Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Empfehlungen für neoliberal getrimmte "Eisblöcke"
Klaus K.
29.11.2007, 19:12
"Wut schützt und nützt uns also. "Ein Zornesausbruch ist in vielen Situationen nicht nur verständlich, sondern das angemessene Mittel, um einer Ungerechtigkeit, Schädigung oder Benachteiligung zu begegnen", betont Degen."
Empfehlungen für neoliberal getrimmte "Eisblöcke" & andere Gefühlsanalphabeten. Oder - COOL sein ist nicht alles. Nicht mal die Hälfte. Eigentlich nur ein emotionales kurzfristiges Interventionsmuster in Krisensituationen. Oder?
Wie reimte Nils Lofgren so schön: The longest way: from heart to head. (Nils Lofgren: Acoustik LIVE)
Klaus K.
http://www.fr-online.de/in_und_....1250238 (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?sid=baad21e2c1ea74cc1a113f67d183b800&em_cnt=1250238)
Nützliche Aggression
Ärgern bis zur Weißglut
Wut gilt als negativ - und doch fühlen sich Zornige gut. Sie glauben, Kontrolle über ihr Schicksal zu haben
VON MARGIT MERTENS
Wutanfall
+ Wutanfall (dpa)
Na, heute schon geärgert? Über den Autofahrer, der die Vorfahrt genommen hat? Über den Partner, der wie immer die Klopapierrolle falsch herum eingespannt hat? Über die zickige Witzelei der Kollegin wegen des alten Wintermantels? Ärger ist das vielleicht alltäglichste Gefühl, das wir kennen. Statistisch verspürt jeder von uns einmal pro Tag Groll.
Ist die Wut groß, sieht man uns meist dieses wenig geschätzte und vermeintlich antisoziale Gefühl auch noch an: Das Gesicht wird rot und angespannt, die Brauen sind gerunzelt, die Augen werden klein und fixieren das Gegenüber, auf eisiges Schweigen folgt eine schrillerer Stimmlage. Anlässe, an die Decke zu gehen, gibt es zuhauf. Den Dampf wieder angemessen abzulassen, ist oft eine Gratwanderung, erst recht, wenn der Anlass banal ist. "Wer seinen Ärger und seine Wut ungehemmt herauslässt, der hat ein erhebliches Imageproblem, gilt als unbeherrscht und aggressiv", stellt der Psychologe Rolf Degen fest. Wer zu häufigen Wutanfällen neigt, gilt als cholerisch.
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Dennoch: "Ärger hat eine fundamentale Bedeutung für das menschliche Miteinander und ist die häufigst empfundene Emotion", betont Maria von Salisch, Entwicklungspsychologin an der Uni Lüneburg. "Dabei steht Ärger über andere Personen im Vordergrund, den wir besonders dann erleben, wenn wir uns durch diese Personen blockiert oder gekränkt fühlen oder sie für Regelverletzungen verantwortlich machen."
Lord Lurchi
29.11.2007, 21:32
Versuch einer Antwort Nr. 1:
Fazit von M. Baltes, verstorbene, ehemals führende Gerontopsychologin zu ihrer jahrzehntewährenden empirischen Forschung (P.Baltes & M. Baltes): "Wir haben jetzt bewiesen, dass alte Menschen noch zu etwas nützlich sind!" - Toll, das mußte bestimmt bewiesen werden;
Fazit eines weltweitbekannten Lehrstuhlinhabers für Pädagogische Psychologie in einem Vortrag am MPIB zum Thema "Lernen Asiaten anders?": JA!
- Hurra, welche Überraschung! Und dass bei einem gänzlich anderem Curriculum! Ein Jahr Thailand, alles finanziert mit EU-Geldern....
Wut kann nützlich sein, ist oft destruktiv und sozial nicht besonders geschätzt? Toll, toll, toll....Auch noch empirisch bewiesen? Super! Amygdala? Biopsychologie find ich juut!
Versuch einer Antwort Nr. 2
BRIGITTE schreibt, Psychologen antworten: Überschrift: Sind sie Jähzornig oder normal?
Decodierschlüssel:
15-20 Pkt: Ihnen platzt jederzeit aus nichtigem Anlaß der Kragen. Sie sind ein gemeingefährlicher Psychopath und müssen in Behandlung (-am besten bei einem Psychologen)
10-15 Pkt. : sie gehen oft in die Luft. Damit machen Sie sich das Leben schwer. Sie sollten die Dinge gelassener sehen (dabei kann Ihnen eine Verhaltenstherapie bei einem Pychologen behilflich sein)
05-10 Pkt.: Manchmal werden sie wütend. Weiter so!
00-05 Pkt. : Sie kann man nach belieben verarschen, Sie werden nie wütend. Sie sind emotional retardiert und müssen in Behandlung (am Besten bei einem Psychologen)
00-20 Pkt: sie lesen, schreiben, oder lesen und schreiben in einem Bouleforum. Ihr Prävalenzrisiko für eine mentale Fraktur liegt bei 98, 87342 % Evtl. ist bereits eine Trümmerfraktur vorhanden. Nehmen Sie Medikamente und werden Sie endlich GELASSEN!!!
Versuch einer Antwort Nr. 3:
Lies doch mal was zur Kritischen Psychologie. Vorsicht, das ist die mit dem großen"K". Lerne, menschliches Verhalten ist BEGRÜNDET, der Mensch ist keine verhaltenstherapeutisch zu konditionierende Ratte deren Verhalten erschöpfend mit den Methoden der Empirie quantitativer Forschung zu entschlüsseln ist.
Versuch einer Antwort Nr. 4: http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/danke.gif Pädagoge, aber ich bin gar nicht cool und schon gar nicht neoliberal. Und gleich werde ich aber SAUER http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/omg.gif
Versuch einer Antwort Nr. 5: Ist dies hier ein Proseminar für Mainstreampsychologie oder ein Bouleforum, oder ein Bouleforum, oder ein Bouleforum???
"....der Mensch ist keine verhaltenstherapeutisch zu konditionierende Ratte deren Verhalten erschöpfend mit den Methoden der Empirie quantitativer Forschung zu entschlüsseln ist..."
Doch, Lurchi, wir sind hier in der Abteilung "Alles, was nichts mit Boule zu tun hat!", übrigens.
Klaus K.
29.11.2007, 23:26
"Heute schon onaniert?", pflegte Volker Ellis Pilgrim seine Zuhörer in den 1980er Jahren zu provozieren. Gerne in der legendären WDR 2 Sendung: Hallo Ü - Wagen, moderiert von der ebenso legendären Moderatorin/Journalistin Carmen Thomas. Bekannt vielleicht als die kürzest amtierende Sportmoderatorin der, legendären?, Sportschau, wg. des Versprechers: Heute verlor Schalke 05.
Lieber Carsten aus Seelze, du siehst wohin das immer wieder führt, wenn edle Seelen sich in die abstiegsbedrohten Emirate des kleinen bürgerTUM(b)S schmuggeln und eklige F - Wörter Tabus brechen oder Spiegel aufstellen oder auf den VORRASEN strullen, wie das in Gdansk, jetzt, vormals hieß.
Peter Brückner, um einen Vertreter der berüchtigten K - Psychologie zu nennen, viel zu früh verstorben, mein geliebter und verehrter Nachbar und Bildungsarbeiter und IDOL, sagte, zitiert aus meiner Examensarbeit, die ich zufälligerweise (heimlich onanierend!!!) mal wieder vorgekramt hatte, in seinem Buch: Das Abseits als sicherer Ort::"Besitzverhältnisse, von Anfang an in Macht - Ohnmacht - strukturen verpflochten, konstituieren die sinnlich erfahrene Welt. Wer sie akzeptiert hat, akzeptiert auch Herrschaft"
Sich aufregen macht Spaß! "Ekel Alfred" gab das KUSCHELTIER der Nation, nicht das Haßobjekt. Warum? Nun, so wie ich es sehe, weil seine - gelungene, also SCHMERZHAFTE!!! - Parodie des UNTERTANS (Heinrich Mann), sowohl noch grausam gegenwärtig war wie überlebt und in die Schranken verwiesen. Jedenfalls von denenInnen, die, z.T., ihren letzten MUT zusammengekratzt hatten und diese irgendwie übriggebliebenen, dennoch unbarmherzig grausamen banal-bösen gott - Herren- KARIKATUREN in ihre Schranken zu verweisen geschafft hatten. Die anderen, vermutlich, leider, die Mehrzahl, ging bei dem Versuch drauf.
MERKELs überall. So zu sagen?!!!
Pilgrims schöne Provokation in Richtung SEXsueller Selbst - und FREIbestimmung wurde in den 1970er Jahren noch, ob in der Ostzone oder in TRI-Zonesien, mit dem SCHLAGENDEN Argument: WAS????? willst du? SCHLAG - BUMMMMS - TOT, gekontert.
Anmerkung: Die einzige VOLKSEMOTION, die von den HERRSCHENDEN, nach wie vor, produziert wie geduldet ist, ist die TRÄNE, das WEINEN. Durch Unterdrückung&AUSBEUTUNG und durch AUSBEUTUNG&UNTERDRÜCKUNG. Eigentum ist DIEBSTAHL, und HANDEL RAUB, wußten bis zur NEU-ZEIT ALLE. UND alle Männer der Ökonomie, der Philosophie, der RELIGION, des VOLKES.
Dagegen setzte Pablo Neruda, DER chilenische National/international DICHTER, die ODE an die ZIEBEL. Warum: Die ZWIEBEL verursacht einzig die LEID - lose Träne, das leid - LOSE Weinen.
Also, wäre das FAZIT: emotiont! Wer das nicht tut, stirbt an Unterkühlung.
Die FR hatte eine schöne Seite über die Entstehung der Regeln im FUßBALL. Im Kommentar hieß es, das es gang&gäbe war, wenn ein ballführender Spieler angegriffen wurde, daß dieser sich den Angreifer erstmal schnappte und und ihn "verhaute"!
Soviel zum Neandertaler im MODERNEN Menschen.
Klaus K.
P.S. Die Neandertaler verhauten natürlich nicht!!! Jeder FREMDE war ein potentieller BEFRUCHTER. Und einen solchen trägt man auf HÄNDEN. Auf keinen Fall verhaut man ihn. Jedenfalls - nicht so doll, auf daß er vielleicht seine "???" verlöre.
Klaus K.
29.11.2007, 23:47
"Heute schon onaniert?", pflegte Volker Ellis Pilgrim seine Zuhörer in den 1980er Jahren zu provozieren. Gerne in der legendären WDR 2 Sendung: Hallo Ü - Wagen, moderiert von der ebenso legendären Moderatorin/Journalistin Carmen Thomas. Bekannt vielleicht als die kürzest amtierende Sportmoderatorin der, legendären?, Sportschau, wg. des Versprechers: Heute verlor Schalke 05.
Lieber Carsten aus Seelze, du siehst wohin das immer wieder führt, wenn edle Seelen sich in die abstiegsbedrohten Emirate des kleinen bürgerTUM(b)S schmuggeln und eklige F - Wörter Tabus brechen oder Spiegel aufstellen oder auf den VORRASEN strullen, wie das in, Gdansk jetzt, vormals hieß.
Peter Brückner, um einen Vertreter der berüchtigten K - Psychologie zu nennen, viel zu früh verstorben, mein geliebter und verehrter Nachbar und Bildungsarbeiter und IDOL, sagte, zitiert aus meiner Examensarbeit, die ich zufälligerweise (lesend&heimlich onanierend!!!) mal wieder vorgekramt hatte, in seinem Buch: Das Abseits als sicherer Ort::"Besitzverhältnisse, von Anfang an in Macht - Ohnmacht - strukturen verpflochten, konstituieren die sinnlich erfahrene Welt. Wer sie akzeptiert hat, akzeptiert auch Herrschaft"
Sich aufregen macht Spaß! "Ekel Alfred" gab das KUSCHELTIER der Nation, nicht das Haßobjekt. Warum? Nun, so wie ich es sehe, weil seine - gelungene, also SCHMERZHAFTE!!! - Parodie des UNTERTANS (Heinrich Mann), sowohl noch grausam gegenwärtig war wie überlebt und in die Schranken verwiesen. Jedenfalls von denenInnen, die, z.T., ihren letzten MUT zusammengekratzt hatten und diese irgendwie übriggebliebenen, dennoch unbarmherzig grausamen banal-bösen gott - Herren - KARIKATUREN in ihre Schranken zu verweisen geschafft hatten. Die anderen, vermutlich, leider, die Mehrzahl, ging bei dem Versuch drauf.
Deshalb: MERKELs überall. So zu sagen?!!!
Pilgrims schöne Provokation in Richtung SEXsueller Selbst - und FREIbestimmung wurde in den 1970er Jahren noch, ob in der Ostzone oder in TRI-Zonesien, mit dem SCHLAGENDEN Argument: WAS????? willst du? SCHLAG - BUMMMMS - TOT, gekontert.
Anmerkung: Die einzige VOLKSEMOTION, die von den HERRSCHENDEN, nach wie vor, produziert wie geduldet ist, ist die TRÄNE, das WEINEN. Durch Unterdrückung&AUSBEUTUNG und durch AUSBEUTUNG&UNTERDRÜCKUNG und KRIEG. Eigentum ist DIEBSTAHL, und HANDEL RAUB, wußten bis zur NEU-ZEIT ALLE. UND alle Männer der Ökonomie, der Philosophie, der RELIGION, des VOLKES.
Dagegen setzte Pablo Neruda, DER chilenische National/international DICHTER, die ODE an die ZIEBEL. Warum: Die ZWIEBEL verursacht einzig die LEID - lose Träne, das leid - LOSE Weinen.
Also, wäre das FAZIT: Emotiont! Wer das nicht tut, stirbt an Unterkühlung.
Die FR hatte eine schöne Seite über die Entstehung der Regeln im FUßBALL. Im Kommentar hieß es, das es (im Anfang) gang&gäbe war, wenn ein ballführender Spieler angegriffen wurde, daß dieser sich den Angreifer erstmal schnappte und und ihn "verhaute"!, bevor er weiter spielte.
Soviel zum Neandertaler im MODERNEN Menschen.
Klaus K.
P.S. Die Neandertaler verhauten natürlich nicht!!! Jeder FREMDE war ein potentieller BEFRUCHTER. Und einen solchen trägt man auf HÄNDEN. Auf keinen Fall verhaut man ihn. Jedenfalls - nicht so doll, auf daß er vielleicht seine "???" verlöre.
Klaus K.
29.11.2007, 23:48
Wennman mich nicht EDITIEREN läßt?!!! Dann eben SO.
boshendal
30.11.2007, 00:03
Ludwig Wittgenstein:
Tractatus logico-philosophicus:
6.53 Die richtige Methode der Philosophie wäre eigentlich die: Nichts zu sagen, als was sich sagen läßt, also Sätze der Naturwissenschaft - also etwas, was mit Philosophie nichts zu tun hat-, und dann immer, wenn ein anderer etwas Metaphysisches sagen wollte, ihm nachzuweisen, dass er gewissen Zeichen in seinen Sätzen keine Bedeutung gegeben hat.
Diese Methode wäre für den anderen unbefriedigend - er hätte nicht das Gefühl, dass wir ihn Philosophie lehrten - aber sie wäre die einzig streng richtige.
6.54 Meine Sätze erläutern dadurch, dass sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie -auf ihnen- über sie hinausgestiegen ist. (Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.)
Er muss die Sätze überwinden, dann sieht er die Welt richtig.
7. Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.
Klaus K.
30.11.2007, 01:26
Ich schmeiß mich weg! Mr. dpv höchstpersönlich. (Ich liebe SCHWARZE fallbeil-spielchen!)
WOHL zitiert, nichts verstanden. Leider. Wie gehabt. Sozusagen!
Wittgenstein. Dorfschullehrer. Kinderhasser. MENSCH. Rationalist. Ein konjunktivischer EIGENTLICHKEITS - Sprecher: "wäre eigentlich".
Und dann dieses SCHLANGENHAFTE Zitat: 7. Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.
Was nun will uns HERR Blumenthöter damit sagen?
ES gilt nämlich auch: Alles, was man (be-) schreiben kann, kann man auch anders beschreiben! (Wittgenstein)
Umgekehrt: Schreibe ich etwas in dieser Weise, muß ich mich fragen (lassen), was wollte ich sagen? WAS habe ich gesagt? WAS habe ich evtl. VERSAUT dadurch, daß ich es SO gesagt habe?
Die REDE des MENSCHEN ist UNKALKULIERBAR! Und: Die größten Kritiker der Elche werden, nicht immer, SELBER welche!
WIE dein Beitrag zu lesen, zu verstehen ist, vor allem, wenn man weiß, HIER spricht der Bundes-chef!, muß jeder selbst herausfinden. - Letztlich ist alles, mehr oder weniger überzeugende, INTERPRETATION.
DAß du JETZT/HIER den ZUG besteigst (schönes BILD, EIGENTLICH), spricht, mir, BÄNDE.
PUNKT.
In den 1950er Jahren sang der rheinische Bariton WILLI SCHNEIDER: Liebling, auch WIR werden älter. So bleiben wir denn zusammen in der geriatischen letzten Stufe des Sports, HAUS Boule, Abteilung SCHNABELTASSE&FLAGGE ZEIGEN, >Zimmer: Stützstrümpfe, Windeln & andere GEHÄSSIGKEITEN.
Viel Spaß noch beim Sekt, beim rumprobieren wg. des unübersetzbaren Merchandisings und überhaupt!
Klaus K.
P.S. Verschärfung der Sachlage durch Zitation einer Gedichtzeile von hans magnus enzensberger aus den 1950/60er Jahren aus dem Gedicht: an einen mann in der trambahn
an einen mann in der trambahn
wozu? ich mag nichts wissen von dir, mann
mit dem wasseraug, mit dem scheitel
aus fett und stroh, der aktentasche voll käse.
nein. du bist mir egal. du riechst nicht gut.
dich gibts zu oft.
(...)
was weißt du denn,
wie die welt riecht,
(...)
die liebe in einem nachen im schilf:
vergebens zubereitet für dich, die welt:
wildnis und filigran, was rein ist, alles
umsonst und der zorn die lust und die mühsale
(...)
ich weiß zuviel.
(...)
und so denke ich vor dem schlaf an dich
im hotelzimmer vor dem kino, und ich
sehe dich zum ersten mal das koppel
schnallen und zum erstenmal zackig
grüßen und sehe, wie du dann, wenig später,
die maschinenpistole nimmst und mit dem kolben
an meine tür schlägst, und deswegen,
und weil ich dich nicht mag, und weil
du mich überleben wirst kaum einen tag,
gedenke ich deiner, stinkender bruder.
(Hans Magnus Enzensberger: Gedichte, es 20, 1966)
P.P.S.
Die engste Nähe vollzog SALOME, indem sie den abgeschlagenen Kopf Johannes des Täufers, serviert auf einem Tablett, küßte mit den Worten: NUN! DOCH!!! Ich habe deinen Mund geküßt, Jochaanan!
Salome, die Schleiertänzerin, steht, historisch, für das WILDE, unzivilisierte. Für das diktatorisch spontane BEGEHREN, des TOTALVOLLZUGS der AUGENBLICKS - LUST.
P.P.P.S
Feiert die Sonnenwende. Baut Häuser auf STELZEN. Anschwellender Bocksgesang: Daß wir keine anderen HERREN haben wollen, sondern keine.
Klaus K.
30.11.2007, 17:20
Anmerkungen zu boshendal
(?)
Ludwig Wittgenstein:
Tractatus logico-philosophicus:
6.53 Die richtige Methode der Philosophie wäre eigentlich die: Nichts zu sagen, als was sich sagen läßt, also Sätze der Naturwissenschaft - also etwas, was mit Philosophie nichts zu tun hat-, und dann immer, wenn ein anderer etwas Metaphysisches sagen wollte, ihm nachzuweisen, dass er gewissen Zeichen in seinen Sätzen keine Bedeutung gegeben hat.
Diese Methode wäre für den anderen unbefriedigend - er hätte nicht das Gefühl, dass wir ihn Philosophie lehrten - aber sie wäre die einzig streng richtige.
6.54 Meine Sätze erläutern dadurch, dass sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie -auf ihnen- über sie hinausgestiegen ist. (Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.)
Er muss die Sätze überwinden, dann sieht er die Welt richtig.
7. Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.
Lieber b.!
Ohne jetzt den Zeigefinger zu gebrauchen, hier ein paar Vorschläge für eine gelingendere Kommunikation:
1. MIR wird vorgeworfen, unverständlich zu schreiben. Was müßtest du dir selber vorwerfen, wenn du dir ansiehst, daß du da einen der unverständlichsten philosophischen Texte der bisherigen Weltgeschichte als Textauszug einfach so wie ein steingewordenes GOTTESwort und völlig unkommentiert und ohne jedweden BEZUG zum KONTEXT in den Raum "bombst".
2. Wäre es nicht der Respekt vor den usern der community wert, aus der Textsorten - RÜSTUNG zu steigen und wenigstens ein paar eigene Bemerkungen als Ein - und/oder Hinleitung zum Verstehen einzustreuen?
Wittgenstein selber hat zwar diese "erratischen" Werke produziert, aber auch kommuniziert, daß er ganz und gar nicht GOTT spielen wollte. Darum arbeitete er bis zum Lebensende weiter an der Formulierung und war unzufrieden über den derart "vorläufigen" Charakter seiner Werke. - Davon abgesehen bleibt jedes Menschenwerk vorläufig und ist in keiner Weise als ABSOUT, als Absolute WAHRHEIT anzusehen. Um in dieser Rede zu bleiben, kann nur ein gott absolutes/ideales schaffen.
Link zu Wittgenstein bei wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wittgenstein
Zitate aus dem Artikel in wikipedia, zu meinen Bemerkungen und dem von b. angeführten Schlußsatz, 7.
Wittgenstein war das jüngste von acht Kindern des Großindustriellen Karl Wittgenstein und seiner Ehefrau Leopoldine, geb. Kalmus. (...)
Auch Wittgenstein legte Zeit seines Lebens (insbesondere nach den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs) depressive Verhaltensweisen an den Tag und erwies sich im menschlichen Miteinander als autoritär und rechthaberisch, aber auch als sensibel und unsicher.
Zitat zum Punkt 7:
Laut Wittgenstein liegt die Logik aller Erkenntnis zugrunde - und markiert zugleich deren Grenze: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“ (Tractatus 5.6). In diesem Sinne gibt Wittgenstein im Vorwort der Logisch-philosophischen Abhandlung an: „Man könnte den ganzen Sinn des Buches etwa in die Worte fassen: Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Dieser Satz wurde oft als Absage an die Philosophie überhaupt interpretiert. Er lässt sich aber auch lesen als eine Absage an positive metaphysische Welterklärungen. (Hervorhebung von K.K.)
Zum Ende seines Lebens:
Im Wittgensteins Spätwerk zerfallen Welt und sie abbildende Sprache nicht mehr in unauflösbare Dinge und deren logisch mögliche Verknüpfung in Sachverhalte oder Sätze. Nicht mehr die zeitlosen Kombinationsvorgaben der Logik bestimmen den Sprachbau. Vielmehr vergleicht Wittgenstein die Sprache nun mit einer "alten Stadt": "Ein Gewinkel von Gässchen und Plätzen, alten und neuen Häusern mit Zubauten aus verschiedenen Zeiten: und dies umgeben von einer Menge Vororte mit geraden und regelmäßigen Straßen und mit einförmigen Häusern. (PU, § 18).
Und das macht diesen MANN doch wieder sympathisch! Er löst das Errartische (die STEINBLOCK-Philosophie) auf zugunsten eines BEGEHBAREN verwinkelt und damit doch geheimnisvollen menschlichen ORTES: einer (Klein-) STADT.
Darin steckt also ein Fingerzeig: WEG vom HARTEN hin zum MENSCHLICHEN!
Klaus K.
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