motto: "Was hast Du denn als Aussenstehender hier mit unserem Spiel zu tun?"
http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
Auf irgendwelchen Spaß-Turnieren bin ich der toleranteste Gegner den man haben kann. Auf Wunsch erteile ich auch gerne eine kleine Regelkunde. Da macht es mir auch nichts aus, wenn mein Gegner sich mit der einen Hand die Jacke zuhält und mit der Anderen durch die Gegend schmeißt...
Aber offizielle Turniere vielleicht ab sofort nur noch, wenn ein Schiedsrichter anwesend ist!
Viele Grüße,
Christoph
Platz 7:
Belehrungen von "Profis" oder die es werden wollen
Platz 8:
Ausweiszücker. Hey ich bin geprüfter Schieri , ich weiß alles und du hast keine Ahnung.
Platz 9:
Wann eine Kugel "aus" ist wird vor der Partie geklärt. Kicke niemals während der Partie eine Kugel mit dem lapidaren Hinweis weg: "Die war aus!"
Platz 10:
Offenkundige Freude über fehl gelaufenen Aktionen des Gegners entsprechen nicht dem sportlichen Anspruch des Pétanque.
Platz 11:
Das "letzte Loch" das zugemacht werden darf ist jenes, das von der letzten Kugel insgesamt verursacht wurde - und nicht das, das Dein Mitspieler oder Du selber mit seiner oder Deiner letzten Kugel verursacht hast.
Platz 12:
Wird die Position der Zielkugel während einer Aufnahme wesentlich verändert, klärt die Frage: "Spielen wir die noch?" nicht Dein Team oder das gegnerische, sondern das Regelwerk. Es gibt grundsätzlich 7 Gründe, warum eine Zielkugel ungültig sein kann.
@ Boulie: Anfänger mit Schiri-Lizenz gibt's nicht... *http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/heilig.gif
Boule ist ohne, Pétanque ist mit Schiedsrichter.
Dann habe ich an einigen RL-Turnieren teilgenommen, wo nur Boule gespielt wurde. Oder hatten sich die Schieris versteckt.
Vielleicht bekommt man das ganze Anfänger-Geknicker (inkl. Alk und Zigos - auch bei den "Besseren") bei Meisterschaften in den Griff, wenn dort grundsätzlich offizielle Schiedsrichter zum Einsatz kommen, die man auf entsprechende Regelverstöße hinweisen kann - und die dann auch Konsequenzen ziehen.
Das möchte ich mir verbitten. Ich spiele gern mit meinem "Geknitter" gegen Gute bei Meisterschaften. Da kann ich was lernen. Nicht alle Anfänger saufen und qualmen ,Herr Roderig.
Ich bin allerdings auch für offizielle Schiedsrichter.
Voll-Idioten mit Schiri-Lizenz gibt's allerdings genug!
Ätsch - Erster!
http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
Sag mal Boulie, Deine Anfrage bzgl. Training bediene ich ernsthaft gerne. Ich bin mir sicher, so Du denn tatsächlich Anfänger mit höheren Zielen bist, dass ich Dir einiges vermitteln könnte. Das können wir aber besser per email klären...
Platz 7:
Belehrungen von "Profis" oder die es werden wollen
Platz 8:
Ausweiszücker. Hey ich bin geprüfter Schieri , ich weiß alles und du hast keine Ahnung.
Dies sind eigentlich Platz 1 und 2 der Profi-Fehler.
Ich möchte es aber dabei belassen weil ich tolerant bin. Wie gesagt, ich spiele gern mit, weiß die meisten Regeln und wenn mir ein Profi vernünftig was zu sagen hat, dann hör ich mir das an und merke mir das.
Wenn aber gleich ein Ausweis zückt, kommt die Geschichte mit dem Hals oder ich denk an dich.
Sag mal Boulie, Deine Anfrage bzgl. Training bediene ich ernsthaft gerne. Ich bin mir sicher, so Du denn tatsächlich Anfänger mit höheren Zielen bist, dass ich Dir einiges vermitteln könnte. Das können wir aber besser per email klären...
Das muss ich mir stark überlegen, weil ich jetzt mit starken Boulekomplexen behaftet bin.
Meiner Einschätzung nach spiele ich weder Boule noch Pètanque. Es ist mehr ne Mischung daraus, ich nenns mal "Boultank". http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wow.gif
Neben dem Schauplatz: Boulzank trifft das manches Mal eher http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/zunge.gif
Und ich dachte immer Boule ist der allgemeine Begriff für Kugelsportarten, darunter Petanque, Lyonaise und Boccia...
Grüße
Im Winter trainiert mein Verein KfK Münster an jedem 1. Montag im Monat in unserer Boulehalle mit dem NRW-Landestrainer Stefan Eisenhut. Ich lade Dich gerne ein, dort mal teilzunehmen - je nach dem wo Du herkommst kann sich das lohnen (von der Anreise her, meine ich).
Dort reichen die Teilnehmer auch von "Frischling" bis "alter Hase" - und tauschen sich rege untereinander aus. Da gibt's zwischendurch auch die kleine Regelkunde, inklusive der Regeln, die nicht im entsprechenden Werk zu finden sind... (siehe Auszugsweise weiter oben)
@bouler:
Ne der Christoph weiß das besser.
Boulezank ist auch ein schönes Wort. Kommt leider auch öfters vor. *http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/kiff.gif
@Roderig
Wenn ich mal in der Nähe bin, nehme ich gern das Angebot an.
Ich glaube zumindest in Deutschland hat es sich durchgesetzt mit Boule annähernd dasselbe zu meinen wie mit Pétanque.
Wenn hier ein Verein für ein Boule-Turnier wirbt, dann heißt das ja nicht, dass auf den Bahnen 14-18 mit Anlauf gespielt wird und auf den Bahnen 20 und 21 mit großen Holzkugeln...
Aber wir können ja hier für uns festlegen, dass wir mit Boule Pétanque mit Anorak zuhalten meinen...
http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrins.gif
geiler thread http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/prost.gif
Und ich dachte immer, der Unterschied zwischen Boule und Pétanque ist der, wie Federball und Badminton.
ACH DU SCH..... http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/omg.gif
also christoph was du hier ablässt zeugt nicht gerade von sportlichem verhalten, ich finde es nur peinlich, diskriminierend und unverschämt!
alle spieler die nrw-meisterschaften spielen brauchen lizenzen, damit zahlen sie auch beiträge an den dpv. der dpv, wie du sicher weisst freut sich über jeden lizenz-spieler und das was du hier von dir gibst ist total kontraproduktiv!
der sport soll vorangebracht und bekannt werden und hierzu zählt auch das mitglieder werben und nicht abschrecken.
und mit der aufklärung von anfängern hätten die deutschen schiris wenigstens mal eine sinnvolle aufgabe und würden sich nicht andauernd ungefragt wegen nichtigkeiten in spiele einmischen! was in frankreich übrigens auch nicht üblich ist!!!! dort werden die meisten schiris respektiert und akzeptiert weil sie nicht da sind um macht auszuüben. ich habe das gefühl das wir nur schiris haben die im "wahren" leben nichts zu sagen haben und sich aufm platz beweisen müssen, und genau so kommst auch du hier rüber!!!
ich könnte noch ewig weiter schreiben, aber wenn ich höre das du jemanden trainieren willst, sehe ich das es mit dem pétanque-sport niemals was wird!http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/kotz.gif
Leuchtenburg
12.11.2007, 17:19
"Probleme bereiteten meinen Blicken die vielfachen Regelverstöße, die etwa ein Viertel aller Spieler so regelmäßig begehen, dass man längst nicht mehr von Versehen oder Zufall sprechen kann, sondern nur von Absicht und Unkenntnis des Regelwerks.
...Falsche Positionierung, wenn der Gegner spielt. Ständiges Übertreten. 'Herausfallen' aus dem Kreis, bevor die gespielte Kugel Bodenberührung hat. Willkürliches Platzieren des Kreises. Nichteinhaltung der Einminutenregel...
Dies sind nur einige aufgeführte Punkte, bei denen kontinuierlich gegen das Reglement verstoßen wurde."
Quelle: Zusammenfassung DPB-Quali 2007 von Alex Bauer
Ich war dabei und kann es nur bestätigen.
@ Roederig
Ich habe schon von Spielern gehört die auch mit einer Häufung solcher Situationen souverän umgegangen sind.
Nein, natürlich gehört es nicht zu Deiner Art deinen Schiri-Ausweis zu zücken!
Nur in diesem extrem dreisten Fall ging es natürlich nicht anders.
Es war sozusagen die einzige Möglichkeit diese unwissenden tumben Anfänger in die Schranken zu weisen.
Und weil wir gerade so schön in Fahrt sind erklären wir hier jedem, der sich äußert, gleich noch alle anderen Todsünden.
Diese Art bringt die Boule-Petanqegemeinde bestimmt ganz schnell auf die richtige Spur!
Allerdings sollte man dann auch einen Eignungstest für Schiedsrichter einführen.
Das würde uns dann auch vor Schiedsrichtern schützen die ihre Profilneurosen an Spielern abarbeiten. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/s84.gif
Dafür gibt es nämlich unter anderem erfahrene Therapeuten. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
Ich beziehe das übrigens nicht auf jeden Schiedsrichter!!!!!!!!
Tja, ganz offensichtlich treffen auch in solchen Diskussionen Welten aufeinander, wenn es um Einschätzungen geht, was das Pétanque als Sport ausmacht.
Ich denke, es ist zunächst einmal in der Verantwortung der Vereine, neuen Mitgliedern, Anfängern, die Grundlagen des Sports und zumindest rudimentär das Regelwerk nahe zu bringen.
Wie wir in dem Beitrag von Leuchtenburg sehen, gilt auch hier "Was Mäxchen nicht lernt, lernt Max nimmermehr!" - denn bei einer Qualifikation zur DPB kann man sicher nicht mehr von Anfängern sprechen.
Liebe®? Lolly.
Ich stehe dazu, dass ich solche Umstände auf einer Meisterschaft, wie ich sie Eingangs beschreibe, rundherum ablehne. Das macht keinen Spaß, das hat nichts mit Pétanque zu tun - das nervt (nochmal) kolossal!
Die Idee, dass Schiedsrichter offensichtliche Anfänger bei einer Veranstaltung mal zwischen zwei Partien dezent an die Seite nehmen um denen kurz die Basics zu vermitteln, finde ich gut.
Einigermaßen irritiert bin ich über Deine umfangreichen Kenntnisse meiner Person. Leider bist Du ja hier anonym unterwegs, mich würde aber trotzdem interessieren, warum meine Einweisung in bestimmte Spieltechniken bei Anfängern zum Ende des deutschen Pétanque führen würde?
Deine Einschätzung "dass wir nur schiris haben die im "wahren" leben nichts zu sagen haben" finde ich sehr pauschal - und ungerecht zumindest gegenüber einigen ausgezeichneten Schiedsrichtern in Deutschland - insbesondere solchen mit internationaler Lizenz.
Ich wollte jedenfalls nur beschreiben, was mich bei einer Meisterschaft auf die Palme treibt: Betreutes Boulen.
Dass so eine Knicker-Fraktion einfach mal ne Kugel in ein Bild schmeißt und sich auf ein hoffentlich positives Ergebnis freut, damit komme ich gerade noch zurecht. Aber diese Nerv tötende Beratungs-Resistenz im Zusammenhang mit dem Regelwerk im Besonderen und sportlichem Verhalten im Allgemeinen, das sind Erfahrungen, die ich nicht brauche.
Meine Schiri-Lizenz hatte ich gezückt um der Frage: "Woher willst Du das denn wissen?" vorzugreifen - mach ich auch nie wieder...
@Lolly:
Indem wir jeden Bewegungs-Legastheniker auf Gedeih und Verderb mit ins Rennen um eigentlich seriöse Titel schicken, bringen wir das Pétanque in Deutschland jedenfalls nicht ins Fernsehen. Höchstens bei der versteckten Kamera, oder so...
@Theo:
Der Tipp kam ja von meinem Therapeuten, dass ich Schiedsrichter beim deutschen Pétanque werden soll. Seitdem habe ich andere Sachen total gut im Griff.
@ Roederig
Das mit dem Therapeuten war gar nicht auf Dich bezogen.
Eigentlich war er z.B. für Frau P.:ansage: aus NRW
Man sollte vielleicht doch den einen oder anderen Reiter beim Namen nennen um Mißverständnisse zu vermeiden
Krysztoff
12.11.2007, 19:44
@roderig: so weit ich weiss, geht es z.b. auf wm-ebene ausschließlich um betreutes boulen! ist dir vielleicht entgangen. naja, kann ja jedem mal passieren!
@allgemeinheit: spielt boule/petanque mit respekt und leidenschaft, so macht´s am meisten spass. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/thumb.gif
So, ich habe meine Lizenz verbrannt und suche mir einen neuen Sport. Hoffentlich werde ich, was auch immer ich anfangen werde, nicht so von oben herab angesehen.
Hoffentlich verstößt Lizenzen verbrennen nicht gegen irgendeine Regel http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/heilig.gif
Hallo ersteinmal...
Ich lese hier nun schon seit einiger Zeit fleißeig die meisten Beiträge die hier so geschrieben werden und bei diesem muss ich doch (endlich) auch mal meinen Senf dazu geben http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
Ich geb Christoph in allen Punkten zu diesem Thema recht!!! Die von ihm beschriebenen Situationen nerven eindeutig... Ich mein, wer von uns hat sich nicht schon selbst über Gegner geärgert, die zu 2/3 Richtung Sau stürmen um die "neue" Situation zu begutachten und teilweise anfangen zu messen! obwohl sie keine Kugeln mehr zu spielen haben, während man noch im Kreis hockt/steht und die nächste Kugel hinterherwerfen will, weil man nen halben Meter Platz hat?! Dabei ist es meiner Meinung nach egal, ob man Anfänger, ambitionierter Spieler oder gar Spitzenspieler ist. Ich denke,es würde jeden nerven...
Ganz beliebter "Anfängerfehler" ist auch folgender:
Auf Bahn 2 steht ein Tireur im Kreis, konzentriert sich auf den anstehenden (evtl. Spielentscheidenden) Schuss. Auf Bahn 3 spielt eine Mannschaft mit "Anfängern"(Team A) gegen "Fortgeschrittene" (Team B). Team B bemerkt dies natürlich sofort, geht einen Schritt Richtung Bahn 4 und bleibt ruhig stehen um den Tireur auf Bahn 2 nicht zu stören. Team A hingegen fragt sich eventuell noch kurz warum ihre Gegner denn wie erstarrt stehen bleiben, denkt sich aber nichts dabei und läuft weiter die Bahn auf und ab. Der Tireur auf Bahn 2 fühlt sich dadurch gestört, bricht seinen Schuss ab und bittet Team A höflich kurz stehen zu bleiben, da sie ihn bei seinem anstehenden Schuss stören. Oft genug hab ich dann die Antwort gehört "Das ist unsere Bahn, da können wir hin- und herlaufen wie wir wollen. Wir haben hier schließlich unser eigenes Spiel"... Das ist zum Glück die Ausnahme, in den meisten fällen verstehen sie dann nach einer kurzen Aufklärung die Problematik und stellen sich ruhig zu Team B. So weit, so gut...
Doch leider in ca. 80 % der Fälle hat Team A das gelernte 5 min. später schon wieder vergessen und fragt sich warum denn Team B auf einmal wieder so bewegungslos rumsteht... http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/s84.gif
Es gibt sicherlich noch ein halbes Dutzend weiterer Beispiele für nerviges Verhalten. Die meisten Situationen, wie z.B. die oben beschriebene würden sich jedoch leider nicht in Luft auflösen, wenn wir nur Regelfeste PETANAQUEspieler in Deutschland hätten... Die ein oder andere von Christoph beschriebene jedoch schon!
Jedoch hat jeder von uns andere Ansprüche wenn er z.B. zu einer Hallenmeisterschaftsquali fährt.
Ich finde es legitim, wenn Hobbyspieler, die vielleicht 4-5 Turniere im Jahr spielen die Regeln nicht kennen. Jedoch müssten sie sich auch dann belehren lassen wenn sie andere unabsichtlichstören und sich der Tips annehmen...
Über die Berechtigung solcher Spieler an einer Meisterschaft teilnehmen zu dürfen brauchen wir meiner Meinung nach nicht zu dikutieren. Sie zahlen Ihre Lizenz und sollen auch weiterhin gerne an Qualifikationen teilnehmen!! Wir haben ja schließlich alle mal "klein" angefangen und die selben Fehler gemacht( und draus gelernt)! ;-)
Vielleicht sollte sich jeder, der nicht besonders Regelfest ist, einmal in Diese reinschnuppern...
Damit würde man auch vermeiden, unerwartet einen Schiedsrichterausweis unter der Nase zu haben http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/zunge.gif
Schöne Gruße
Marco S.
"Lizenz verbrennen" ist insofern fraglich, als dass diese dem DPV gehört...
Und fremdes Eigentum in Flammen aufgehen zu lassen war schon im alten Rom verpönt.
Also Bouli, hast Du dabei wenigsten Stil echt zur Laute gespielt, oder wenigstens auf dem Kamm geblasen?!? Oder gesummt...?
Bester Bouli, das Thema dieses Threads richtet sich doch nicht an oder gegen Leute, die gerne in ihrer Freizeit versuchen, so nah wie möglich mit einer Eisenkugel an ein kleine Holzkugel zu kommen. Und im Zweifel sogar so verwegen sind, ihre Eisenkugel so feste Richtung gegnerischer Eisenkugeln zu werfen, dass diese weg fliegen.
Es geht nur um solche Protagonisten, die das Beschriebene mit Pétanque verwechseln und Sportlern auf Meisterschaften chancenlos damit auf die Nerven gehen!
http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/heilig.gif
Piep, piep, piep... usw...
ich darf nochmal auf den Untertitel dieses Threads verweisen: Welten treffen aufeinander! http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/s84.gif
Es ist beeindruckend zu lesen, welche Selbstverständlichkeiten aus anderen Sportarten beim Boule in Frage gestellt oder ignoriert werden. Wenn selbst für offizielle Turniere Grundkenntnisse der Regeln abglehnt werden, sind wir weit davon entfernt als Sport ernstgenommen zu werden und sollten schleunigst aus den Landessportverbänden austreten.
Ich versuche mir gerade die Reaktionen vorzustellen, wenn sich im Fussball eine Mannschaft bei einem gegnerischen Elfmeter geschlossen in das Tor stellt und auf entsprechende Hinweise fragt: Wer sagt, daß wir das nicht dürfen?
Noch viel Spaß beim Eisenkugeln in die Gegend werfen wünscht
Rainer
@ Roderig
Ich glaube die Teilnehmer hier verstehen sehr genau worum es Dir geht!
Es hat ja auch keiner gesagt das es solche Situationen nicht oft gibt.
@ Marco S
Es liegen Welten zwischen Tipps geben u. belehren.
Und am Ende gilt "Der Ton macht die Musik".
Als Belehrung war mein Beitrag sicher nicht gemeint...
Ich kann nur für mich sprechen, aber wenn ich einen Sport betreiben und die Regeln nicht kenne, würde ich mich selbst nicht besonders wohl fühlen... http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/s84.gif
Das ist ja mal ein nette Diskussion...
Wie letzten schon von mir gefordert, Lizenzpflicht auf Turnieren einführen spiegelt sich ja hier wieder. Nichts desto trotz möchte ich hier für die Anfänger in die Bresche springen.
Ich finde es nicht schlimm gegen Anfänger zu spielen, die nicht genau wissen wo sie stehen müssen, aufgeregt zum Kugelbild laufen oder nicht sicher bei den Regeln sind. Gerade wenn es dann Probleme gibt, sollte der Schiedsrichter gerufen werden um die Situatiton zu klären. Bei Petanque ist es schließlich anders als beim Fußball wo der Schiedsrichter das Spiel leitet.
Natürlich lieber Marco ist es nervig, wenn einem Spieler ins Bild laufen, aber sollten wir nicht "Profi" genug sein um nach jeder gespielten Kugel aus der Hocke aufzustehen und zum letzten Dornee zu gehen und dieses zu schließen. Egal ob das Spiel dann in vier Aufnahmen zu Ende ist oder nicht. Nur so kann man doch Anfänger zeigen wie man Petanque spielt und was dann der Unterschied zum Boule ist. Und es ist nichts peinlicher, als gegen eine Anfängerequipe, zwar gewonnen zu haben, aber durch lockeres gespiele zu viele Punkte abgegeben zu haben und damit zumindestens noch die Chance bestanden hat, das Spiel zu verlieren.
Schlimmer ist doch viel mehr, was ich letztes Wochenende fast wieder erlebt habe und was der gute Nico Kirchhof immer gesagt hat. "Das es bei keiner anderen Sportart möglich ist, dass ein "Profi" gegen einen "Anfänger" verlieren kann." Das macht unseren Sport oft sehr unglaubwürdig. Nichts desto trotz habe ich in den letzten Jahren gelernt, das so eine Ausnahme höchstens mal in 1 von 10 Spielen vorkommen kann, aber wann spielt man schon 10 Spiele hintereinander gegen eine Equipe. Dann gibt es ja noch das perfekte Spiel und das kann auch mal ein Anfänger hinkriegen, wenn jeder Schrabschuß trifft und dieser auch noch liegen bleibt. Aber gerade dann sollte eine gute Mannschaft wissen, was man ändern muß. Aber ich schweife vom Thema ab.... Aber irgendwie passte das gerade.
Lizenzpflicht für Turnier muß Pflicht werden in Deutschland, damit fangen wir an. Ein A und B Lizenz kann ich mir vorstellen, aber was soll das bringen?? Wie in Frankreich muß der A Lizenzinhaber dem B Lizenzinhaber Punkte vorgeben? Aber Lizenzspieler von Turnier ausschließen, nur weil sie wenig Erfahrungen oder Regelunsicher sind, ist nicht der richtige Weg. Sondern viel mehr die Toleranz, die sowohl der "Anfänger" als auch der "Profi" seinen Gegnern entgegenbringen muß. Dann heißt es mit Anstand gewinnen ohne den anderen bloß zu stellen, bzw. mit Anstand verlieren ohne später von Glück oder Pech zu sprechen.
Zu Dir lieber Chrisoph, ich weiß wie schlimm das Spiel für Dich gewesen sein muß, aber nimm es das nächste mal nicht zu ernst, spiele Dein Spiel, gewinne und weise deine Gegnern vielleicht nach dem Spiel nochmal auf ihre Fehler hin, denn wenn Du durch gutes Spiel gewonnen hast, werden sie Dir nach dem Spiel Respekt zollen und vielleicht sogar von sich aus nach Deiner Meinung fragen.
Das mit der Lizenz geht schon in Ordnung, hab mir die auch schon mal gewünscht ;-)
"Lizenz verbrennen" ist insofern fraglich, als dass diese dem DPV gehört...Ich schick dir die Asche zu, du kannst sie dann weiterleiten.
Also Bouli, hast Du dabei wenigsten Stil echt zur Laute gespielt, oder wenigstens auf dem Kamm geblasen?!? Oder gesummt...?
Weder das eine noch das andere. Das einzige Musikinstrument dass ich spielen kann ist das, wo POWER draufsteht.
Bester Bouli, das Thema dieses Threads richtet sich doch nicht an oder gegen Leute, die gerne in ihrer Freizeit versuchen, so nah wie möglich mit einer Eisenkugel an ein kleine Holzkugel zu kommen.
So? Das Thema richtet sich aber u.a. gegen Spieler die schon nach 4 Aufnahmen gegen dich verlieren. Sollten wir mal gegeneinander spielen, werde ich mich anstrengen mindestens 5 Aufnahmen zu erreichen.
Piep, piep, piep... usw... Vorsicht, dein Niveau sinkt.
Dem Beitrag von Qball kann ich nur zustimmen.
@ marco
Hier die Stelle auf die ich mich beziehe
Jedoch müssten sie sich auch dann belehren lassen wenn sie andere unabsichtlichstören und sich der Tips annehmen...
@ DJQball: Hallo erstmal...
Ich persönlich finde es auch nicht besonders schlimm, wenn der gegner zum bild läuft um es sich anzuschauen, wenn er keine Kugeln mehr hat, sondern hab Christophs Beitrag nur kurz aufgegriffen. Und es stört mich auch nicht so sehr, wenn auf der Nebenbahn hin und her gelaufen wird. Es gibt aber doch genug Experten, die 3 oder 4 Mal aus´m Kreis gehen bis sie sich endlich in der Lage sehen zu schiessen^^
Ich hab nur kein Verständnis dafür, dass wenn man seine Gegner freundlich darum bittet etwas darauf zu achten und Ihnen sogar die Regeln erklärt, sie es bei der nächsten Situation schon wieder vergessen haben.
Ich denke auch nicht, dass die Fußballmannschaft sich beim 2. Elfmeter wieder zu 11. ins Tor gestellt hätte, wenns der Schiri beim 1. schon untersagt hätte...
@ marco
Hört sich doch schon viel freundlicher an!!!
Ich hab nur kein Verständnis dafür, dass wenn man seine Gegner freundlich darum bittet etwas darauf zu achten und Ihnen sogar die Regeln erklärt, sie es bei der nächsten Situation schon wieder vergessen haben.
Ist es am Ende doch eine Welt?
@ Theo:
Mit meinem Beitrag wollte ich niemanden belehren, sondern nur betonen, dass unerfahrene Spieler auch mal Tips bzw. Hinweise annehmen sollten. Hätte Christophs Gegner seine Anliegen sofort eingesehen, und ihm als "erfahrenem Spieler" geglaubt, gäb es einen Thread weniger und eine Lizenz mehr...;-)
@ marco
Ich hatte kein Problem das Anliegen zu verstehen.
Allein die Art u. Weise haben mich gestört!
Wie gesagt Ton u. Musik
Gruß Theo
Im Endeffekt geht es doch darum, dass die Anfänger allein durch zusehen lernen wie der Sport funktioniert und wie man sich auf dem Platz verhält.
Wie hat es uns der liebe Daniel Vosin noch so schön eingebläut, schütz deinen Partner vor wild um herlaufenden Gegnern(Protection), das kann Dir auch auf einer WM passieren. Und wenn der Gegner massiv stört, dann hole den Schiedsrichter, doch dafür brauchen wir in Deutschland Lizenzpflicht, sonst bringt das nicht viel.
Wichtig ist doch, dass "wir" die den Sport verstanden haben, denen die es noch nicht gemerkt haben vorleben wie man sich verhält um akzeptiert zu werden. Das wir immer freundlich zu unseren Gegner sind, auch wenn sie uns besiegen und sich auch beim nächsten Treffen freundlich begrüßen und ihnen zeigen das sie das letzte mal die "1 von 10 Ausnahme" geschafft haben. *:-) Wir bringen unseren Sport bestimmt nicht weiter nach vorne wenn Spitzenspieler sich arrogant aufführen und sich über "schlechte" Spieler lustig machen. An die Situation in der "wir" mal die schlechteren waren kann ich mich noch gut erinnern. Doch die Zeiten ändern sich, als ich noch ein blutiger Anfänger war gab es damals auch schon viele Boulegötter, doch die sind bis heute größtenteils auf der Strecke geblieben. Und die Anfänger von heute können auch die Profis von Morgen werden, wer weiß!? Aber dafür brachen sie die "Profis" die ihnen zeigen wie man spielt. Man lernt nur durch eine Niederlage und nicht durch ein einfach gewonnenes Spiel.
Damit genug für heute Abend, bin gespannt auf die weiteren Antworten... Ein interessantes Thema in diesem Forum, darauf habe ich lange gewartet...
Ich denke auch nicht, dass die Fußballmannschaft sich beim 2. Elfmeter wieder zu 11. ins Tor gestellt hätte, wenns der Schiri beim 1. schon untersagt hätte...
Ich auch nicht.
Aber man kann Fußball und Pétanque, mal abgesehen vom Spiel, nicht miteinander vergleichen.
Fußball ist ein Mediensport, fast jedes Kind kennt die Regeln. Zumindest die Wichtigsten. Kein Team wird auf die Idee kommen sich mit 11 Mann beim Elfer ins Tor zu stellen.
Einzige wohl unklare Regel ist Abseits.
Beim Pétanque ist das doch sehr anders. Jeder kennt wohl die Grundregeln, aber die Details lernt man erst beim Spielen kennen. Hier kann man sich nicht via TV informieren. Na ja und nur wenige Kinder bzw. Jugendliche spielen Pétanque.
boshendal
13.11.2007, 00:37
@Roderig
4 Seiten an einem Tag !
Ich hab doch gleich gesagt: guter Beitrag !
klappstuhl
13.11.2007, 01:03
Hallo boshendal.
Recht hast Du. Gibt auch mal ein bißchen Leben im Forum.
Gruß Harald
boshendal
13.11.2007, 01:25
Aus dem Schachsport kenne ich solche Probleme eher nicht.
Die Frage, wer ist dran und welcher Zug ist erlaubt ist geklärt.
Im Pétanque laut Regelwerk auch.
Wenn ich mich im Turnier einem Gegner stelle, steht der Wettkampf und nicht die Regeln oder gar deren Auslegung auf der Tagesordnung. Eine Minute gilt in Düsseldorf und in Frankfurt.
Ein Fehler beim Schach bedeutet Niederlage. Schach trotz Ansage nicht real erkannt: hahah
Der Gegner hat übrigens nur recht auf das gleiche Recht und nicht auf das gleiche Unrecht!
Im Spitzensport ist Regelkunde elementare Grundlage.
Die Definition Spitzensport dürfte derzeit zwischen DPV und Landesverbandsveranstaltungen liegen.
A+B Lizenz: guter Vorschlag
A: Regelkundekursnachweis
B: keine Vorraussetzung
zusatz
C: geprüfte Alkoholresistenz und freiwilliger verzicht auf a+B Veranstaltungen sowie öffentliches Eingeständnis, dass nur noch ein Arzt helfen kann. Somit wäre die C Lizenz die Säuferlizenz, B die Anfängerlizenz usw..
Vielleicht wäre auch noch eine Resozialisierung betroffener Bouler (oder sollen lizenzierte davon ausgeschlossen werden?) über eine Solidarfinanzierung zu erwägen ?
Saufen in der Kneipe, Boule auf dem Platz !
Leuchtenburg
13.11.2007, 04:42
Der Pétanque-SPORT kennt nur ein Regelwerk !!!
Was sollen da A, B, C, ... Z-Lizenzen ??!!
Die gängige Praxis ist doch, wer eine Lizenz bezahlt, glaubt, er ist unantastbar. Auch gegenüber einem Schiedsrichter.
Fragt mal einen Schiedsrichter, wie er zu seiner Schiri-Lizenz gekommen ist. Da mußt du richtig büffeln und eine wirkliche Prüfung bestehen.
Und warum das Ganze ?
Um dir auf dem Platz sagen zu lassen, dass du nicht Pétanque spielen kannst und Macht aus üben willst ?!
Ich glaube nach wie vor,
dass wir gut beraten sind unseren Sport für Anfänger offen zu halten und uns auch dementsprechend zu verhalten.
Sicher wäre es schön, wenn mal ein paar Spitzenspieler in der Sportschau zu sehen wären, allerdings will das im Moment noch keiner sehen.
Also bitte Basisarbeit. Habe gerade von einer Untersuchung gelesen, bei der es um den Zusammenhang von Vereinsfußballsport , Jugendlichen und Alkoholkunsum ging, mit - wie ihr euch denken könnt - desolaten Ergebnissen. Wenn ihr also tatsächlich glaubt (so wie ich auch), dass wir da Sport betreiben, dann verhalten wir uns doch auch so: sportlich.
Noch ein kleines Anliegen: Wenn ihr jemanden persönlich angreifen wollt (sei es nur Chr. Rod., Kl. Kirch. oder Alex. Bauer), dann seid so nett und schreibt vorher euren Namen in euer Profil. Da klingt die Attacke doch gleich viel substantieller.
Wir haben bei unserem Salzsaucup in diesem Jahr sehr viele Anfänger und keinen Schiedsrichter gehabt und es gab keinerlei Probleme. Schwierigkeiten machen sowieso nur die Anfänger, die schon 3-7 Jahre Boule spielen und deren sportliches Vermögen und Regelkenntnisse nicht mehr weiter entwickelbar sind.
Viele Grüße
Lutz aus Lüneburg
@ Bouli:
Dass sich keine Fußballmannschaft der Welt weder beim 1. noch beim 2. Elfer geschlossen ins Tor stellt wissen wir alle. Es war nur auch nur als krass überzogenes Beispiel gedacht. ;-)
Mit den Regeln magst du ein Stück weit Recht haben. Im Detail kennen sie die meisten Schiedsrichter selbst nicht einmal. Ich hab`s schon oft genug erlebt, dass 2 Schiedsrichter zu einem Sachverhalt unterschiedliche Meinungen hatten.
Andererseits ist die Frage, wie gut sollte man die Regeln denn kennen wenn man beispielsweise auf eine Quali fährt? Ich persönlich denke, wenn man sie sich 2 Mal durchgelesen hat bleibt in der Regel genug hängen um sich min. 90% der sich stellenden Probleme/Fragen selbst zu beantworten.
Liebe Gemeinde,
der nicht nur von mir hoch geschätzte DPV- und FIPJP-Schiedsrichter Patric Le Bars hat den Grund für seine Entscheidung Schiedsrichter zu werden mit fünf Worten auf den Punkt gebracht: „Weil ich dieses Spiel liebe!“
Kein persönlicher Macht-Mangel, keine Profil-Neurose – einfach die Leidenschaft für dieses Spiel, das viel mehr ist als ein Wettkampf um Punkte.
Vor Jahren wurde ein Aspekt auf den Punkt gebracht, der Pétanque auch ausmacht. In einem Fernsehinterview hieß es: „Pétanque ist eine schöner und sehr spannender Sport. Man lernt auf den vielen Turnieren in Deutschland Leute kennen, die man noch nicht kannte. Vor allen Dingen aber lernt man Leute kennen, von denen man dachte, dass man sie bereits kennt!“
Die folgenden Zeilen haben vielleicht nicht so viel mit dem Thema dieses Threads zu tun, aber ich möchte mal kurz versuchen „mein Pétanque“ zu erklären.
Wenn ich über die Zeit nachdenke, in der ich jetzt Pétanque spiele (das sind knapp 15 Jahre) dann fallen mir hunderte Sachen ein, Augenblicke und Erlebnisse, die ich auch heute noch auf die Sekunde beschreiben kann.
Einzelne Kugeln, die gespielt wurden – und die Atem beraubend waren.
Der spektakulärste Schuß den ich jemals gesehen habe. Frankreich gegen Spanien bei einer Weltmeisterschaft. Es steht 12:9 für Spanien, Entfernung etwas über 9 m. Die Spanier haben mit ihrer letzten Kugel die Sau gezogen, es liegen vier Punkte für Spanien, die beste Kugel rund 10 cm hinter der Sau. Vier Kugeln der Franzosen liegen dicht beieinander einen guten halben Meter vor der Sau. Die letzte Kugel kommt von Didier Choupey. Er redet kurz mit seinem Team, geht in den Kreis – und schießt ein Retro auf die Punkt-Kugel mit dem er die Sau wieder nach hinten zu den französischen Kugeln zieht. 12:13 für Frankreich.
Wieder Didier Choupey, EuroCup-Vorrunde in und gegen Hannover. Im Doublette liegen die Hannoveraner vorne, haben sämtliche Kugeln von Choupeys Vorleger geschossen – allerdings keine ins Aus. Choupey schießt mit seiner letzten Kugel die Sau – allgemein herrscht die Meinung, dass er damit ein Sechserpäckchen verhindern will, dass die Hannoveraner dadurch nur zwei Punkte machen sollen. Aber die Sau geht nicht ins Aus, sondern bleibt mitten in den geschossenen Kugeln der Franzosen, kurz vor der Auslinie liegen. Vier Punkte für Choupey, die Hannoveraner legen eine Kugel viel zu kurz, die andere ins Aus – Choupey gewinnt. Hat er die Sau absichtlich genau dort hin geschossen – oder war das Glück/Pech, wie auch immer?
Ich denke an François Hermond, EuroCup-Endrunde in der Halle in Rastatt. In einer Partie gegen Quintais/Suchaud schießt er sieben Mal hintereinander die Sau gegen Schluß! Das war eine Atmosphäre in der Halle, die man nicht beschreiben kann. Totenstille wenn Hermond in den Kreis ging. Schuß, Treffer, Sau im Aus – die ganze Halle ein einziger brausender Beifall.
Ich denke an eine Situation auf Reunion im Indischen Ozean. Wir hatten ein Supermélee gespielt, in einem Bergdorf. Philippe Quintais, Philippe Suchaud, Daniel Voison und Pascal Millei waren mit von der Partie. Millei hatte ein Spiel verloren und war stinksauer. Er war so sauer, dass er im Anschluß seinen Gegnern nicht die Hand gegeben hatte. Am nächsten Morgen kam er runter in die Halle des Hotels, wo Quintais, Suchaud und Voison beim Karten spielen saßen. Sein Gruß wurde nicht erwidert – eisiges Schweigen. Nach einem kurzen Moment sagte Quintais zu ihm: „Du nimmst Dir jetzt ein Taxi, fährst in das Dorf, suchst den Bauern gegen den Du gestern verloren hast und entschuldigst Dich bei ihm. Ansonsten reden wir kein Wort mehr mit Dir!“ Millei machte sich auf den Weg.
Ich denke an einen Grand Prix in Zürich – Doublette. Das DPV-Team hatte am Vortag Triplette gespielt, am zweiten Tag teilten wir uns in drei Doublette-Mannschaften auf. Robert Haag trat mit Daniel Voison an. Die beiden hatten die ersten zwei Partiene einigermaßen locker gewonnen, Daniel hatte seinen Spaß. Zum dritten Spiel traten sie gegen zwei holländische Espoirs an, die bis dahin zwei Fannys verteilt hatten. Zur Begrüßung sagte einer der Jungen: „Na, hoffentlich dauert das Spiel für den Opa nicht so lange!“ Er meinte Daniel, den er offensichtlich nicht kannte. 21 Voisinsche SurPlace später hatten dann die Jungs ihre Fany auf dem Kerbholz. Daniel Voisin, französischer Meister Tét, Doublette und Triplette in ein und demselben Jahr, ein nie wieder erreichter Rekord.
Ich denke aber auch an die großen Augen eines kleinen Jungen am Flughafen von Mauritius. Er gehörte zu der Delegation des örtlichen Pétanque-Clubs, die uns Europäer dort abholte. Bei meinem Anblick versteckte er sich hinter seinem Opa, so einen langen, weißen, hässlichen Mann hatte er wohl noch nie gesehen! Der zahnlose Großvater lächelte mich an und entschuldigte sich für seinen schüchternen Enkel.
Ich denke an den Opa im Washington Square Park in New York, der Jimi Hendrix gekannt hat. Er war sich sicher, „wenn Jimi Boule gespielt hätte, hätte er nicht soviel Scheiße gebaut!“
Ich denke an William van de Biest, der in Den Haag nach einer verlorenen Partie 3 Stunden auf einer Bordsteinkante saß, völlig apathisch, nicht ansprechbar, mit Tränen in den Augen. 3 Stunden, ich habe auf die Uhr geguckt.
Ich denke natürlich an die Damen-WM auf Gran Canaria. Wir hatten die Poules überstanden, wir hatten das 8tel-Finale gewonnen, wir hatten das 4tel-Finale gewonnen, wir hatten dramatisch das Halbfinale gewonnen. Ja, wir. Ich hatte irgendeinen seltsamen Anteil an diesem Erfolg, ich weiß nicht welchen. Ich weiß noch, dass ich Meilen auf einem klapprigen Motoroller zwischen der Halle und dem Hotel zurückgelegt hatte um Boule-Deutschland auf dem Laufenden zu halten. Und dann das Finale gegen Thailand. Ich musste nach Hause. Ich musste einen Flieger um 15.30 Uhr nehmen, das Finale begann glaube ich um 16.00 Uhr. Ich saß am Flughafen und weinte, weil ich das totsichere Gefühl hatte, „meine“ Damen im Stich zu lassen...
Ich denke daran, wie ich mit Banga einen Alarm am Düsseldorfer Flughafen ausgelöst hatte – auf dem Weg nach Paris. Wir hatten unsere Kugeln im Handgepäck – und das fand niemand außer uns an diesem Röntgen-Apparat witzig. Da war was los!
In Paris hatten wir dann 8 Stunden Aufenthalt vor dem Abflug in den Indischen Ozean. Wir ließen uns von einem Taxi-Fahrer zu einem zentralen Bouleplatz bringen, auf dem ca. 30 Leute Kugeln warfen. Zunächst spielten wir ein Tét. Schon nach kurzer Zeit kamen zwei jüngere Männer auf uns zu, die durch unsere „Biberon Dortmund“-Jacken aufmerksam geworden waren. „Ihr seid aus Deutschland?“, „Ja!“, „Habt ihr Lust gegen uns zu spielen?“ Ich glaube nach drei oder vier Aufnahmen hatten wir eine Publikums-Kulisse von mindestens 150 Leuten. In drei Reihen standen sie rund um unser Spielfeld. Ich habe danach nie wieder selber so im Rampenlicht einer Pétanque-Partie gestanden. Und wir haben gewonnen...
Ich denke an die griechische Insel Thassos, die der größte Bouleplatz der Welt ist. Ich denke an unsere Pétanque-Freunde in Ostdeutschland, ein paar Jahre nach der Wende. Da habe ich im strömenden Regen beim Doublette-Turnier mit Klaus Tröstrum eine Flasche Autopolitur gewonnnen.
Ich denke an alles Mögliche, ich könnte das hier Seiten weise weiter schreiben. Ja, ich bin verrückt, Pétanque-verrückt. Und was passiert, wenn zwei oder drei Pétanque-Verrückte aufeinander treffen, sieht man am besten unter www.boulehalle.de. (http://www.boulehalle.de.)
Und wisst Ihr, warum ich Pétanque-Schiedsrichter werden wollte? Weil ich dieses Spiel liebe!
Viele Grüße,
Christoph
@ Bouli:
Andererseits ist die Frage, wie gut sollte man die Regeln denn kennen wenn man beispielsweise auf eine Quali fährt? Ich persönlich denke, wenn man sie sich 2 Mal durchgelesen hat bleibt in der Regel genug hängen um sich min. 90% der sich stellenden Probleme/Fragen selbst zu beantworten.
ich gebe dir völlig recht mit deiner Aussage. Und glaube mir, ich habe das Regelheft mehr als 2x durchgelesen. Doch manchmal tauchen Situationen auf, wo dann doch nicht genau weiß was zu tun ist.
Ich gebe Christoph auch in den meisten Punkten recht, aber mich hat einfach geärgert wie er Anfänger pauschalisiert und diskriminiert.
Das ist nicht gerade förderlich für unsere Randsportart.
Schließlich sollte er in seiner Funktion vorbildlich handeln. So verschreckt man Anfänger.
Ich habe jahrzehnte lang Fußball gespielt. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich ein Funktionär dermaßen über Anfänger ausgelassen hat.
@christoph
mit patric hast du den besten schiri genannt den ich kenne, den sollte sich so mancher mal als vorbild nehmen...ich glaube aber auch nicht das er partien stört und unterbricht weil jemand EINMAL übergetreten ist, auch dann muss man nämlich nicht gleich verwahrnen! genauso würde er wohl kaum seine schietsrichterlizez zücken, auf einem turnier wo er nicht mal als "offizieller" vor ort ist.
das pétanque deine leidenschaft ist glaube ich dir, aber gerade deswegen solltest du auch anderen die möglichkeit geben das spiel "richtig" kennen zu lernen.
das es bei deinem beispiel extrem war und dein gegner evtl. nicht belehrbar war glaube ich dir auch, aber trotzdem gibt es ein schlechtes bild ab gerade hier im forum so über solche spieler zu schreiben... http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
ach jetzt hab ich ganz vergessen zu schreiben das patric auch kein deutscher ist!!!
http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/tounge.gif
@Bouli:
Das glaub ich dir gerne. Aber das geht fast jedem von uns so, (leider) auch vielen Schiedsrichtern....
Ich glaube auch nicht, dass irgendjemand von Anfängern, Fortgeschrittenen oder "Profis" verlangt das Reglement bis auf den letzten Paragraphen auswendig zu lernen... Einige Grundlegende Regeln sollte jedoch jeder kennen (2 m Abstand zum Kreis, nicht zwischen Sau und Kugel stehen, sich nicht bewegen wenn der Gegner im Kreis steht, etc.)
Moin Leutz
ist ja ne tolle Diskussion hier!!!
Es ist natürlich nervig, gegen Leute zu spielen, die so überhaupt keine Ahnung vom Reglement haben. Aber solange sie sich eines besseren belehren lassen und sich danach sogar mal ernsthaft mit den Regeln beschäftigen...
Ist doch auch peinlich, als angehender ambitionierter Petanquespieler völlig ahnungslos dazustehen....... http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/blush.gif
Aber ich denke das dass nicht nur Dpv bzw Landesverbandssache ist.
In Hessen zum Beispiel wurde mal beschlossen, das jeder Verein, der am Ligabetrieb teilnimmt, auch einen ausgebildeten Schiri in seinen Reihen haben muß. Gute sache !!!
Wenn nun jeder Verein einen ausgebildeten Schiri in seinen Reihen hat, kann der doch im Verein einen Regelkundekurs abhalten.
Desweiteren werden in Hessen auch ständig gutbesuchte Regelkundekurse abgehalten.
Ich wäre strikt gegen eine zweiklassengesellschaft mit A und B Lizenzen.
Um als Sportverband wirklich irgendwann einmal ernstgenommen zu werden, müssen wir ALLE an einem Strang ziehen.
Geduld mit Anfängern !!!
Neben den gutspielenden, regelsicheren Profis sind wir letztendlich auch auf die Masse angewiesen, oder? Gebt Euer Wissen mit Geduld weiter, auch wenn es manchmal schwerfällt
Was ich mindestens genauso schlimm finde, sind Spitzenspieler, die wohl das Reglement in und auswendig kennen, aber für die Fairness ein absolutes Fremdwort ist.
Gruß Tom
Was ich mindestens genauso schlimm finde, sind Spitzenspieler, die wohl das Reglement in und auswendig kennen, aber für die Fairness ein absolutes Fremdwort ist.
Ich kann das Regelwerk ziemlich gut, bin aber bei weitem kein Spitzenspieler. Was ist aber Fairness? Fairness ist für mich, wenn Anfänger sich zurückhaltend verhalten sich informieren, und bilden lassen. Fairness bedeutet den Gegner respektieren und keine Party auf dem Platz veranstalten, wenn es bei mir gut und beim Gegner schlecht läuft. Dasselbe gilt für die vermeindlche Elite, nur leider passiert das alles viel zu selten.
Ich stimme der Anregung zu, dass jeder Verein einen Schiri braucht, ich plädiere aber dafür, das jeder der eine Lizenz will auch einen Regelkundeabend besuchen sollte. In jedem anderen Sport geht man ins Training und lernt dort die Regeln, bei uns fährt man auf Turniere und erwartet die Toleranz der Gegner, die genug mit sich selbst beschäftigt sind, und vielleicht garkeine Lust haben Anfänger die Grundlagen beizubringen. Die Vereine sind gefordert, nicht die Gegner. Und wenn ich auf Funturnieren unterwegs bin, dann juckt es mich nicht, wenn der Gegner sich nicht so ganz an die Regeln hält, da steht der Spaß im Vordergrund. Auf Meisterschaften sehe ich das ganze allerdings entschieden anders.
Grüße
@Bouler,
wie hast Du denn angefangen?
Erstmal ein Regelheft gekauft und auswendig gelernt bevor Du dein erstes Turnier gespielt hast?
Natürlich sollte auf einer Dm jeder Spieler die Grundregeln beherrschen. Gar kein Thema!!!
Jeder Spieler der so eine sportliche Veranstaltung besucht sollte mit den Regeln vertraut sein. Das gleiche gilt auch für Qualis.
Aber auf Funturnieren kann man die Leute schon drauf aufmerksam machen, wenn sie nicht ganz Regelkonform spielen. Auch wenn es viel Nerven kostet.
Vielleicht haben sie ja beim nächsten Mal was dazu gelernt.
Fairness ist außerdem nicht nur was im Reglement steht, sondern Fairness geht weit über das Reglement hinaus..................
Gruß Tom
kleine Kugel
13.11.2007, 16:02
Regelunwiedrigkeiten zahle ich aus der Portokasse und gewinn dann halt einfach .
Leuchtenburg
13.11.2007, 16:16
Vielleicht sollten Veranstalter von "Boule-, Fun-, Lizenzfreien-Turnieren" mal in ihren Ausschreibungen den Hinweis geben, dass trotzdem nach den Regeln des Pétanque gespielt wird.
PS: Wir spielen manchmal nach den Regeln des "Boule-Retour".
meine ersten Bouleschritte habe ich am Rande eines großen Turnieres mit erfahreneren Spielern in Miniturnieren gesammelt, danach im Vereinstraining, und ja ich habe recht schnell ein Regelheft in die Hand gedrückt bekommen, das es dann zu lesen galt. Meine ersten richtigen Turniererfahrungen (regionale Meisterschaften mit Lizenz) habe ich dann an der Seite erfahrenerer Spieler aus meinem Verein gemacht, bevor man mich auf die Liga und auf qualis losgelassen hat. Training, Minis und Winterrunden waren meine erste Schule, und so sollte es dann auch sein.
so sollte es wirklich sein, jedoch gibts es leider nicht in jedem Verein erfahrene Spieler, die sich wie oben beschrieben um Neulinge kümmern...
Darüber lässt sich vortrefflich streiten. Wenn es sich nicht gerade um einen Anfänger Neu-Gründungs-Verein handelt, dann gibt es immer Leute, die schon länger spielen, als Neulinge. Was verstehst du unter Erfahrener? Für mich ist das keiner der schon Deutscher Meister ist, sondern jemand, der schon weiß wie alles abläuft. Solche Leute gibt es in so gut wie jedem Verein. Mittlerweile übernehmen diese Aufgaben die ausgebildeten C-Trainer, die sich immer weiter verbreiten. Damit man sich sportlich verbessern kann gibt es zwar keinen Weg an guten Spielern als Lehrmeister vorbei, entweder als Partner, Lehrer oder als Vorbild. Aber das ist eine andere Diskussion (Wie trainiere ich richtig?)
In diesem Thread geht es doch im wesentlichen um die Regeln, dem mehr oder eben weniger vorhandenem Verständnis, den Willen sie zu kennen oder zu beherrschen, oder eben auch nicht.
Ich habe als Mittelmaß-Spieler es mir gegönt an einer Meisterschaft ein Spieler mitzunehmen, welcher nicht einmal in der Lage war im Kreis stehen zu bleiben um den Wurf zu absolvieren, da die betreffende Person im eigenen Verein niemals Tips erhalten hat, und das obwohl dort durchaus sehr gúte Spieler waren.
Der Schiedsrichter hat meinen Partner freundlich darauf hingewiesen, er solle bitte stehenbleiben. Da habe ich mich erst einmal um die Grundtechnik gekümmert und mich nebenbei noch darum bemüht während des Spiels die korrekten Verhaltensweisen zu vermitteln. Was darf man wann und was nicht. *Dabei musste ich an einer Stelle schallend anfangen zu lachen, als mein Partner dann mit Verständnis und Bemühung sich nach meinen Hinweisen an das Regelwerk zu halten, bemerkte, dass der Gegner doch laufend dagegen verstoße. Bei einer Situation, 1,5m vor mir tänzelnd und schwätzend mit eigenen Anhängern bat ich den Gegner sich doch bitte regelgerecht zu positionieren und zu verhalten, wurde mir Aggression, Unverständnis etc, entgegengebracht, was darin gipfelte, das der Gegner beim Messen meine Kugel weiter weg schob, und darauf hingewiesen arrogant aufsteht und sagt, hab ich nicht gesehen, interessiert mich nicht, ich hab den Punkt jetzt. Schiri holen hier dann zwecklos, wegen Aussage gegen Aussage. Danach bat ich Zuschauer darum doch im Falle des Messens mit darauf zu achten, ob das nochmal vorkäme, und es kam vor, aber diesmal konnten sie es nicht abstreiten. Solche Spiele machen auch Anfängern keinen Spaß. Wo wir wieder bei der Charakterfrage angekommen sind und die Frage nach der Lösung des Problems:
Respekt und Fairness- daran mangelt es erheblich auf den Plätzen
Rücksichtnahme - ebenso
Ernsthaftigkeit in Vorbereitung auf Ereignisse- dazu zählen Regelkenntnisse für Meisterschaften
Einfachste Lösung: die Vereine und die dort erfahreneren Spieler trichtern ihren Neulingen grundlegende Fairness und Regelkenntnisse ein, fordern sie auf sich daran zu halten,
und am aller wichtigsten Sie leben es vor!
Problem erkannt, Problem gebannt. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
Übrigens, würden die Vorbilder im deutschen Pétanque alle einhellig einwandfreie auftreten, sportlich fair und regelgerecht spielen, dann würden Trantüten und dann auch die Neulinge sich auch eher daran halten, denkt mal drüber nach, wenn nicht einmal an der BuLi-Aufstiegsrunde dran gehalten wird. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/zunge.gif
Grüße
P.S.: übrigens, lernte ich die erfahreneren Spieler am Kuchenstand kennen mit denen ich im Mini unterwegs war, dafür braucht man keine Spitzenspieler im Verein, sondern Aufgeschlossenheit im Umgang mit Menschen.
"Was verstehst du unter Erfahrener?"
Das lässt sich meiner Meinung nach schwer definieren, auf jeden Fall muss es kein mehrmaliger Deutscher Meister o.ä. sein. Ein erfahrener Spieler sollte auf jeden Fall einige Jahre Spielpraxis mit sich bringen und einigermaßen Regelfest sein...
Desweiteren sollte er auf Turnieren präsent sein und hier und da auch mal ein Spiel gewinnen ;-)
Denn (fast) niemand nimmt sich einen schlechten Spieler als Vorbild, egal wie erfahren er ist.
"Für mich ist das keiner der schon Deutscher Meister ist, sondern jemand, der schon weiß wie alles abläuft. Solche Leute gibt es in so gut wie jedem Verein."
Die wird es sicherlich in fast jedem Verein geben, jedoch hat leider nicht jeder dieser Spieler auch Lust, sich um Anfänger zu kümmern...
Wie hier nun schon oft zu lesen war, ist es die Aufgabe der Vereine sich um Anfänger zu kümmern und dafür zu sorgen, dass sie das nötige Grundwissen erlangen um sich alleine auf einem Turnier zurecht zu finden und sich so zu verhalten, dass sie niemand anders stören.
Auch wenn es zum Anfang nur das Reglheft ist, dass sie von ihrem Präsidenten/Sportwart oder sonst wem in die Hand gedrückt bekommen...
Wenn dies alles allerdings nicht passiert, werden sie sich für eine lange Zeit oder gar für immer auch wie Anfänger verhalten.
Nicht jeder hat das Glück am Kuchenstand mit erfahrenen Spielern ins Gespräch zu kommen...;-)
Ich finde es interessant, dass wir hier vor Wochen und Monaten über Doping, Alkohol, Weltmeisterschaften und alles mögliche diskutieren - und jetzt feststellen, dass einige für sich selber, andere aus ihren Erfahrungen heraus, wissen, dass die Pétanque-Regeln gar nicht voll umfänglich bekannt sind.
Dabei wird jedes Spiel und jeder Sport doch durch die Regeln erst interessant. Was wäre denn Schach ohne Regeln? "Figuren auf einem karierten Brett angucken!"
Ich greife mal das Thema "Fußball" auf. Da spielen die Kinder, die Anfänger, üblicherweise zunächst mal ohne Abseits-Regel. Viele Spiele gehen 12:9 oder 16: 11 aus. Alles rennt in einem Pulk hinter der Pille her, klein Fritzchen bleibt brav beim gegnerischen Torwart und versenkt den Ball, sobald es einer geschafft hat, den aus dem Pulk raus zu pölen.
Das ist gut so. Erstmal lernen mit dem Ball zu laufen etc. - aber irgendwann kommt dann halt die Abseits-Regel, und dann wirds spannender!
Wir sollten Regeln nicht als "Vorschriften" missverstehen, sondern als das "Gewürz" einer Partie Pétanque.
Zu Trainings-Zwecken stellen wir manchmal sogar zusätzliche Regeln auf.
Z.B. dass in einer Partie maximal zwei Kugeln pro Aufnahme gelegt werden dürfen - der Rest muss geschossen werden. Oder umgekehrt, es darf maximal zweimal geschossen werden, der Rest ist durch Legen zu meistern.
Da entfällt dann auch bei den Anfängern das Credo: "Ich kann nicht schießen!"
Jeder kann schießen. Jeder sollte die Möglichkeit bekommen, den Unterschied zwischen "Kugeln heftig Richtung anderer Kugeln werfen" und "schießen" zumindest einmal kennen zu lernen.
Es gibt ausgezeichnete Trainings-Anleitungen. Es gibt die Möglichkeit zunächst mal auf aufgeblasene Luftballons zu schießen. Damit man lernt, wie man die nicht nach vorne schubst, sondern zum Platzen bringt.
Ich will hier keine Trainings-Methoden runterbeten.
Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass meine Vorträge in Vereinen und Spielgemeinschaften zum Thema Regelwerk und Taktik dankbar angenommen wurden. Dass viele überrascht waren, wie komplex eine Partie Pétanque eigentlich ist.
Ein klassischer Anfänger-Fehler, der von vielen "Profis" mit einem Stoßgebet dankbar quittiert wird:
Team A (die Anfänger) haben den Punkt, nachdem Team B (die Profis) alles weggeschossen haben, leider inklusive einem Loch, so dass die Taktik eines "Royals" für Team B nicht aufgegangen ist.
Schlussendlich bietet sich vor der letzten Kugel von Team A folgendes Bild: Punkt bei Team A, die zweitbeste ca. 1,50 cm entfernt bei Team B, die drittbeste 2,50 m entfernt von Team A, ebenso die Kugeln an vier und fünf von Team A, über drei Meter entfernt.
Klar, die 1,50 m Kugel von Team B kann für vier geschossen werden, liegen bleiben fünf.
Selbst wenn die "Anfänger" die Situation erkennen und begreifen heißt es oft:„Wir haben doch Platz genug, da legen wir lieber eine!"
Stoßgebet bei Team B, zwei anstatt vier Punkte für Team A.
Nein, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern um die "Würze" der Taktik, die unmittelbar zum Pétanque gehört aufzuzeigen folgende Regel meinerseits:
Wenn der Gegner leer ist und es kann für mehr Punkte geschossen werden - immer schießen! In der Luft liegen keine Steine.
Ja, ich weiß: "Was ist, wenn die zu schießende Kugel im Konter liegt?"
Antwort: "Streicht das Wort Konter aus Eurem Vokabular, es sei denn die zu schießende Kugel berührt direkt Eure Kugel."
"Was ist, wenn die zu schießende Kugel drei Meter hinter der Sau liegt, wir diese drei Meter Platz zum Legen haben und nur für 2 schießen!"
Klare Antwort: "Legen!" *http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrins.gif
Ätsch!
Nee, Taktik und Technik usw. gibt es nicht als Instant-Pack von Roderig im Bouleforum, der selber nur ein mäßiger Spieler ist.
Aber ich möchte noch einmal aufgreifen: Regeln sind keine einschränkenden Vorschriften - sie sind das Spiel!
Ohne Regeln kein Spiel!
Und man kann bei einem Gegner (ob nun Fortgeschrittener oder Anfänger) der sich nicht an die Regeln hält üblicherweise mit der Erkenntnis punkten: "Also entweder spielen wir hier jetzt Pétanque - oder das, was Du für Pétanque hälst. Dann musst Du mir nur kurz noch einmal die Regeln Deines Spiels erklären!"
Viele Grüße,
Christoph
PS: Bester Boulie - ich bin übrigens überhaupt kein Funktionär, von wegen Vorbild und so...
Finale eines großen Turniers, Team R gegen Team M. Das Team R führt aufgrund besseren Spiels recht hoch, Team M wirkt schon etwas verunsichert. Nun gerät Team M während einer Aufnahme dieses bis hierhin recht flüssig geführten Spiels in eine knifflige Situation, über deren Lösung die Spieler des Teams sich nicht einig sind (das Übliche: Legen oder Schießen?). Die drei Spieler sehen sich das Terrain und die Lage der Kugeln vom Kreis aus an, dann gehen sie die Strecke zum Kugelbild ab, dann wieder zurück zum Kreis, und währenddessen beraten und diskutieren sie, ohne jedoch zu einem Schluss zu kommen. Mittlerweile sind ungefähr zwei Minuten vergangen.
Team R steht derweil zusammen neben dem Spiel und wartet geduldig. Warum geht keiner aus diesem Team zum Schiedsrichter und beschwert sich über diesen Verstoß gegen die Minutenregel?
Die zahlreich anwesenden Zuschauer sitzen gespannt auf ihren Plätzen, mucksmäuschenstill. Kennen sie die Minutenregel nicht?
Der Schiedsrichter sitzt neben dem Spielfeld auf einem Stuhl, beobachtet das Geschehen, wirft ab und zu einen Blick auf seine Uhr, macht jedoch keine Anstalten einzugreifen. Ist er parteiisch?
Nach ungefähr zweieinhalb Minuten geht er zu Team M, sagt kurz etwas zu den Spielern und setzt sich wieder. Etwa eine Minute später geht ein Spieler des Teams in den Kreis und legt eine Kugel.
Ist es nicht schlimm, wie in diesem Finale eine simple und im Regelheft eindeutig formulierte Regel von allen Beteiligten ignoriert worden ist?
Meine Meinung dazu:
Die Spieler des Teams R haben sich sehr fair verhalten.
Das Publikum hat sich als äußerst fachkundig erwiesen.
Und der Schiedsrichter als absolut souverän.
Wollte man das Spiel Petanque auf die jederzeit bedingungslose Einhaltung der Regeln reduzieren, nähme man ihm vieles von seiner Faszination.
Wenn ich gegen eine Mannschaft spiele, deren Spieler die Einhaltung der Minutenregel durchgehend konsequent mißachten (eventuell sogar aus taktischen Erwägungen heraus, um meinen Spielrhythmus
zu brechen), weise ich sie auf die Minutenregel hin und hole notfalls auch einen Schiedsrichter.
Einem Team, das ansonsten zügig spielt, gestehe ich aber zu in einer schwierigen Situation länger als diese Minute zu überlegen, da auch ich manchmal in Spielsituationen gerate, in denen guter Rat teuer ist und das weitere Vorgehen genau bedacht und auch ausgiebiger mannschaftlich beraten werden muß.
Petanque hat auch viel mit "Stil" (seitens der Spieler) und "Fingerspitzengefühl" (seitens der Schiedsrichter) zu tun.
Aus dieser Erkenntnis folgere ich Zweierlei:
Um zu lernen, wie man dieses grandiose Spiel "richtig" spielt (jedenfalls in meinen Augen), ist die Kenntnis der Regeln zwar wichtig, aber längst nicht alles. Vieles von dem, was dieses Spiel so schön macht, lernt man nur durch Spielen und nicht durch das Pauken der Regeln.Und bei guten Spiele®n zuzusehen ist gerade für Neulinge sehr hilfreich (und zwar nicht nur, was die technische Seite anbelangt).
Man kann sich nicht einerseits über Mitglieder-Zuwachs in den Boulevereinen freuen, andererseits aber von Neulingen erwarten, daß sie sich möglichst "störungsfrei" bei Turnieren (auch Qualis oder DMs- ich denke hier insbesondere an unsere neuen Kollegen aus dem Osten) verhalten.
Zweitens sehe ich die Bestrebungen seitens des DPV, das Petanque-Spiel mit allen Mitteln massentauglich konsumierbar und sogar olympiareif zu machen ( man lese sich durch: das Konzept zur "Dynamisierung des Petanque-Sports" des Herrn Eschbach) sehr kritisch. Ein Petanque, bei dem am Rande jedes Spielfelds eine Uhr läuft, damit auch der ahnungsloseste Zuschauer dieses Spiel verfolgen kann, ist nicht mehr mein Spiel. Ich möchte sogar noch weiter gehen: wenn ich gegen einen Gegner spiele, der dieses Spiel mit "Stil" spielt (und nicht nur regelfest ist), ist es mir herzlich egal, ob er nebenher ein Gläschen Bier, Pastis, Wein etc. trinkt und eine Zigarette raucht.
Es ist zwar etwas OT, aber: die Spiele, in denen ich genervt war von einem wie auch immer zugedröhnten Gegner, kann ich, da ich mittlerweile seit fast zwanzig Jahren Boule spiele, an den Fingern einer Hand abzählen.
Gruß
J.J.
PS: Das anfangs erwähnte Finale war übrigens das der Marseillaise 2007, Team Robineau gegen Team Molinas, in voller Länge als Video zu sehen unter France3 (kann man ergoogeln).
Hallo J.J.,
ein guter Beitrag. Und ein schöner Anlaß um einmal darauf hinzuweisen, dass es genug Spieler/innen gibt, die in erster Linie Punkte machen indem sie während der Partie laufend auf die Regeln pochen und damit den Gegner nerven...
Ich hatte mal den Fall, dass wir auf einem Sportplatz spielen mussten. Während der Partie ging mein Partner an seinen Rucksack, der 2,5m nach hinten rechts versetzt vom Kreis lag, um seine Wasser-Flasche da raus zu holen. Daraufhin pflaumte ihn ein Spieler des gegnerischen Teams an: "Hey! Das Terrain darf nicht verändert werden!" - kein Scherz!
Viele Grüße,
Christoph
Moin Christoph,
ja, natürlich gerät man im Laufe des Boulisten-Lebens immer wieder an Gegner, denen man ohne Weiteres den Vorsitz in einem Schrebergarten-Verein zutrauen würde. In solchen Situationen hilft mir der Gedanke, daß ich diejenigen nur in diesem Spiel an der Backe habe, sie selbst jedoch täglich mit sich auskommen müssen.
Gruß
J.J.
diese benannte Zurückhaltung der Gegner halte ich schlicht für Faires auftreten, dieser dezente Hinweis des Schiris für Fingerspitzengefühl, schließlich sollen die Spieler selbst das Spiel entscheiden, nicht der Schiri.
Wenn alles streng nach der Uhr ginge, dann wäre es sicherlich leichter für die Vermarktung und die Zuschauer, aber mit dem derzeitigen Reglement nicht händelbar, da müssten Parallelen zu Curling her, die haben eine gesamtmaximale Spielzeit, ähnlich wie Schach und keine Minutenregel.
Eines habe ich in den letzten Jahren gelernt: wer den Schiri holt, braucht die stärkeren Nerven, es sei denn zum messen. ;-) Mein Credo ist: versuche selbst und meinem Partner einwandfreies Verhalten beim Spiel abzuverlangen, dann hat man am wenigsten Ärger. Trotzdem platzt einem manchmal der Kragen ganz schön ordentlich. Aber ist es ja nicht gerade die Möglichkeit sich aufzuregen, die wir hier in Deutschland so lieben http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrins.gif
@marco, dann versuchs mal am Getränkestand :-))))
Deutschland ist auch die einzige Pétanque-Nation in der es Dir passieren kann, dass Du im Kreis stehst, Dir versehentlich eine Kugel runter fällt und der Gegner brüllt: "Die ist gespielt!"
http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
@marco, dann versuchs mal am Getränkestand :-))))
Da hätte ich definitiv größere Chancen, denn nen Kuchenstand gibts ja schließlich nicht auf jedem Turnier http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
PS: Bester Boulie - ich bin übrigens überhaupt kein Funktionär, von wegen Vorbild und so...
Was ist ein Schiedsrichter dann? http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/kiff.gif
Leuchtenburg
14.11.2007, 17:27
Deutschland ist auch die einzige Pétanque-Nation in der es Dir passieren kann, dass Du im Kreis stehst, Dir versehentlich eine Kugel runter fällt und der Gegner brüllt: "Die ist gespielt!"
Ich hab mal gehört (gelesen), dass in Belgien ein Spieler der dt. Mannschaft von einem Schiedsrichter ermahnt wurde, weil er seine 2. Kugel im Kreis bei Seite geworfen hat, das würde normalerweise als gespielte Kugel gewertet.
PS: Bester Boulie - ich bin übrigens überhaupt kein Funktionär, von wegen Vorbild und so...
Was ist ein Schiedsrichter dann? http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/kiff.gif
So neutral wie irgendwie möglich und nur dem Regelwerk und dem Sport verpflichtet! *http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/heilig.gif
http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
Es gibt merkwürdige Schiedsrichter. So z.B. dieses Jahr in Groß Gerau.
Erstes Spiel am Sonntag. Meine Partner und ich kommen auf den Platz. Der erste Mitspieler vom Gegner trabt auf uns zu. Der erste Satz ist nicht „Guten Morgen“, „schönes Spiel“ oder etwas ähnliches sondern
„Ich bin hier Schiedsrichter im Landesverband und ich will, dass offen gespielt wird!“
Schöner Einstand, da dort ausschließlich Carée gespielt wurde http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/ugly.gif
Gibt halt überall solche und solche http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrins.gif
also ich habe mich in meiner boulekarriere wesentlich öfter über schiedsrichter geärgert als über anfänger!
Also ich habe mich in meiner Autofahrer-Karriere wesentlich öfter über Leute vom Ordnungsamt geärgert als über Falschparker!
Am Wochenende (ab Morgen) findet in Rastatt die EuroCup-Finalrunde statt, kann ja jeder mal schauen, wie sich die Spieler(innen) auf internationaler Ebene benehmen. Da wird es sicher kein carrée auf 2,5x9m Feldern, willenloses rumstehen zwischen Kreis und Sau, lautes Getöse oder sonst etwas offensichtlich regelwidriges geben. Schließlich ist da ein internationaler Schiri unterwegs.
Nehmt Heizdecken mit, wird wohl kalt werden!
Moin allerseits,
also ich muß hier doch mal - zumindest für unsere Schiris im LV-Nord - eine Lanze brechen. Wir haben eigentlich keinen Schiri, der versucht, im Einsatz seine (Profil-)Neurosen auszuleben. Viele unserer Schiris sind allerdings noch nicht so lange im Geschäft, und da sie hier oben nicht allzu viele Gelegenheiten zum Einsatz haben, hapert es ab und zu vielleicht etwas mit der Souveränität. Diese kommt ja auch erst mit zunehmender Erfahrung. Nur aus diesem Grund kam es z.B. bei dem Mega-Turnier in Travemünde 2006 zu Konflikten zwischen den Schiris und (teils ausländischen) Spielern.
Ein Schiri wird m.M. nach, genau wie ein Spieler, erst im Laufe der Zeit und mit zunehmender Praxis gut. Das von mir schon erwähnte Fingerspitzengefühl erwirbt man sich bestimmt nicht auf den Schiedsrichter-Lehrgängen.
Davon abgesehen habe ich jedoch auch schon des Öfteren auf Turnieren Schiedsrichter erlebt, die, statt Autorität auszustrahlen, nur autoritär sind.
Gruß
J.J.
ich gebe dir vollkommen recht, dass jeder Schiri erst Erfahrungen sammeln muß. Umso wichtiger auch die Betreuung der Neulinge durch erfahrene Schiris (fast wie beim Spielanfängern auch :-)) Die Ausbildung von ganz jungen Schiris wird wohl dazu führen, dass in 10 Jahren einige sehr gute rumschwirren werden....
Aber vergessen wir nicht, dass die Provokationen oft genug durch die Spieler erfolgen, und Schiris nur reagieren und sich selbst nicht in den Vordergrund spielen wollen. Ausnahmen bestätigen leider die Regel, und die fallen dann leider auch auf, und das ist dann der Eindruck, den man im Kopf behält.
Welcher Turnierbericht geht en detail auf gute Schirileistungen ein? Mehr wie ein plumpes http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/danke.gif bekommt der oder diejenige selten.
Ich hab von einem Fall gehört, wo ein Schiri über die Felder spazierend, einige Spiele beobachtend, offensichtlich alleine durch seine Anwesenheit einen Spieler derart irritiert hat, das sich es dieser nicht ersparen konnte den Schiri zu fragen, ob er den Spieler f*** will. Konsequenzen - keine, wegen Unsicherheit?
Selbst die Spieler hätten in dem Moment eine Disqualifikation und sofortige Lizenzsperre fordern müssen, denn ich finde so ein Benehmen erbärmlich.
Und da wundern wir Spieler uns, dass es wenige gibt, die freiwillig diesen Job übernehmen wollen.
Andererseits gibt es auch genug übertriebene Reaktionen von Shiris, die durchaus erfahren sind, sich aber trotzdem mehr in den Vordergrund spielen wollen.
Ob das nun Spieler oder Schiris sind - entscheidend ist dann am Ende der Charakter - entweder man (frau) hat ihn oder nicht.
Jeder der frei von Fehlern ist, ob Spieler, Schiri, Trainer, Funktionär...der werfe den ersten Stein.
Um also die Freude nicht zu verlieren, müssen Spieler und Schiris beiderseits besser gebildet werden.
Hallo zusammen,
da muss ich euch auch mal ne Geschichte erzählen, erlebt bei einem kleinen Doublette-Turnier im wunderschönen Münsterland, in einem Dorf Nähe Warendorf.
Wir spielen auf der Laufbahn neben dem Fußballplatz. Unsere Gegner hatten ganz offensichtlich ein Faible für Maßband und Besprechungen. Die Minutenregel wurde nur selten eingehalten und nahezu jede Kugel erst einmal gemessen. Während dieser Aktivitäten ging auf den Fußball-Rasenplatz und habe Kugeln geworfen. Sofort unterbrachen unsere Gegner ihre Meßorgie und belehrten mich, dass mein "Trainieren" nicht regelkonform wäre und ich es sofort zu unterlassen hätte, ansonsten würden sie nicht mehr mit mir spielen und zur Turnierleitung gehen. Sie outeten sich auch beide, als frisch von der "Petanque-Akademie" und mit Schiedsrichterlizenzen ausgestattete "Fachleute". Mit Bedauern gestehe ich, dass ich erst einmal versuchte sie zu überhören und weiter meine Kugeln warf. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/s84.gif . Als es aber soweit ging, dass die Spielenden auf den Nachbarfeldern sich durch das Protestieren gestört fühlten, bot ich unseren Gegnern dann doch an, mit ihnen die Turnierleitung zu besuchen. Es folgte eine kurze, heftige Diskussion. Erst als ich feststellte, dass: 1. sie die Minutenregel doch so gut wie nie einhalten würden und 2. sie doch just in diesen Moment mit einer Zigarette (ich übrigens auch) im Kreis stehen würden http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/kiff.gif war auf einmal mein "Vergehen" ja doch gar nicht mehr sooo schlimm und wir haben den Besuch bei der Turnierleitung wieder abgesagt. Unser Spiel haben wir dann in Frieden fortgeführt. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
Da hab ich auch gleich noch mal ne Frage an die Boulegemeinde.
Mir ist mal folgendes passiert. In einem Spiel musste ich xmal deutlich auf Punkt gespielte Kugeln von mir auf Verlangen meines Gegners messen. Der Punkt war immer mindestens 2-5 cm, bei kurzen Distanzen zur Sau, bei mir. In einer spielentscheidenen Situation, als ich zum xten Mal messen sollte, ist mir das Maßband runter gefallen und hat die Position der Sau zu meinem Nachteil verändert. Ich habe das Spiel aber dann doch noch glücklich zu 11 gewinnen können. Ich hatte aber nach dem Spiel den Verdacht, dass mein Gegner nur auf so ein Mißgeschick von mir gewartet hat.
Daher meine Frage. Muß man solche Kugeln messen oder kann man sich weigern? Was hat das dann für Konsequensen, für mich bzw. für meinen Gegner? Ich habe da schon sehr unterschiedlich Meinungen zu gehört.
Gruß aus Münster
Rüdiger
Leuchtenburg
15.11.2007, 17:12
Eine Meßpflicht besteht nicht, wie z.B. "Wer den Punkt haben will, muß messen" (hört man sehr häufig).
Art. 25 sagt:
Das Messen eines Punktes obliegt dem Spieler, der die letzte Kugel gespielt hat oder einem seiner Mitspieler. Die Gegner haben danach immer das Recht, durch einen ihrer Spieler zu messen.
Wenn also der Punkt sichtbar bei meiner Mannschaft ist (oder ich bin der Meinung, dass es so ist), hat der Gegner, wenn er dies bestreitet, immer das Recht zum Nachmessen. Wenn es wirklich knapp ist, würde ich schon im eigenen Interesse erst mal selber messen.
Das gleiche Problem tritt häufig beim Sau-Wurf auf. Wenn der Gegner der Meinung ist, die Sau ist zu kurz oder zu lang - Maßband raus und messen (und zwar der Gegner, der die Zweifel hat).
Krysztoff
15.11.2007, 17:27
Ich erinnere mich gut an ein Bierspielchen http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/prost.gif ( das Turnier war offiziel beendet ), da stand plötzlich ein DPV-Schiedsrichter auf dem Platz, schüttete unsere Getränke aus und riss mir die Zigarette aus dem Mund. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/mad.gif Wir erklärten ihm noch relativ freundlich, das das Turnier beendet sei und wir somit rauchen und trinken könnten. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/kiff.gif Er wollte das nicht wahrhaben und holte den damals amtierenden DPV-Präsidenten. Dieser erklärte dem Schiri, das unsere Aktivitäten auserhalb seines Zuständigkeitsbereichs lägen. Das missviel dem Schiri so sehr, das er mich als Rotzlöffel und andere Dinge bezeichnete und mir drohte meine Lizenz zu entziehen. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/roll.gif Unterdessen waren meine 5 Mitspieler schon so auf 180, das sie dem Schiri am leibsten "die Fresse poliert hätten". Fall erledigt? Denkste! Ein jahr später, während der DM-Mixte kam besagter Schiri auf mich zu, ich war gerade in der Barrage zugange, mit den worten:" heute hole ich mir deine Lizenz"! http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/stinkefinger.gif Empörung bei allen Beteiligten dieser Partie. Ich beschwerte mich nach der Partie, bei der Turnierleitung über diesen Vorfall. Dort allerdings traf mich schier der Schlag, teilte man mir doch mit,ich hätte den Schiri bedroht, das meine Lizenz einbehalten wird und der DPV-Rechtsausschuss sich mit der Sache beschäftigen werde. Die Folge waren Anhörungen aller Beteiligten dieses Spiels. Es gab 4 von einander unabhängige identische Aussagen für mich http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/thumb.gif und die Version des Schiri. Ergebnis: In einem Schreiben des DPV wurde mir mitgeteilt, das den Aussagen des Schiri mehr Bedeutung beigemessen werde als den restlichen Aussagen, man aber nochmal gnädig mit mir sei und ich meine Lizenz mit zwei jähriger Bewährung zurückbekommen werde. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/stinkefinger.gif Tja, so kanns eben auch gehen. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/s75.gif
Lord Lurchi
15.11.2007, 21:06
Hochwürden, lieber Pastor!
Wenn ich die Stunde meines Hinscheidens erreiche, dann wird mir, kurz bevor der letzte Funken des Lichts verlöscht, ganz sicher der Film meines Lebens die Gnade erweisen so manchen wunderschönen Augenblick meines Lebens noch ein einziges Mal vor die alsbald brechenden Augen führen:
Ich werde dann an die Geburt meines nie geborenen Sohnes denken. War das eine Aufregung als der süße kleine Fratz nicht das Licht der Welt, und nicht einmal die kalte OP-Leuchte des Kreissaales erblickte. Unvergesslich!
Ich denke dann an so manchen Geruch, der viel mehr Informationen enthielt, als auch Stephane je benötigte. Welch unvergessliche olfaktorische Sensationen! http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/omg.gif
Auch denke ich an all die Frauen, die ich keineswegs nur beschnuppert http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/blush.gif und bei deren Anblick ich auch nicht in Tränen ausbrach.
Dein Anblick beim Verzehr einer im PVC-Fass ausgebauten Flasche Autopolitur kurz vor Wladiwostok, die diesen samtigen Schmelz auf deiner Zunge hinterließ. Sie schien Dir gar köstlich zu munden. Welch ein Abgang! Und auch noch selbst gewonnen - die Flasche!
Für immer eingebrannt das Bild des berühmten Journalisten B. aus D. Und seine spannenden Berichte über seine Erfolge, die Erfolge seiner Frau, die Erfolge seines Sohnes und die Erfolge seines Boule-Clubs. Ach, wie vermisse ich diese selbstlosen Trüffel längst vor mir verblichener objektiver Boule-Gazetten. Vielleicht wird mich ja noch das eine oder andere geschuldete Heft eben in der Stunde meines Todes erreichen. Das gäbe dem Begriff der Lieferung "just in time" eine unerwartete und gänzlich neue Bedeutung.
Ach, die schöne Zeit der selbstherrlich geführten und nachweisbar manipulierten Ranglisten dieses rasenden Reporters des Kugelwurfes, damit ja nicht Stefan Beyer am Ende vorne steht. Spielte dieser Schurke doch in den Klamotten des falschen Kugelherstellers, und dies auch noch ärgerlicherweise unverschämt gut http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/mad.gif . Welch edles Vorbild sportlich-fairen Wettstreits.
Ich denke dann an einen ehemaligen DPV-Sportwart, der stundenlang nickend den Ausführungen eines ausschließlich französischsprachigen National-Trainers lauschen konnte. Dann und wann ein verständiges Nicken, ein einverständiges, augenzwinkerndes Lächeln. Schließlich, als offenkundig die Pointe der Erzählung des Meisters erreicht (da alle anderen Anwesenden in lautes Gelächter ausbrachen), freudig und verstehend in eben dieses einstimmend. Welche kostbarer Augenblick der Harmonie bei gleichzeitig völliger Unkenntnis der französischen Sprache!
Nein, nicht denken werde ich an Böll, Heine, Schiller, Goethe, Kleist, Hesse auch nicht an Aitmatov, Celan, oder Grass um nur ein paar Wenige zu nennen. Versprochen, ganz Ehrlich! Mein letzter, mein allerletzter Gedanke gilt Frau Lore, den Groschenromanen, und diesem kostbaren Kleinod deiner Prosa.
Amen! http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/heilig.gif
Hallo Rüdiger,
nur wenn Du wirklich sicher bist und Dich nicht länger verar... lassen willst, gehst Du bei Reklamation kurz in die Hocke, hälst das Maßband für eine Sekunde an die Eigene, für eine Sekunde an die andere Kugel und sagst: "Ist bei uns!" Wenn der Gegner Dir nicht glaubt, soll er nachmessen. Der Gegner kann von Dir verlangen, dass Du nach misst, er hat aber kein Recht auf detailliere Informationen im Sinne von "2 mm" oder "unsere ist bei 42 mm, Eure bei 72 mm".
Besonders pfiffige Gegner gehen dann über kurz oder lang hin und machen es Dir nach. Eine Sekunde hier, eine Sekunde da - und sagen: "Nee, der ist bei uns!"
Und dann holst Du einen Schiedsrichter, sagst dem, dass Ihr beide gemessen habt, und dass Du Dir - im Gegensatz zu Deinem Gegner - sicher bist, dass der Punkt bei Dir ist.
Und wenn der Schiedsrichter dann 8 oder 12 mm Unterschied messen muss, kannst Du ja kurz darauf verweisen, "dass das schon die ganze Partie so geht!"
@Zoffel: Das ist ja eine unglaubliche Geschichte. Spätestens nach dem Spruch (hoffentlich vor Zeugen) "heute hole ich mir Deine Lizenz" hättest Du sofort mit dem Kollegen und einem Zeugen zur Turnierleitung gehen sollen, damit der Schiri dort mal in Ruhe erklärt, wie er das gemeint hat... Schiedsrichter sind doch keine Wild-West-Sherrifs!
Dass er Euer Bier ausgeschüttet hat ist übrigens nach einem Urteil BGH v. 13. Juni 1961 – 1 StR 193/54, BGHSt 16, 104, "die vorsätzliche Wertminderung einer fremden, beweglichen Sache" - und damit Prozess würdig - ab vor den Kadi!
Ich hätte auch eine ganze Latte von Geschichten, die ich selber mit Schiris erlebt habe. Aber hier gilt grundsätzlich, wie im richtigen Leben "Jeder Jeck ist anders!"
Ich finde die Diskussion hier sehr erbaulich. Hier werden einige Stimmen laut, die mehr zur Anerkennung des Pétanque als Sport beitragen, als die vielen Versuche, Leute vom Saufen oder Rauchen während eines Turniers abzuhalten.
Allein vor dem Hintergrund, dass über Regeln, Schiedsrichter etc. diskutiert werden kann, sollte doch klar sein, dass unser Sport schon längst mehr als ein Spiel ist.
Ich finde auch, dass ich persönlich durch meine Präsenz auf Turnieren und mein Verhalten während einer Partie, meinen sportlichen Leistungen und meine Art der Zurückhaltung, einen Beitrag zur Förderung des Pétanque-Sports leiste! So sieht der Interessierte wenigstens mal, wie man es nicht machen sollte! http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/kiff.gif
Viele Grüße,
Christoph
@Lord Lurchi: Kaum Tippfehler - Hut ab! Interpunktion, Groß- und Kleinschreibung, fast alles richtig. Schön zu sehen, dass jemand sich noch die Zeit nimmt, so mit der deutschen Sprache umzugehen, wie sie mal gemeint war!
Und Du hast Recht:
"Auch denke ich an all die Frauen, die ich keineswegs nur beschnuppert und bei deren Anblick ich auch nicht in Tränen ausbrach."
Zur Sache Schätzchen, verlieben ist in jedem Alter kalter Kaffee!
Aber Boule kannst Du, oder?!?
Regeln? Was sind schon Regeln? http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif Regeln ist fast noch schlimmer wie Beschnuppern, Schätzchen!
Lord Lurchi
15.11.2007, 21:48
@Roderig
Nee, Boule Kann ich nicht. Wenn mal doch was an der Sau liegt, dann garantiert aus Zufall. Trifft wider erwarten ein Schuss, dann nur durch Glück. Getreu meiner Signatur.
Wenn ich, was eigentlich nie passiert, die ganze Partie gewinne, dann nur weil ich fieser Möp die Schiris auf meine
noch ahnungloseren Gegner hetze. Ich weiß auch nicht warum, weil die Regeln kenne ich auch nicht. Aber es findet sich fast immer einer dieser Bibelfesten, der zeigt denen dann wo Bartels den Most holt. Kostet mich nur ein Gläschen, oder ne Fluppe.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil, Christoph. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/thumb.gif
Krümelmonster
15.11.2007, 22:47
Oh Gott- Wenn ich jetzt online was spielen würde, dann schreiben 8 von 10 Leuten "KIDDY werd´ erwachsen".
Lieber Schiri. jeder hat mal klein angefangen- wilslt du jetzt alle die nicht richtig Bescheid wissen aus LM´s etc. verbannen?
Lieber bouli , es kommt die Zeit da wirst du auf einem höheren Niveau spielen, dann treten dir neue Gesichter entgegen und auch du wirst sie vielleicht das eine oder andere Mal verwünschen, wenn sie dich nach jeder Kugel fragen "Was kommt bei euch noch?" Nur wirst du vielleicht nicht gleich eine B-Lizens anfordern für "Spaßspieler"(wer will denn bestimmen was ernst ist und was Kugelnwegwerfen http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/blush.gif )
Ich bin für Verständnis für Anfänger und keine Spaltung der Boule(oder petanque) gemeinde.
Viele Grüße Monster http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
treten dir neue Gesichter entgegen und auch du wirst sie vielleicht das eine oder andere Mal verwünschen
Das passiert mir jetzt schon bzw. ist mir schon passiert, aber du sprichst mir aus der Seele.
Herrlich dieser poderich jeder ineterpunktionsfehler jedes rechtgeschreibsfehler erkent er auf das stelle
Aber wie es den großgeartig vermeintet auf jedes kritik sich zu entöußern ohne dabei ein bezug zu tun aufe dieselbe ist wierklich ohne beisspil.
Muss icj make die punkt an der stell odr nict. mir feele die worte.
Bevor icke det vergesse, bitte schone mer, stell mer nich wieder so bloß,det verkrafte ick nich so einfach http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/s84.gif
Ick bin sensible wenn et um mir geht.
Lord Lurchi
16.11.2007, 06:20
@Klagewütige
"Dass er Euer Bier ausgeschüttet hat ist übrigens nach einem Urteil BGH v. 13. Juni 1961 – 1 StR 193/54, BGHSt 16, 104, "die vorsätzliche Wertminderung einer fremden, beweglichen Sache" - und damit Prozess würdig - ab vor den Kadi! "
Ja, die Gerichte warten nur auf Euch, denn sie haben garantiert nix besseres und wichtigeres zu tun!
@Roderig
Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht pauschal alle Gegner und Schiris nach §240 StGB verklage:
Denn sie bedrohen mich rechtswidrig mit einem empfindlichen Übel (der Niederlage). Das objektive Tatbestandsmerkmal der "Rechtswidrigkeit" als Voraussetzung wird erfüllt, da mich besiegen zu wollen ganz sicher "verwerflich" (wie in Abs 2. gefordert) ist.
Dem schlimmen begehrlichen Funkeln in den Augen meiner Gegner beim Anblick einer M30 werde demnächst mit Sammelklagen nach §242 StGB ein Ende setzen!
Bei Dir allerdings, mein Staatsanwalt, prüfe ich gerade §183 (Exibitionistische Handlung). Wer mich "Schätzchen" nennt, der belästigt mich - zweifellos! http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/zunge.gif
@Theo: Ja, es fällt mir in der Tat schwer, mich der Kritik von Leuten zu stellen, die selber nicht zu dem stehen, was sie so von sich geben. Meinetwegen kann so eine frustrierte Heulsuse wie Lurchi auch schreiben, dass er mal mit dem Papst in Schöneberg vom 10er gesprungen ist und der ihm anschließend eine Trompete geschenkt hat... Aus der Anonymität heraus ist das so spannend wie ein Wanderdünen-Rennen...
@Lurchi: Es liegt mir fern, Dich "Schätzchen" zu nennen - wie war das: Wer lesen kann...?!?
also wenn wir schon vom Thema abschweifen, ....mir auf meinem Balkon stehend hat der Papst (J-P II) (damals lebte ich noch in Paderborn) zugewunken, als er an unserem Haus vorbeigefahren ist und das ist nicht erfunden http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrins.gif
@bouler
....... und, hast du was gespürt, hat sich dein Leben seitdem verändert? http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/heilig.gif
Oder war das gar der Grund warum du nicht mehr in Paderborn lebst?
Das Niveau sinkt!
Bitte wieder zur Sache!
mit boulistischen Grüßen
Roland
Ich habe neulich den Dalai Lama persönlich kennen gelernt - war auch schön!
Aber McBoule hat Recht, zurück zum Thema, auch wenn wir mit dem doch fast durch sind...
Also: Ich möchte keine Anfänger aus den LV verbannen, sondern nur anregen, dass den Neulingen in unserem Sport zeitnah durch erfahrene Spieler die Regeln des Pétanque-Sports, sowohl die im Regelheft, als auch die, die nicht drin stehen, nahe gebracht werden.
Ich finde dass es dem Anspruch unseres Sports nicht gerecht wird, wenn Regel unkundige Spieler/-innen an Meisterschaften teilnehmen.
Und nochmal: Es geht nicht darum, dass sie an Meisterschaften teilnehmen, sondern darum, dass ihnen bitte vorher jemand das Spiel erklärt!
Viele Grüße,
Christoph
schmutzigerLappen
16.11.2007, 17:02
@roderich
bul is one dir und betank och!
Lord Lurchi
16.11.2007, 17:41
@ Roderich
Du, Herr Schiri! ich weiß was!: Diese feigen, unqualifizierten Schreiberlinge müssen wir gemeinsam investigativ bekämpfen und zu ihrem coming out zwingen, damit sie ihre fiesen Attacken aus dem trüben Halbdunkel der Anonymität nicht mehr fortsetzen können. Ich mach mal einen Vorschlag zur Güte: soll ich Dir flüstern, wer sich hinter Theo verbirgt??? Kostet Dich noch ein Gläschen, oder zwei, oder... je nachdem
was es Dir wert ist. Bitte nur ernst gemeinte Gebote!
@schmutzigerLappen
Du dummer Feudel, Du. Wie kannst Du Hochwürden derart niveaulos einfach in Frage stellen. Warte nur, bis ich Dich mit Meister Propper ertränke!
@Roderich
Da guckst Du, wie krass ich die Flitze machen und die Seiten wechseln kann, was?! (Rechnung folgt, soll ich als Rechnungsort Schöneberg schreiben, obwohl ich dort nicht wohne? Antwort bitte als PM, damit nicht jeder mitliest).
Ähh - Lurchi, http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/sorry.gif, ich wollte nicht den Eindruck erwecken, dass es mich interessiert, wer Du bist...!
@ Roderich
1. Ich wohne in Schöneberg
2. Hier gibt es nur einen 5er
3 Lurchi hat Höhenangst
4 Der Judas verkauft mich gerade
5. Die Trompete ist ein Originalinstrument aus Jericho
6 Lurche benutzen keine Trompeten bei Papierwänden ( oder Tigern aus selbigem Material)
7 Tatschachen werden nicht unwahr nur weil Du den Namen des Lurchs nicht kennst (ich schon kicher kicher)
Gruss Theo ( ist übrigens kein alias)
Willst ne Kopie vom Ausweis oder soll ich Dir gleich meine Lizenz schicken?
@ Lord Lurchi
wehe wehe wenn ich auf dein Ende sehe
Wenn mir mal ganz, gaaaanz schrecklich langweilig ist....
boshendal
16.11.2007, 23:58
Schade.
Nach einer guten Eröffnung und guten Beiträgen bleibt am Ende nur Kneipengeschwätz.
Krümelmonster
17.11.2007, 01:03
Also die brilliante Aussage von Hochwürden am Anfang stellt für mich alles in´Schatten. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/omg.gif
Vielleicht führen wir ja auch demnächst für alle Neulizenznehmer einen Test ein mit vielleicht tollen Wissensfragen, sowas wie es in Frankreich für Immigranten gibt- JA ein genialer Einfall: Lasst uns die unwissenden, unerfahrenden nicht gehorsamen Kugelwerfer einfach verbannen, dann bleiben wir unter uns, wird bestimmt spaßig weil wir schon so viele sind und irgendwie müssen wir die Unterwanderung des PehhtHONK(Ist wir Boule nur mit Idiot am Spielfeldrand) durch Leute wie Stoffel [ die es wagen sie in ihrer "FREIZEIT" nach dem Turnier zu vergnügen"] ja verhindern http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/stinkefinger.gif .
@ Zoffel hast vollkommen Recht solange man seinen Mitspielern gegenüber mit Respekt begegnet und nicht aus dem Kreis kippt soll man das trinken was man mag!
@ Lord Lurchi: du bist der größte http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/happy_15.gif
@ Roderig wir hatten dramatisch das Halbfinale gewonnen. Ja, wir. Ich hatte irgendeinen seltsamen Anteil an diesem Erfolg
ich weiß nicht welchen
weiter so
Ich musste nach Hause. Ich musste einen Flieger um 15.30 Uhr nehmen, das Finale begann glaube ich um 16.00 Uhr. Ich saß am Flughafen und weinte, weil ich das totsichere Gefühl hatte, „meine“ Damen im Stich zu lassen...
ja...schrecklich dramatisch ich glaube wärst du da gewesen hätten sie es gepackt...
es ist einfach traumhaft an den Momenten deines Lebens teilhaben zu dürfen http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/thumb.gif sie erfüllen uns alle mit Ehrfurcht und grenzenloser Bewunderung -.-
Du bist der Messias des Boulesport wir können viel von dir lernen und irgendwann versteht bestimmt auch einer was von dem oben gequoteten
http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/003-1.gif leutz und http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/003-1.gif Boule- C.r IS COMING!!!
Um was gehts hier? http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/omg.gif
@ bouli
In keinem Fall um:
Boule, Petanque, Freude am Spiel, miteinander, Toleranz,
Respekt, Spielfreude,etc.
In jedem Fall um:
ich habe die Weisheit gepachtet, gut ist was ich sage,Liebe Gemeinde, Ich war schon fast der DPV, wer seinen Namen nicht nennt lügt,
hier spotte nur ich, Gott ist mir langweilig mit dem Prekariat,
@ boshendahl
"Aber am Ende ist es dann nur noch Kneipengeschwätz."
Schon Wittgenstein wußte.........alles nur Worte
@ boshendahl
Habe zu spät in Dein Profil geschaut Herr Generalsekretär.
Gerade Du solltest wissen das dis hier von Kneipengeschwätz noch weit entfernt ist!
Ich stelle mal die gewagte These in den Raum, dass ein Großteil der langjährigen Boule-Spieler mit der Entwicklung des Pétanque-Sports (nicht nur) in Deutschland überfordert ist.
Die Fraktion der gemütlichen (wenn auch nicht weniger leidenschaftlichen) Zocker kann mit dem ganzen Gequatsche von Regelwerk, Kaderbildung, Spitzensport-Förderung, Anti-Doping-Maßnahmen usw. nichts anfangen. Und das ist auch legitim.
Insofern bezieht sich der Titel dieses Threads "Boule oder Pétanque? Welten treffen aufeinander!" nicht nur auf Anfänger, sondern eben auch auf jene, denen zwar klar ist, dass man ohne Regeln kein Spiel spielen kann, die das aber auch nicht überbewerten wollen.
Ein schönes Beispiel für diese zwei Welten ist die Tatsache, dass es in Deutschland kaum Zuschauer beim Pétanqe gibt. Selbstverständlich meine ich damit Boule-Spieler und kein Laufpublikum, das den Sport nicht kennt und trotzdem interessiert beobachtet.
In der Regel ist es so, dass Spieler, die bei einem Turnier ausgeschieden sind, nach Hause fahren. Die Entscheidungsspiele zwischen den verbliebenen Konkurrenten um den Turniersieg sind uninteressant. Solange man selber keine Kugeln werfen kann, hat man mit Boule nichts am Brett.
"Bouler" hat an einer Stelle empfohlen, dass man sich auf den Weg nach Rastatt machen könnte, um beim Eurocup-Finale den "Großen" über die Schulter zu sehen. Ich wäre selber auch gerne dort, habe aber keine Zeit.
Ich erinnere mich an ein früheres Eurocup-Finale in Rastatt - ich glaube es war 2003 - an dem insgesamt 10 Weltmeister teilgenommen haben, inklusive Quintais, Suchaud etc. Das war eines der spannendsten Pétanque-Ereignisse, die ich jemals erlebt habe.
Dort kamen Samstags Spieler/-innen aus der Umgebung und wollten das für den Tag übliche Supermelée-Turnier in der Halle spielen. Als es hieß: "Das fällt heute aus, hier ist EuroCup-Finale!", beschwerten die sich, dass das nicht vorher hinreichend publiziert worden wäre - und fuhren wieder nach Hause.
In einem längeren Beitrag in diesem Thread habe ich versucht zu beschreiben, was Pétanque für mich bedeutet - nämlich eine ganze Menge Herzblut, eine ganze Welt voll Emotionen, Konzentration, Präzision. Aufgrund persönlichen Unvermögens bin ich leidenschaftlicher Zuschauer hochklassiger Partien.
Ich glaube, bei denjenigen Spielern, für die das Boule spielen in erster Linie Kugeln werfen bedeutet, ist das nicht viel anders, aber halt (ohne dass das "bösartig" klingen soll) wesentlich egozentrischer.
Das ist auch einer der Gründe, warum die Arbeit (die es in der Tat ist) der Leute im DPV-Vorstand, in den Landesverbänden und in den Vereinen, in weiten Teilen nicht im Geringsten anerkannt wird. "Sind die doch selber schuld, wenn die sich so reinhängen!", "Die fahren auf unsere Kosten um die ganze Welt, die können sich doch nicht beschweren."
Dies hier ist nur mein Versuch, diese beiden Welten von denen die Rede ist, zu beschreiben. Beide Welten haben unabhängig voneinander ihren Wert und ihre Berechtigung. Und ich glaube nicht, dass wir dort eine Brücke schlagen können. Leute wie ich werden für die "andere Seite" immer "abgehobene, selbstgerechte Spinner" sein.
Für mich stellt sich eine Partie Pétanque gegen begrenzt am Regelwerk und sportlichen Verhalten interessierte Gegner immer so dar, als ob jemand Linguine mit Venusmuscheln im Restaurant mit Ketchup nachwürzt.
Soweit mein hilfloser Versuch einer Beschreibung der Umstände, vielleicht sieht das irgendwer ähnlich und findet bessere Worte.
Viele Grüße,
Christoph
Leuchtenburg
17.11.2007, 10:38
@ Christoph
Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die schweigende Mehrheit es ähnlich sieht.
Lord Lurchi
17.11.2007, 11:18
Schade.
Nach einer guten Eröffnung und guten Beiträgen bleibt am Ende nur Kneipengeschwätz.
@ Boshendal
Lieber Peter,
warum so verächtlich?
Ich kann mich an so manches Gespräch mit Dir erinnern, wo wir beide nicht dieses Niveau erreichten.
Zugegeben - wir haben auch oft ernsthaft über Gott, die Welt(politik), Literatur, Boule/Pétanque, Funktionäre, Schiris, Vereine usw. geredet. Oft waren dies durchaus interessante Gespräche - wenigstens aus meiner Sicht.
Was also ist denn kein "Geschwätz", wie Du es zu nennen beliebst???
Soll hier jemand ein Konzept zur "Kaderentwicklung des DPVs in Zeiten knapper Ressourcen unter besonderer Berücksichtigung der Zusammenarbeit mit DOSB und NADA" vorlegen?
Sollen wir hier über Etats einzelner Funktionsträger in einem bestimmten Verband diskutieren (Du weißt schon welche und welchen), und warum bestimmte Dinge nicht laufen???
Wohl kaum. Dies ist nicht der Ort.
"Geschwätz" ist: Boule = ohne Schiri / Pétanque = mit Schiri
Solange ich Schiris Alkohol und Tabak IM AMT konsumieren sehe, die gleichzeitig Spieler deswegen verwarnen; solange ich Schiris und Schiri-Kandidaten sehe, die als Spieler durch grobe Unsportlichkeit und Regelmißachtung auffallen http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/omg.gif . Ich sage nur "Garantenstellung".....
Da ich weiß, mit welchem Amtsverständnis u.a. du dein Schiedsrichteramt ausfüllst, bin ich durchaus nicht grundsätzlich gegen Schiris. Keine Frage, es gibt Gute.
An den heftigen Reaktionen hier kann man jedoch ablesen, dass es offenkundig auch eine Reihe von Profilneurotikern gibt, die dieses - UND NICHT NUR DIESES - Amt missbrauchen.
Respekt??? Sollte selbstverständlich sein;
Aber auch Erinnern??? Nämlich an die Zeit als man selber Anfänger war??? Sollte ebenfalls selbstverständlich sein!
Aber am Ende geht es um die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit,- und zwar auf allen Ebenen:
1. beim DPV - Etats die nicht ausgeschöpft, Konzepte die strittig oder nicht umgesetzt werden;
2. In den LVs (s.o.);
3. bei den Vereinen (s.o - ich kenn da einen, der ist inzwischen in der 2. Liga, aber war mal ganz woanders.... http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/s84.gif );
4. bei den Sportwarten (ich kenne nicht mal meine Aufgaben, aber ich mach es trotzdem oder ich kenne meine Aufgaben, mache aber trotzdem nix)
5. bei den Trainern (Stichwort: selbst empfundene Bundes-Yogis);
6. bei den Spielern (fehlerhafte und unrealistische Einschätzung der eigenen Spielstärke; ich bin "Spitzensportler" und konsumiere was reinpasst http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/kiff.gif )
7. bei den Schiris (Beispiele finden sich gerade hier)
Die Differenz zwischen Worten und Wirklichkeit, die offenkundige Distanz zwischen "denen da Oben" und denen, die sie vertreten (sollen), das ist der Subtext der Beiträge hier. Und das ist KEIN Geschwätz. Dies müssen wir, die wir Funktionen ausüben und Ämter innehaben zu allererst realisieren und zwar indem wir -wenn schon- auch einlösen, was wir ankündigen und zwar zeitnah (....."NADA"). Und in dem wir Konzepte mit und an der realen Basis "Boule-Deutschlands" erarbeiten ohne von dieser abzuheben ins Funktionärs-Nirvana ("A/B-Lizenz").
Bevor Du nun dies abtust: Wenn man so lange dabei ist wie wir beide, dann wird man nicht umhin können zuzugeben, dass sich die Arbeit von vielen dahingehend ausgewirkt hat, dass unser Sport/Spiel sich weiterentwickelt hat. Genauso wie die Strukturen. Ob aber in die richtige Richtung, dass bedarf einer regelmäßigen sorgfältigen (selbstkritischen) Prüfung und ist wie immer, wo eine größere Gruppe Menschen beisammen ist eben umstritten. Das ist ebenso trivial wie real. Deswegen bekommen wir auch "auf die Fresse", nur sollte man nicht jede Kritik als das übliche Meckern von ahnungslosen Konsumenten abtun und ignorieren. Und jede Wortmeldung, die nicht die eigenen Konzepte bejubelt als "Geschwätz".
Geschwätz ist für mich das Gelaber über die bronzefarbene Haut irgendeiner Perle in der Südsee;
Geschwätz ist für mich, wenn man "name-dropping" betreibt;
Geschwätz, wenn man den Arbeiterlyriker aus D. aus der Mottenkiste zieht.
boshendal
17.11.2007, 19:35
Lieber Lord Lurchi.
ich sprach u.a. von einer guten Eröffnung und guten Beiträgen.
Dabei bleibe ich und zähle auch Deinen aktuellsten Beitrag dazu.
Ich ziehe nach der 8. Seite immer noch eine positive Bilanz.
Lieber Lord Lurchi,
ich sehe P.T. auch noch mit Zigarello im Mundwinkel und Schiri-Pulli über das Boulodrôme in Tegel laufen. Aber hier gilt, wie immer, es gibt sonne und sonne...
Die Frage der wir uns zuwenden sollten ist doch die, wie man es schaffen kann, eine Brücke zwischen den von mir (und dem entsprechend auch nur aus meiner Sicht) beschriebenen "Fraktionen" zu bauen.
Und das ist auf Verbands-Ebene genauso schwierig wie in den Vereinen.
Ich weiß nicht, wie verbreitet das Problem "ich mische nicht" z.B. in anderen Vereinen ist.
Wir haben im KfK Münster einen beachtlichen Teil von Spielern, die sich schlicht weigern beim regelmäßigem Treff auf unserem Boulodrôme, mit oder gegen bestimmte andere Mitglieder zu spielen. Mitgliedern, die beim besten Willen keine Anfänger sind.
Und zwar eben aus dem Grunde: "Die" kennen die Regeln nicht, oder ignorieren sie schlicht. "Die" haben keinen Anspruch, was Technik und Taktik angeht - usw.
Lässt sich das nicht 1:1 auch auf die Verbands-Ebenen übertragen?
Wie gut lässt sich ein bestimmtes Maß an Ernsthaftigkeit, Verantwortung und Angemessenheit im Zusammenhang mit der Rolle des deutschen Pétanque auf internationalem Parkett an Leute vermitteln, die grundsätzlich und "eigentlich" einfach "nur" Kugeln werfen wollen?
Da muss bei diesen Leuten doch alles erstmal völlig übertrieben rüber kommen, oder?
"Boule oder Pétanque - Welten treffen aufeinander."
Streiche "Boule" und setze "Geselligkeit". Streiche "Pétanque" und setze "Sport".
Oder: Geselligkeit = ohne Schiedsrichter / Sport = mit Schiedsrichter.
Die Begrifflichkeiten sind in diesem Zusammenhang schwierig. Finde Du (oder jemand anders) bessere!
Viele Grüße,
Christoph
Ich kann es mir nicht verkneifen: Ja, wenn ich beim Finale in der Halle gewesen wäre, wäre Deutschland Weltmeister geworden. Es war völlig schwachsinnig von mir, an diesem Tag die falschen Prioritäten zu setzen! Bei den vier Damen, die dies genauso sehen, habe ich mich schon 1.000 Mal entschuldigt!!! *http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/s84.gif
Krysztoff
18.11.2007, 14:19
ganz schön viele entschuldigungen. ich finde 1-2 mal entschuldigen reicht, sonst wirds unglaubwürdig.
Hoffe ihr hattet alle ein schönes Wochenende, ich hatte ein arbeitsreiches.
Um auf mein früheren Eintrag zum Besuch des Papstes in Paderborn einzugehen: Am Rande trafen sich einige Punks, bevor diese auch nur irgendetwas getan haben, wurde sie von der Obrigkeit weggeschlossen (Ich konnte dieses sehen. Und ja, ich bin aus Paderborn weg, welches nicht ohne Grund den Spitznamen: Paderboring trägt)
Übertragen auf unseren Sport heißt das: Vorverurteilung wohin man schaut. An der DM in Berlin konnte ich hören, lauschen war nicht nötig, wie ein Schiri einen anderen instruiert hat bestimmte Personenkreise besonders genau in Augenschein zu nehmen. Thema Pappenheimer! Ob dies geschah, keine Ahnung. Aber der Bericht von Zoffel geht m.E. genau in diese Richtung.
Die Schiris sollen unparteiisch sein, und nicht Leute auf dem Kiker haben, oder?
Notorische Regelmißachtungen von einer Mannschaft sind zu ahnden, keine Frage, aber dann bitte bundesweit einheitlich, mit Stil und ohne Show!
Hier ein Beispiel, wie man es vielleicht nicht machen sollte: Spielentscheidende Kugeln (ohne vorherige Verwarnungen im gesamten Turnierverlauf) aus dem Spiel zu nehmen, wegen Übertritt hinten! im Plastikkreis (DM Mixte), harte Entscheidung aber Regelgerecht. ABER: wenn man das weitere Auftreten des Schiris sieht, schreit dieses Vorgehen m.E. förmlich nach Strafmaß-Katalog, welches die Spieler auch kennen sollten! Einem Schiri muß erkennbar sein, ob es versehentlich, oder absichtlich passiert, wenn ein Spieler einen Regelverstoß begeht. Die Strafe muß dafür auch angemessen sein.
Gleiche DM, gleicher Schiri: Spieler, die wohlgesonnen waren haben schlimmere Vergehen begangen, als hinten überzutreten (bspw. störendes nebendran trainieren), die der Schiri bewußt? ignoriert hat, obwohl Zuschauer ihn Aufmerksam machen, und bitten hinzuschauen - keine Reaktion. Doch nicht mehr so hart? Willkür? Unsicherheit beim Schiri? Wieso ist *man/frau dann überhaupt an einer DM im Einsatz? Ich dachte immer, man/frau muss ein erfahrener und guter Schiri sein, um im DPV Schiri zu werden. Resumée: Spieler verstehen die Obrigkeit nicht - und nun? Im Fußball gäbe es niemals einen 11-Meter ohne Torwart, wenn an der Mittellinie ein einfaches Foul passiert.
Und das Schiriteam der EM-Quali Italien gegen Schottland ist wohl auch nicht einer EM würdig!
Wir alle wissen es muß Lernzeiten geben für unsere Schiris. Der Aufstieg muß!!! aber verdient werden, und zwar durch Können. Was für Konsequenzen gibt es bei Versagen? Ist so etwas vorgesehen?
Zum Glück sind die meisten Regeln eindeutig. Was mache ich denn eigendlich, wenn ich ohne Uhr bin, mich aber an die Minutenregel halten muss, bzw. meinen Gegner überprüfen muß? Gibt es an jedem Spielfeld demnächst eine Stopuhr wie beim Schach oder gar Curling? http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/blush.gif
Die Spieler, die sich bewußt nicht ans Regelwerk halten, sollten aber vor allem auch aus den eigenen Kreisen angeprangert werden, aber kein guter oder bekannter Spieler will dies tun. Auch hier gibt es Entwicklungsbedarf in der Denkweise der Spieler. Ich gebe zu solche Gegner, die womöglich einem wie mir deutlich überlegen sind, meinen auch noch die Schikanekiste rausholen zu müssen, finde ich noch ätzender, als Anfänger, die es nicht wissen.
So das war die Abrechnung mit schlechten Schiris und unfairen Spielern. Beide ziemlich schwierig mit umzugehen, deshalb auch meine Forderung nach besserer (Aus-)bildung. Das bedeutet für die Vereine-Regelkunde, und für die Schiris mehr Schulung.
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Vereinsmeiereien. Verbandsklüngeleien. Schwierigkeiten.
1. Wenn wir wirklich alle ehrlich sind, es gibt zu wenige, die ein Amt bekleiden, allein um den Sport weiterzubringen. Bedauerlicherweise kommt es oft genug vor, dass sich Amtsinhaber nur engagieren, um sich selbst in den Vordergrund zu spielen, Anerkennung zu fischen, die er oder diejenige auf dem Platz nicht erzielen kann.
Es gibt sicher auch viele, die sich der Sache willen engagieren, wie Rodering beispw. erwähnte, Patrick LeBars - ein Schiri aus Liebe zum Spiel. Aber warum genießt ein Schiri ein solches Ansehen, übrigens auch bei vielen Top-Spielern, wenn doch die meisten seiner Zunft es nicht tun?
Dazu gibt es ganz einfache Gründe: Authenzität, Ehrlichkeit, Sicherheit, Glaubwürdigkeit, Taktgefühl, Fingerspitzengefühl, Unvoreingenommenheit -Können.
2. Vereins- und Verbandsfunktionäre, egal auf welcher Ebene, sind leider oft genug in ihrem eigenen Mikrokosmos unterwegs, dass die Vereine ganz unten oft nicht nachvollziehen können, warum Entscheidungen ganz oben gefällt werden (Bsp. CMSB- Antrag zur Streichung Alk von Dopingliste der Verbotenen Substanzen bei WADA). Wer sich für Jugendliche und Kinder engagiert, kann diese Entscheidung nun wirklich nicht nachvollziehen.
Grüße http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/zunge.gif
Also, bei all den Beobachtungen von Fehlleistungen seitens der Schiedsrichter verstehe ich nicht, warum offensichtlich niemand auf die Idee kommt, sich ganz offiziell und schriftlich mit Beschreibung der Situation zu beschweren?
Wenn das im Einzelfall auch vielleicht nicht sofort Wirkung zeigt, aber irgendwann schlägt im LV oder im DPV doch auch einmal die Erkenntnis auf, dass es über den oder die Schiedsrichter XY innerhalb eines bestimmten Zeitraums zahlreiche Beschwerden gegeben hat.
@Bouler: Du hast Recht, was den meisten Schiedsrichtern fehlt ist Souveränität. Die messen, verkünden ein Ergebnis, der Spieler einer Mannschaft reklamiert, dass das nicht sein kann - und die messen nochmal! Habe ich schon oft beobachtet, völlig schwachsinnig!
Referent Freilosen
19.11.2007, 12:44
Was mache ich denn eigendlich, wenn ich ohne Uhr bin, mich aber an die Minutenregel halten muss, bzw. meinen Gegner überprüfen muß?
Berechtigte Frage, die sich hier (http://nafa-org.blogspot.com/2007/06/nafa-warnt-vor-geflschten-petanque.html) auch schon mal gestellt wurde.
http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/biggrins.gif
@roderig: die Qualität der Verbandsorgane zeigt was Beschwerden bringen. Wenn etwas schriftlich gemacht wird, Mißstände auf offiziellem Weg angeprangert werden, was passiert dann damit, wenn nicht und selbst wenn ein Verbandsgericht von Betroffenen direkt angerufen wird, hier Disziplinarauschuss bzw. Verbandsgericht: Man schenkt einem Funktionär grundsätzlich mehr Glauben, als bisher nicht als perfekt auffallende Spieler (zoffel berichtete). Man fragt sich, ob die Unschuldsvermutung bei Funktionären wohl höher zu bewerten sei, als bei Spielern.
Und vielleicht geht es den Spielern garnicht darum jemanden anzuschwärzen, sondern vielmehr um zu erreichen, dass was grundlegendes passiert, die Rahmenbedingungen zu verbessern.
Bei der Mixte gab es erhebliche verbale sachliche Beschwerden über den Schiri gegenüber dem DPV. Ich erwarte von einem DPV-Vertreter, dass dies dann auch wahr- und aufgenommen wird. Die Stimmung und Geschehnisse auf den Platz zu erkennen, sich einzugestehen, dass sich etwas verbessern muß, zeugt von Kompetenz und Entwicklungsbereitschaft. Bisher werden die Schiris in dieser Hinsicht in Watte gepackt. Die Funktionäre hören auch nicht gerade mehr auf die Stimmung an der Basis....Mikrokosmos.
Irgendwie haben wir jetzt gerade in zwei verschiedenen Threads zeitgleich dieselben Themen, oder?!
nicht ganz, http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/blush.gif bei dem anderen geht es in erster Linie um die Spieler und deren Benehmen, hier eher um das Verständnis und die vorgegebenen Rahmenbedingungen.
Die Nähe der Themen ist denke ich aber ein Zeichen, wie das eine mit dem anderen verknüpft ist.
Grüße
Lord Lurchi
19.11.2007, 18:41
@roderig: die Qualität der Verbandsorgane zeigt was Beschwerden bringen. Wenn etwas schriftlich gemacht wird, Mißstände auf offiziellem Weg angeprangert werden, was passiert dann damit, wenn nicht und selbst wenn ein Verbandsgericht von Betroffenen direkt angerufen wird, hier Disziplinarauschuss bzw. Verbandsgericht: Man schenkt einem Funktionär grundsätzlich mehr Glauben, als bisher nicht als perfekt auffallende Spieler (zoffel berichtete). Man fragt sich, ob die Unschuldsvermutung bei Funktionären wohl höher zu bewerten sei, als bei Spielern.
@bouler
ich weiß nicht, wie es in deinem LV ist, in meinem ist dies GARANTIERT nicht der Fall...
Wer die Arbeit macht, hat zumindest für eine gewisse Zeit einen kleinen "Bonus", dass ist aber auch alles. Und zwar aus einem einfachen Grund: Es ist viel leichter zu meckern (und selber nichts für die Gemeinschaft zu tun) als zu ackern und dabei gar keine Fehler zu machen.
Mit "Bonus" ist aber nicht gemeint, dass erstmal dem Amtsträger geglaubt wird und dem anderen nicht, sondern eine gewisse Bereitschaft einen Fehler in vertretbarem Maße (sic!) milder zu bewerten. Ich halte dies ausdrücklich für legitim, denn sonst würde sich wohl bald kaum noch jemand trauen sich zu engagieren.
Wenn sich allerdings die Fehler häufen, dann ist dieser "Bonus" sehr bald aufgebraucht, da sonst ein Glaubwürdigkeitsproblem (Stichtwort "Gleichbehandlungsgrundsatz") entsteht, und dieser Fall darf UNTER KEINEN UMSTÄNDEN eintreten.
Glaubwürdigkeit und Glaubhaftigkeit (Unterschied!) eines Zeugen oder Beklagten bemessen sich bei uns mit Sicherheit nicht nach der Frage, wer ist Funktionär oder "Spitzenspieler" einerseits, und wer ist einfacher Lizenzspieler (ohne große Lobby).
Für Funktionsträger, welcher dauerhaft ihre Aufgaben gar nicht oder grob fehlerhaft erfüllen, gibt es die Möglichkeit der zeitlich befristeten Untersagung der Amtsausübung. Dies ist allerdings die letzte denkbare Sanktion. Dabei ist zu beachten, dass bei Entscheidungen auch ein "Übermaßverbot" gilt, Sanktionen also grundsätzlich angemessen zu sein haben.
Dass man so manchen "Pappenheimer" kennt, kann auch der provozierend-arroganten Haltung geschuldet sein, mit der manche meinen sich außerhalb der für alle anderen geltenden Normen bewegen zu können. Frei nach dem Motto "Ich bin ein Star, mir kann keiner!"Eine Möglichkeit dem zu begegnen ist, im Fall der Verurteilung explizit darauf hinzuweisen, dass diese aktenkundig bleibt und im Falle fortgesetzter Eskapaden in die Urteilsfindung beim nächsten Mal einfließt.
@ lord lurchi
Ich denke In dem Beispiel von Bouler ging es um eine DPV Angelegenheit oder? Zoffels Bericht bezog sich auf eine DM.
Ähnliche Erfahrungen mußte ich unlängst auf der deutschen Meisterschaft Jugend machen.
Nur ein Schiedsrichter beim Tireur-Wettbewerb.
Einige klare Fehlentscheidungen, mindestens 10 Zeugen(identische Aussagen), Protest eingelegt, ohne Begründung abgelehnt. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/mad.gif
Aber ich weiß natürlich das Deine Aussagen, den LV betreffend, korrekt sind!
Lord Lurchi
19.11.2007, 21:11
@theo
ist schon klar, wollte nur mal öffentlich machen, dass es auch anders geht und was Überlegungen sein können, die zu einer bestimmten Entscheidung führen.
Frage, werden Schiedsrichterleistungen eigentlich nach bestandener Prüfung, also offizieller Ernennung zum Schiedsrichter überprüft und bewertet? Vielleicht sollte man langfristig an den Einsatz von Schiedsrichterbeobachtern, Auf - und Abstieg von Schiedsrichtern denken...
Fitschen
19.11.2007, 22:12
Alle haben mal angefangen und jeder hat seine guten und schlechten Erfahrungen mit übermotivierten Anfängern und überheblichen Profis. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/blues.gif
Ich finde die Idee mit den häufigsten (nervigsten) Fehlern ausbaufähig. Neben den Negativbeispielen sollte doch das Regelwerk durch Beispiele erläutert und ins Netz gestellt werden. Vielleicht findet sich ein Autorenteam (mit Schiris), die von den Forenmitgliedern unterstützt werden. http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/007-1.gif
mancher LV hat bereits Regelauslegungen veröffentlicht. Schade, dass es das nicht mehr beim DPV gibt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
http://www.petanque-npv.de/html....&page=1 (http://www.petanque-npv.de/html/index.php?name=Sections&req=viewarticle&artid=39&page=1)
Lord Lurchi: wollte nur mal öffentlich machen, dass es auch anders geht...
Aufgrund der vielen Kritik gegenüber den Negativbeispielen, sollte man wirklich nicht vergessen, dass gute Schiris oft einfach nicht auffallen und auch so gut wie nie Presse bekommen. Vielleicht sollte sich dies auch ändern, dann würden sich die Negativbeispiele vielleicht auch mal ein Beispiel an den Guten nehmen - Positive Motivation- die Neue Methode *http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/thumb.gif
Krysztoff
20.11.2007, 16:41
@referent freilosen.
das ist ja eine unglaubliche schweinerei. hoffentlich passiert mir so was nie.
Leuchtenburg
04.12.2007, 23:53
mancher LV hat bereits Regelauslegungen veröffentlicht. Schade, dass es das nicht mehr beim DPV gibt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Ich halte es unbedingt für notwendig, dass einheitliche Auslegungen des IRegelwerks gemacht werden. Und das gab es schon beim DPV. Keine Reaktion vom Schiri-Ausschuß des DPV - leider.
Leuchtenburg
05.12.2007, 00:03
Hallo Christoph,
ich habe einige Mühe, diesen Thread im Fokus zu behalten.
Klaus K.
07.12.2007, 02:52
Offensichtlich hat hier einer einen funktionierenden AKU-Punkt-Tur PUNKT getroffen: DIE Kriminalität der anderen und der AUFSEHER.
(Brecht hätte daraus gemacht: TURpunktAKU.)
Stechen & ABWEINEN. Ü 3000 Aufrufe (alle von einem?). DAS ist doch nicht normal?
Und die LÄNGE mancher BEITRÄGE. Dafür hätte ICH schon keine ROTEN Karten mehr gesehen, sondern wäre - locker - eliminiert worden.
Ein DEUTSCHES Thema. Ungerechtigkeit im unbedeutenden ALL-Tags ABSEITS. DAS die Zugewanderte ausgebeutet wird ist KONSENS. WIE nicht. (Die STRIEMEN der SCHLÄGE in ihren Gesicht sind unerträglich. - MAN sollte sie SCHMINKEN lehren!)
WIE gehabt. DENKEN&REFLEKTIEREN lohnt sich (NICHT)!
Klaus K.
P.S. WER hat LUST auf ALTERNATIV - VERBAND? Motto: LUSTvoll SPORT, regelgerecht, ambitioniert (oder weniger), FAIR, HERAUSFORDERND, seriös, FRÖHLICH, fair, lustVOLL, etc.
(Nicht erst gemeint. KEINE BANGE. WIR wollen doch keine von uns finanzierten ARBEITS???plätze gefährden. ODER???? Doch???)
Klaus K.
15.12.2007, 03:04
WOW.
Selbst im Terminator 3000 gibt es kein ENDE. - Ich bin ein Terminator. Ich habe Macht. Ich bin ein Genom in der Monatsbinde.
P.S. KAHN wurde suspendiert. 25 000 E. Cash. Wg., also, wg. kriegsdienstschwächung vorm Feind. Oder so. Es gibt dafür ein Wort. Na ja.
KAHN. - Eher sollte EBER Höness aufs Feld gejagt werden. Wg. body-mass-index Überschreitung und Fan - Verhöhnung.
Die Wirklichkeit ist nichts als eine kollektive Vermutung. Lily Tomlin
Gute idee A-B-Lizens und ich glaube in kanada gibt es so was schon !
Es sollten sich vieleicht die so genanten könner mal dazu herablassen anfängern was zu zeigen .
Weis ich von einigen die das für ne zumutung halten und genau so andersrum !
hauptsache SCHÖN rund und gruß fred
Wir haben einen Boule-Knigge basierend auf diesem Thread zusammengestellt:
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