Klaus K.
23.01.2008, 23:18
Ich wollte das Abkoppeln vom Bundesliga - Faden mit dem Ziel, mal sich zu informieren, wie es in anderen BUNDESLIGEN so aussieht und WOVON eigentlich abhängt, WAS aus diesen LIGEN wird.
Offenbar ist die Antwort einfach: GELD > GELD > GELD! Sponsoren! MEHR Sponsoren!!! NOCH MEHR Sponsoren. TV. Immerhin war+ist Basketball FERNSEH-SPORT.
Dummerweise leben wir in einem KRISEN-STAAT, aktuell in einer FINANZ-KRISE, die sich wahrscheinlich zu einer globalen Wirtschafts-KRISE auswachsen wird. (Mal aus dem Fenster schaun: WENN die BROKER aus den FENSTERN der Finanz-TÜRME fliegen:: NICHT hinterherfliegen wollen, sondern::: ??? Weiß ich auch nicht! - Mehl kaufen?)
Abermals geht ein Stück Glaubwürdigkeit in dem von der BBL propagierten Reformkurs verloren. Der soll dank neuer Konzepte und Statuten aus der Liga ein attraktives Hochglanzprodukt machen. Doch was nutzt die hübscheste Fassade, wenn es an Substanz fehlt? Denn die Beletage kämpft offensichtlich mit strukturellen Problemen, die sie nicht in den Griff bekommt.
Kommentar - FR vom 23. Jan. 2008
Monokultur
Von Sebastian Gehrmann
Jetzt also Köln. Deutscher Basketballmeister von 2006, amtierender Pokalsieger. Na und? Der finanzielle Kollaps der Domstädter reiht sich nahtlos ein in die beispiellose Serie von Pleiten, Pech und Pannen, die der redlich um Attraktivität und wirtschaftliche Stabilität bemühten Basketballgemeinschaft mit beschränkter Haftung in schöner Regelmäßigkeit unschöne Schlagzeilen einträgt. Hagen, Würzburg, Weißenfels - es gab in den vergangenen Jahren kaum eine Saison, die nicht von mindestens einem Insolvenzfall überschattet wurde. Von Meldungen über klaffende Löcher im Etat oder zahlungsunfähige Sponsoren ganz zu schweigen.
Hatten nicht im Sommer, nach dem Rückzug des Kölner Hauptsponsors, Kenner geunkt, es sei nur eine Frage der Zeit, wann die Rheinländer den Insolvenzverwalter bestellen werden? Und warum kann selbst ein derart dekorierter Erstligist den Rückzug eines Mäzens nicht kompensieren? Die für die gesamte Liga existenzielle Frage lautet: Warum?
Abermals geht ein Stück Glaubwürdigkeit in dem von der BBL propagierten Reformkurs verloren. Der soll dank neuer Konzepte und Statuten aus der Liga ein attraktives Hochglanzprodukt machen. Doch was nutzt die hübscheste Fassade, wenn es an Substanz fehlt? Denn die Beletage kämpft offensichtlich mit strukturellen Problemen, die sie nicht in den Griff bekommt.
Seit der Kirch-Krise leben Liga und Klubs von der Hand in den Mund. Ein Liga-Hauptsponsor fehlt ebenso wie ein lukrativer Fernsehvertrag. Und ohne Fernsehgeld keine solide Einnahmebasis. Bleiben als Hauptquelle die Sponsoren vor Ort. da übernimmt dann einer schon mal drei Funktionen: Hauptfinanzier gleich Trikotsponsor gleich Namenspatron. Das hat Tradition im deutschen Basketball - und drängt die Klubs in eine fatale Abhängigkeit.
Zieht sich der Hauptsponsor zurück, verliert der jeweilige Verein den Boden unter den Füßen. Die aktuelle Risikogruppe: In Jena sprang kurz vor knapp die Lokalpolitk in die Bresche. Leverkusen und Ulm werden ihre wichtigsten Geldgeber nach der Saison verlieren. Gießen besitzt eine Bürgschaft der Stadt. Wir lernen: Köln wird nicht das letzte Kapitel der Insolvenzgeschichte bleiben.
Fortsetzung des Spielbetriebs ungewiss: Köln 99ers stellen Insolvenzantrag
Offenbar ist die Antwort einfach: GELD > GELD > GELD! Sponsoren! MEHR Sponsoren!!! NOCH MEHR Sponsoren. TV. Immerhin war+ist Basketball FERNSEH-SPORT.
Dummerweise leben wir in einem KRISEN-STAAT, aktuell in einer FINANZ-KRISE, die sich wahrscheinlich zu einer globalen Wirtschafts-KRISE auswachsen wird. (Mal aus dem Fenster schaun: WENN die BROKER aus den FENSTERN der Finanz-TÜRME fliegen:: NICHT hinterherfliegen wollen, sondern::: ??? Weiß ich auch nicht! - Mehl kaufen?)
Abermals geht ein Stück Glaubwürdigkeit in dem von der BBL propagierten Reformkurs verloren. Der soll dank neuer Konzepte und Statuten aus der Liga ein attraktives Hochglanzprodukt machen. Doch was nutzt die hübscheste Fassade, wenn es an Substanz fehlt? Denn die Beletage kämpft offensichtlich mit strukturellen Problemen, die sie nicht in den Griff bekommt.
Kommentar - FR vom 23. Jan. 2008
Monokultur
Von Sebastian Gehrmann
Jetzt also Köln. Deutscher Basketballmeister von 2006, amtierender Pokalsieger. Na und? Der finanzielle Kollaps der Domstädter reiht sich nahtlos ein in die beispiellose Serie von Pleiten, Pech und Pannen, die der redlich um Attraktivität und wirtschaftliche Stabilität bemühten Basketballgemeinschaft mit beschränkter Haftung in schöner Regelmäßigkeit unschöne Schlagzeilen einträgt. Hagen, Würzburg, Weißenfels - es gab in den vergangenen Jahren kaum eine Saison, die nicht von mindestens einem Insolvenzfall überschattet wurde. Von Meldungen über klaffende Löcher im Etat oder zahlungsunfähige Sponsoren ganz zu schweigen.
Hatten nicht im Sommer, nach dem Rückzug des Kölner Hauptsponsors, Kenner geunkt, es sei nur eine Frage der Zeit, wann die Rheinländer den Insolvenzverwalter bestellen werden? Und warum kann selbst ein derart dekorierter Erstligist den Rückzug eines Mäzens nicht kompensieren? Die für die gesamte Liga existenzielle Frage lautet: Warum?
Abermals geht ein Stück Glaubwürdigkeit in dem von der BBL propagierten Reformkurs verloren. Der soll dank neuer Konzepte und Statuten aus der Liga ein attraktives Hochglanzprodukt machen. Doch was nutzt die hübscheste Fassade, wenn es an Substanz fehlt? Denn die Beletage kämpft offensichtlich mit strukturellen Problemen, die sie nicht in den Griff bekommt.
Seit der Kirch-Krise leben Liga und Klubs von der Hand in den Mund. Ein Liga-Hauptsponsor fehlt ebenso wie ein lukrativer Fernsehvertrag. Und ohne Fernsehgeld keine solide Einnahmebasis. Bleiben als Hauptquelle die Sponsoren vor Ort. da übernimmt dann einer schon mal drei Funktionen: Hauptfinanzier gleich Trikotsponsor gleich Namenspatron. Das hat Tradition im deutschen Basketball - und drängt die Klubs in eine fatale Abhängigkeit.
Zieht sich der Hauptsponsor zurück, verliert der jeweilige Verein den Boden unter den Füßen. Die aktuelle Risikogruppe: In Jena sprang kurz vor knapp die Lokalpolitk in die Bresche. Leverkusen und Ulm werden ihre wichtigsten Geldgeber nach der Saison verlieren. Gießen besitzt eine Bürgschaft der Stadt. Wir lernen: Köln wird nicht das letzte Kapitel der Insolvenzgeschichte bleiben.
Fortsetzung des Spielbetriebs ungewiss: Köln 99ers stellen Insolvenzantrag