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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : verbotene Substanzen im Sport


XBerg
08.08.2007, 20:27
... wieder ON-TOPIC http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif

Also liebe® Bouler, wer nicht weiß das Alkohol, Beta-Blocker sowie Cannabis verbotene Substanzen im Sport sind, der hat meiner Meinung nach in diesem auch nichts zu suchen! Das Problem ist auch nicht das Wissen darum, das Problem ist, dass es keinen interessiert. Es gibt ja auch eigentlich keine Konsequenzen für Spieler, die während einer DM ordentlich Genussmittel konsumieren...
Darauf zu warten, dass die NADA in Deutschland einmal Dopingkontrollen beim Boule macht ist utopisch, außerdem braucht man nur einmal auf die Internetseite der NADA zu gehen um folgendes zu erfahren: Kontrollrahmen

Die NADA beschränkt ihre Aktivitäten auf Dopingkontrollen außerhalb des Wettkampfes (Out-of-Competition). Die Kontrollen bei Wettkämpfen werden vom jeweiligen Fachverband in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter organisert.

Der Kreis der zu kontrollierenden Aktiven umfasst grundsätzlich alle potentiellen Teilnehmer an nationalen und internationalen Meisterschaften. Dazu zählen neben den angehörigen A-,B-,C-, DC-Kader auch ehemalige Kaderangehörige mit Reaktivierungschance, die Mitglieder der ST-Kader und mögliche Teilnehmer an Meisterschaften ohne Kaderzugehörigkeit.

Leider lässt sich auf die Schnelle keine Kostenangabe für die Anlayse einer Dopingkontrolle finden, allerdings halte ich es für unrealistisch, dass der DPV sich eine solche (vor allem eine weitreichendere) im Rahmen einer DM leisten kann. Somit wird sich am Erscheinungsbild der DMs auf absehbare Zeit nix ändern, denke ich.

Meine persönliche Einschätzung ist auch, dass viele Spieler eher auf eine DM verzichten würden, als auf dieser keine Drogen zu konsumieren... ist zwar traurig, aber in dieser Hinsicht ist Petanque noch Lichtjahre von jeglicher Professionalität entfernt!

Dieser Beitrag ist doch einen eigenen Thread wert http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/smile.gif

bouler
09.08.2007, 10:41
Kosten für eine Kontrolle bei Veranstaltungen: Die NADA tritt auch als Dienstleister auf. Ich habe schon wa läuten hören, daß sie pro Veranstaltung einen Fix-Betrag nehmen, aber wie hoch der ist keinen Ahnung gefunden habe ich das hier:

Ein "normaler" Urintest kostet knapp 300 Euro.
"Bei einem "normalen" Urintest übernimmt derzeit die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) 115 Euro, die restlichen 185 Euro trägt das Kontrolllabor. Von den 115 Euro der NADA übernimmt wiederum der den Athleten betreffende Sportverband 59 Euro."
Quelle: http://sport.ard.de/sp....n.jhtml (http://sport.ard.de/sp/weitere/news200708/03/antworten_dopingfragen.jhtml)

Ich glaube aber nicht, daß wir mit 300€ für DM-Sieger und eine weitere Mannschaft davon kämen. Damit sich was ändert in D müsste der DPV wohl oder Übel ersteinmal richtig Geld in die Hand nehmen, und ein paar Trottel, die sich positiv testen lassen von der Bildfläche verschwinden, damit es einen Ruck durch die Gemeinde gibt.

Es gibt aber auch Schnelltests, wie es die Polizei auch durchführt. Die wären weitaus billiger. Ein Alkomat könnte doch auch eine günstige Alternative sein. Bin ja mal gespannt, was der DPV Anti-Doping Ausschuss so ausklüngelt....

bouler


(edit: Quelle in klickbare URL umgewandelt - XBerg)

Klaus K.
14.08.2007, 23:11
Hallo bouler!

http://www.sebastianmoll.de/content_04_07.html
„Anabolika haben viel zu bieten“
Der amerikanische Kulturwissenschaftler John Hoberman über Alltagsdrogen und Doping in Amerika

Süddeutsche Zeitung, 28. März, 2005

John Hoberman, Professor für Germanistik an der Universität Texas, forscht seit 20 Jahren über das Thema Doping. Sein Buch „Sterbliche Maschinen – Die Wissenschaft der Leistung und die Entmenschlichung des Sports“ gilt als bahnbrechendes Werk in der Soziologie des Dopings. In den USA erscheint in diesem Februar sein neues Buch „Testosterone Dreams“ über die Karriere des synthetischen Testosterons als Alltagsdorge im Sport und in der amerikanischen Gesellschaft.

Ich halte dafür, nicht zu schnell&moralisch&praktisch über dieses hochspannende Thema zu sprechen, sondern, sozusagen ohne Eile, also in aller Ruhe, sich erst einmal ein "Bild" zu machen über Drogengebrauch in allen gesellschaftlichen Bereichen HEUTE und die - notwendige??? - Eingliederung von Drogen in ihren ALLTAG (Arbeit/Freizeit/Sport) von immer mehr Normalbürgern wg. Leistungsdruck, z.B., usw. und mit zunehmender Tendenz.

In Niedersachsen wird jetzt vermehrt darauf geachtet, daß während eines Spieles die Spieler nicht mehr rauchen. Eigentlich eine, regelgerechte, Selbstverständlichkeit. Trotzdem! Gerade hier, am Beispiel des Nikotins, wird deutlich, WIE stark diese SOFORTABHÄNGIGKEIT produzierende DROGE in den Alltag der Rauchenden integriert ist, unabdingbar dazugehört. Reagiert man auf diesen massenhaften gesellschaftlichen Drogen-GEBRAUCH nur mit Ächtung, Verbot, Ausschluß etc., also: HART, treibt man die Betroffenen, die, gerade in der Boulecommunity, in der MEHRHEIT sind, ins Abseits. Der SÜCHTIGE braucht aber, sachkundige, Hilfe, die ihm, auch nach der aktuellen Gesetzeslage, zusteht. Denn: für das Gesetz ist der Süchtige KRANK.
Hier wird deutlich, daß man das DROGENproblem nicht individualisieren DARF und VERBOT und Selektion jedenfalls nicht allein praktiziert werden dürfen.

Klaus K.

tireurweltmeister
15.08.2007, 11:02
Äh... richtig! Allerdings nur, wenn ich Boule/Petanque als gesellschaftliches Rumgemurmel und nicht als Sport sehe. Natürlich muss ich hier auch wieder untergliedern, denn in jeder Sportart wird im Breitensport geraucht und gesoffen... wie in der Gesellschaft allgemein. Wenn allerdings bei einer Veranstaltung, die, wie die Deutsche Meisterschaft das nationale Aushängeschild einer Sportart ist, ein Großteil der Spieler leicht bis stark alkoholisiert zu den Spielen antritt... tja, dann brauche ich mir auf jeden Fall über die Sportivität dieser Sportart keine Gedanken zu machen.

Vielleicht sind meine Ansprüche auch einfach zu hoch und es gibt beim Petanque einfach nichts anderes als Breitensport. Dafür würde auf jeden Fall sprechen, dass nicht einmal die zur WM fahrenden "Top-Athleten" einen Trainer haben, der sie auf dieses Event vorbereitet.

Murmeln halt...

Gruß,
TW

Klaus K.
16.08.2007, 16:52
Hallo TW,

Ich habe jetzt ein Problem. Mit dir. Ich würde gern auf deinen Beitrag eingehen, auch in einer etwas konkreteren Form. Aber: da ich nicht weiß wer du bist und ich auf keinen Fall nochmals mit einem bestimmten Herrn der elitären Boulewelt, der sehr gerne unter Pseudonymen auftritt, diese wichtige Thematik diskutieren will, hier nur einige Anmerkungen.
Vielleicht sind meine Ansprüche auch einfach zu hoch und es gibt beim Petanque einfach nichts anderes als Breitensport. Dafür würde auf jeden Fall sprechen, dass nicht einmal die zur WM fahrenden "Top-Athleten" einen Trainer haben, der sie auf dieses Event vorbereitet.
Ich denke nicht, daß deine Anprüche zu hoch sind. Ich halte sie für normal im Sinne von plausibel und gerechtfertigt. Allerdings sind wir damit konfrontiert, daß der Leistungssport immer schon, auch in der Antike, dopingverseucht war (Stimulanzien aller Art und KRAFT/Ausdauer-Drogen). Wer gestern abend um 22.45 Uhr auf ARD den 2. Teil der Sendung: Blut und Spiele gesehen hat, der wurde mit der Aussage, mehrfach wiederholt, konfrontiert, daß der gesamte Leistungssport flächendeckend verseucht ist. Ein italienischer Dopingexperte sagte, wie Training auf jeden Sportler unterschiedlich wirkt, sei daß auch bei Doping so. Wir sähen, würden alle dopen, eigentlich nur noch, welche Organe in den Sportkörpern weniger schnell zerstörungsanfällig wären, also daß "die beste Niere" oder das "beste Herz" etc. siegen würde, nicht aber mehr ein Mensch, gar dieser bestimmte SportlerIn!!!
Schöne Aussichten? NEIN. Seit Jahren Wirklichkeit und - Tendenz: schlimmer werdend.
Die Richtung des Dopings wg. allgemeinem Leistungswahn in unseren Gesellschaften, die wir gerne die MODERNEN nennen, ist: abwärts. Was also vormals nur im HOCH-Leistungssport und nur in einzelnen (vor allem leichtathletischen Disziplinen+Rad) Sportarten vorkam, verallgemeinerte sich dann im allgemeinen Leistungssport und ging immer mehr auch in den sogenannten BREITEN-Sport. Wie die FR gestern berichtete: "Der 24. Universade im thailändischen Bangkok droht ein Dopingskandal größeren Ausmaßes." (Sportseiten, S. 28)
Boule als hochkonzentrativer Ausdauersport verlangt von den - ambitionierten - Akteuren sowohl körperliche Fitness und Bewegungsfähigkeit als auch durchgehende Konzentrationsfähigkeit. Dafür gibt es mittlerweile hervorragende Drogen als Medikamente, die allgemein zugänglich sind. Diese sind ebenso für bestimmte Krankheiten (Müdigkeitssyndrom) wie für militärische Einsätze entwickelt worden und sind nicht nachweisbar. Gegen diese Drogen (Modafinil, z.B.. Siehe auch Bericht in der ARD über solche Sport-und Militärdrogen) erscheinen unsere auch im Boule eingesetzten Drogen wie vor allem Nikotin, Alkohol und, gering, Cannabis als harmlos. Wie gesagt, im Verhältnis dazu!

Zur Situation WM, Vorbereitung und Trainingsarbeit siehe auch meinen Beitrag/Thread: Boule als Pétanque und Wissenschaft sowie in Who is Who.
In der Tat kann man sagen, daß Boule als Pétanque in Deutschland (und anderswo?!) (noch) nicht die Kriterien für SPORT erfüllt: Training/Trainer/Wissenschaft/Trainingslehre(n). Meine Arbeit als TRAINER beinhaltet das, ist allerdings nur, in der täglichen Arbeit, regional begrenzt. Da das eine sehr komplexe Materie ist, vielleicht später mehr dazu.

Gruß, Klaus K.

Roderig
16.08.2007, 17:49
Hallo TW,

die "zur WM fahrenden Top-Athleten" haben mit dem DPV-Bundestrainer Daniel Voison nicht nur den erfolgreichsten Pétanque-Sportler aller Zeiten, sondern wahrscheinlich auch einen der besten Pétanque-Trainer als Unterstützung zur Vorbereitung auf ihre Wettkämpfe, inkl. WM.

Man mag es glauben oder nicht, aber für einige Sportler im DPV-Kader gehört es inzwischen dazu, sich vor den Trainings warm zu laufen.

Also: Ganz so hinterwäldlerisch und breitensportlich geht es in unserer Nationalmannschaft dann doch nicht mehr zu!

Viele Grüße,

Christoph

Roderig
16.08.2007, 17:55
Noch ein Nachtrag: Wenn Du gerne umfassende und fundierte Informationen zum Thema Pétanque-Training haben möchtest, dann besorg Dir "Das Handbuch für Pétanque-Trainer" von Uwe Büttner und Jürgen Schrajer. Da steht wirklich (fast) alles drin!

Klaus K.
16.08.2007, 20:02
Die Fähigkeit zu überlegen.

http://www.goethe.de/ges/phi/thm/pun/de869634.htm
Die Fähigkeit zu überlegen. Anmerkungen zur Willensfreiheit
Professor Dr. Martin Seel; Copyright: Universität Frankfurt/Foto: Jürgen Bauer Die aktuelle Debatte zwischen der Philosophie und der modernen Hirnforschung beschäftigt sich mit der Frage, ob so etwas wie ein freier Wille überhaupt noch gedacht werden könne. Der Philosoph Martin Seel setzt sich damit auseinander.

Die Fähigkeit zu überlegen ist neben der des Betrachtens von Bildern, der Herstellung von Werkzeugen und der Entwicklung politischer Gemeinschaften eine der Grundfähigkeiten des Menschen. Sie ist aber nicht irgendeine dieser Grundfähigkeiten – sie ist diejenige, ohne die es die anderen nicht gäbe. Denn sie ist es, durch die der Mensch ein handelndes Lebewesen ist, das in theoretischer wie praktischer Absicht sondieren kann, worauf es sich in seinem Verhalten festlegen will.
Problem erledigt, TW, mein Meister-Zensor Stéphane alias Dart Vader.

Zur Sache (siehe oben). Dem Radprofi Jörg Jaschke, der jetzt in aller Munde ist wg. seiner umfänglichen öffentlichen und staatsanwaltlichen Aussagen zur Doping-Lage im Spitzen-Radsport, kommt das Verdiehnst zu aufmerksam gemacht zu haben auf die eigentlichen "Schuldigen" des flächendeckenden Dopings im Leistungssport. Jaschke, selbst ein Verführter, obwohl Sproß einer Arztfamilie mit Abitur, beschreibt die Verführungstechniken der Autoritäten/Mächtigen im Radsport. Das mag "man" scheinbar gar nicht gerne hören. Lieber hält man sich immer noch an den ausgeleierten Sprachgebrauch der individuell schuldigen Sünder als den Schwarzen Schafen, welche "natürlich" alle Einzelfälle sind.
Der Kreis zu oben: Die Fähigkeit zu überlegen, schließt sich indes derart, daß "mir" diese Fähigkeit als allgemein menschliche wenig nützt, wenn ich mich nicht entsprechend FREI entscheiden kann in einer bestimmten Lebenslage (Radrennfahrer), in der ich als, jederzeit feuerbarer Angestellter, in starker Abhängigkeit mich befinde von den Vorgaben der Chefetage!
Davon unabhängig kann, wie z.B. im mir bekannten dt. Boule, das "saufende, rauchende und kiffende Umfeld" eine starke Sogwirkung ausüben, die gesundheitliche und ethisch/moralische Bedenken bei Dazukommenden und nicht Gefestigten, also vor allem Jungen, beinahe aufhebt. Jaschke verweist in diesem Zusammenhang auf die Bemerkung seines Rennstall-Besitzers: es machten doch alle.
Insofern ist mit reinen auf Moral basierenden Appellen fast gar nichts zu machen. Und eine flächendeckende Urinprobe oder, besser, Blutentnahme wäre zwar möglich, aber weder, z.Zt., durchführbar noch bezahlbar. Und so landen wir immer wieder in der Rubrik: Neueste Meldungen aus dem LEISTUNGS-SPORT-HORROR Panoptikum.
Viel Spaß also mit der Leichtathletik WM in Osaka und, natürlich, der mutmaßlich größten Doping-Show der Welt bisher, den Olympischen Spielen 2008 in China.

Wird es Doping-Kontrollen geben bei der Pétanque WM in Thailand?

Gruß, Klaus K.

You can't always get what YOU wa-ant! Baby. (Mick Jagger)

bouler
16.08.2007, 21:00
Mir würde schon eine Kontrolle bei der DM reichen, wie wärs mit der Tete und Tireur..

Grüße

Nico
17.08.2007, 00:12
Liebe Boule-Kollegen, und Klaus im Besonderen aufgrund seines Bezugs zur ARD-Sendung:

Ich bin beim Zappen durch Zufall bei ebendieser Sendung hängengeblieben, und frage mich im Nachhinein ob ich die Informationen überhaupt wissen wollte, da ich dadurch zutiefst erschüttert bin.
Doping im Radsport wurde gerade während der Tour de France derart medienwirksam behandelt, dass man selbst als bekennender Radsport-Uninteressierter davon nicht verschont blieb.
Die zusätzlichen Informationen, z.B. die wundersame Anpassung an die Grenzwerte bei dem Gros der Wintersportler, sowie die Machenschaften im Fussballbereich hätte ich niemals für möglich gehalten... ob ich einfach zu blauäugig oder zu wenig hinterfragend die letzten Jahre Sport konsumiert habe weiss ich nicht.
Jedenfalls wird man nach dieser Reportage wohl kaum ein Sport-Event wieder derart geniessen können wie vorher.

Irgendwie Schade.

Im Bezug zum Boule sollte man jedoch eines in Betracht ziehen:
Boule ist - und wird wohl voraussichtlich auch in den nächsten Jahren - rein wirtschaftlich uninteressant bleiben.
Solange niemand durch den unseren Sport reich werden - oder zumindest seinen Lebensunterhalt verdienen kann, ist das Problem der leistungsfördernden Drogen wohl durchaus zu vernachlässigen.
Kein Arzt wird seinen Ruf/Beruf für eine Sportart aufs Spiel setzen, bei der nicht etwas für ihn übrig bleibt - und Sponsoren /"Rennställe", die durch Boulespieler Public Relation betreiben bzw Geld verdienen, sind noch in weiter Ferne (zumindest in Deutschland).
Ich wage auch zu bezweifeln dass jemand auf eigene Faust in die Apotheke rennt um beim nächsten Turnier etwas konzentrierter zu agieren - und für EUR 25 Preisgeld seine Gesundheit aufs Spiel setzt.

Demnach ist wohl das Naheliegenste, sich mit dem IST-Zustand auseinanderzusetzen, sprich den heutigen Problemen.
Da wären wir dann beim Saufen/Haschen/Rauchen.
Jegliche andere Vorgehensweise scheint mir in der heutigen Zeit verfehlt.

Hier stellt sich jedoch die grosse Problematik, die bereits in verschiedensten Foren diskutiert wurde - will und sollte man den Boule in Breiten- und Leistungssport unterteilen.

Meiner Meinung nach gibt es garkeine andere Möglichkeit.
Sollte man nämlich die gegebenen Regeln rigoros umsetzen, würde es bedeuten mit aller Härte incl Lizenzentzug vorzugehen.
Was macht man jedoch bspw bei lizenzfreien Turnieren ?
Schafft man diese gänzlich ab und verbaut so vielen Hobby-Boulern den Zugang zum Turnier/-Ligasport ?
Will man lizenzlose Spieler anders behandeln als Lizenzspieler ?

Ich vertrete die Ansicht bei Ranglistenturnieren,Liga, LMs + DMs die Dopingverstösse bestmöglich zu ahnden, und dem Feld der "Breitensportler" ihr Glas Wein und die Zigarette bei anderen Veranstaltungen zu lassen.

Vielleicht hat gibt es ja andere + bessere Ideen, ich persönlich sehe jedoch momentan keine umsetzbare Alternative.

Nun muss ich aber erstmal meine Tasche für Travemünde packen.
Vieleicht sieht man sich die Tage.

Gutes Nächtle

Nico /BC Osterholz

tireurweltmeister
19.08.2007, 21:41
Bezüglich Roderig:


die "zur WM fahrenden Top-Athleten" haben mit dem DPV-Bundestrainer Daniel Voison nicht nur den erfolgreichsten Pétanque-Sportler aller Zeiten, sondern wahrscheinlich auch einen der besten Pétanque-Trainer als Unterstützung zur Vorbereitung auf ihre Wettkämpfe, inkl. WM.


Trainer??? Ein Trainer ist dazu da Spieler über einen längeren Zeitraum regelmäßig zu betreuen. Ich finde es absolut lächerlich eine Person als Trainer zu bezeichnen, die einen Kaderspieler ein Paar mal im Jahr sieht. Das einzige was Daniel Voisin macht ist einen Kader aufzustellen und diesen bei Veranstaltung zu coachen, was aber nichts mit der Arbeit eines Trainers zu tun hat. Ein Trainer ist dazu da einen Athleten konstant zu betreuen, Trainingspläne für diesen aufzustellen etc. Desweiteren muss der Trainer immer eine Ansprechsperson für den Sportler sein, der bei Fragen und Problemen zur stelle ist... Diese Aufgabe erfüllt Daniel in keinem Fall und ich hoffe inständig, dass es nicht mehr lange dauert, bis die Kadersportler genug davon haben einen Französischen Star vorgesetzt zu bekommen mit dem sie sich nur eingeschränkt verständigen können und der beim Coaching die Ansicht vertritt er alleine kenne die "richtige" Spielweise.


Man mag es glauben oder nicht, aber für einige Sportler im DPV-Kader gehört es inzwischen dazu, sich vor den Trainings warm zu laufen.


Was mal wieder auf die Aktualität der Trainingsmethoden schließen lässt. Warmlaufen wird selbst in "richtigen" Sportarten in neueren Trainingsmethoden nicht mehr als aktuell angesehen. Wichtig ist die Gelenke, die für die Bewegungsausführung einer Sportart wichtig sind zu mobilisieren. Beim Petanque wäre somit eine Mobilisierung der Arm/Schultermuskulatur mit leichter Kräftigung vor den Spielen angebracht.


Also: Ganz so hinterwäldlerisch und breitensportlich geht es in unserer Nationalmannschaft dann doch nicht mehr zu!


s.o.


Noch ein Nachtrag: Wenn Du gerne umfassende und fundierte Informationen zum Thema Pétanque-Training haben möchtest, dann besorg Dir "Das Handbuch für Pétanque-Trainer" von Uwe Büttner und Jürgen Schrajer. Da steht wirklich (fast) alles drin!


Gibt es denn wenigstens vom DPV Prämiengelder für jede Erwähnung dieses Buches im Forum? Hoffe ich doch, sonst fehlt mich hier einfach der Sinn. NEIN, warte! Natürlich bist du einfach nur so begeistert von dem Buch und kannst darum gar nicht anders... Ich lach mich tot!

Gruß
TW --- Das Kürzel gefällt mir... http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/danke.gif!

P.S.

Ich habe jetzt ein Problem. Mit dir. Ich würde gern auf deinen Beitrag eingehen, auch in einer etwas konkreteren Form. Aber: da ich nicht weiß wer du bist und ich auf keinen Fall nochmals mit einem bestimmten Herrn der elitären Boulewelt, der sehr gerne unter Pseudonymen auftritt, diese wichtige Thematik diskutieren will, hier nur einige Anmerkungen.


Du kannst ganz beruhigt in konkreter Form auf meinen Beitrag eingehen... ich gehöre weder in irgendeiner Weise zum DPV, noch bin ich gewisser Herr... wie du wohl schon selbst herausgefunden hast! http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif

Klaus K.
20.08.2007, 15:10
Lieber TW,

es gefällt mir wie du vom Leder ziehst! Na ja, DU hast ja auch keinen Zensor im Nacken http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/love.gif !
Was mir GAR NICHT gefällt ist, als P.S. in einem posting an jemand anderen angesprochen zu werden. Irrtum? Absicht?

Klaus

Roderig
20.08.2007, 17:46
Lieber TW,

die Vorstellung von einem Trainer, die Du beschreibst, ist sicher richtig. Leider ist diese Form der Unterstützung einzelner Spieler über einen längeren Zeitraum aktuell nicht vorstellbar. Es war schon ein Stück des Weges, überhaupt Kader zu bilden, Sichtungen durchzuführen und Kadertrainings abzuhalten. Du darfst nicht vergessen, dass wir vor einigen Jahren sogar noch WM-Qualis ausgespielt hatten - der Turniersieger durfte dann entsprechend Deutschland auf internationalem Parkett vertreten. Insofern sind wir da schon einen ganzen Schritt weiter.

Daniel Voison vertritt nicht die Meinung, seine Spielweise sei die einzig Richtige. Lediglich alle Pétanque-Sportler die ihn und seine Art mit diesem Spiel/Sport umzugehen kennen, vertreten diese Meinung. Wenn Du eine Möglichkeit hast oder irgendwann einmal bekommst, dann frag Philippe Quintais, Christian Fazzino oder Philippe Suchaud.

Wenn ich auch nur ein bißchen mehr Talent und Zeit hätte, würde ich alles dafür geben, ein- oder zweimal im Jahr für ein paar Stunden mit Daniel Voisin trainieren zu dürfen.

Bei dem Punkt mit dem warmlaufen habe ich mich etwas mißverständlich ausgedrückt: die Spieler machen das - so wie ich den Berichtenden verstanden habe - von sich aus. Und ich denke mir, sie tun das unter anderem, um der Ernsthaftigkeit Ausdruck zu geben, mit der sie an die ihnen gegebenen Möglichkeiten herangehen.

Zuletzt: Ja, ich bekomme vom DPV für jede Äußerung über das Buch, egal wo, zwischen 150,- und 400,- Euro. Wenn ich einem Schaffner im Zug davon vorschwärme, der nichts mit Boule oder Pétanque zu tun hat, nehme ich allerdings maximal 50,- Euro.

Meine wiederholte Erwähnung des Buches hat aber zum Teil auch damit zu tun, dass ich es richtig gut finde. Ich denke, dass sich die Qualität im sportlichen Pétanqe erheblich steigern ließe, wenn dieses Buch weitere Verbreitung fände. Darüber hinaus fände ich es aber auch schade, wenn sich zwei Freiwillige in ihrer Freizeit eine solche Arbeit machen, solche Kosten auf sich nehmen - und dann auf den Sachen sitzenbleiben, weil es entweder dann doch keinen interessiert - oder weil es zu teuer ist.

So, ich hoffe, Du konntest das hier noch zur Kenntnis nehmen, bevor Du Dich totgelacht hast - bzw. dann ja spätestens jetzt, oder?

Viele Grüße,

Christoph

tireurweltmeister
20.08.2007, 23:17
Was mir GAR NICHT gefällt ist, als P.S. in einem posting an jemand anderen angesprochen zu werden. Irrtum? Absicht?

Faulheit! Warum ein 2. Posting, wenn beides in eins passt?! http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/cool.gif

Darum jetzt nochmal im gleichen Posting bezüglich Christoph:

Lediglich alle Pétanque-Sportler die ihn und seine Art mit diesem Spiel/Sport umzugehen kennen, vertreten diese Meinung.

Aha, interessant... Kann ich mir allerdings nicht so recht vorstellen. Was ich bisher aus betroffenen Quellen erfahren hat, geht es Daniel in 1. Linie darum "seine Teams" unter Kontrolle zu haben und legen zu lassen. So ist es nicht seine Intention Teams spielen zu lassen und in kniffligen Situationen zu helfen, sondern zu bestimmen was das Team macht.
Diese Verhaltensweise kann ich mir nur so erklären, dass er die Spieler entweder für absolut unfähig hält eigenständig im Team Entscheidungen zu treffen, oder von sich selbst so überzeugt ist, wie du von ihm. Im Endeffekt läuft es auf das Gleiche hinaus: das Team verliert seine Eigenständigkeit und jegliche Teamdynamik wird unterbunden. TOLL! Und das ganze dann noch mit einer unansehnlichen Spielweise garniert... eine Meisterleistung quasi.
Wobei, irgendwie passt er mit seiner Rolle als autoritärer Coach prima in das deutsche Bild eines TEAMFÜHRERS, oder?!

Tut mir leid, aber nach den Liveberichten von betroffenen Spielern und Spielerinnen, wünsche ich diesen möglichst schnell einen Coach, der gelernt hat zurückhaltent und HALTGEBEND (!!!) ein Team im Wettbewerb zusammen zu schweißen und zu einem TEAM zu machen. Das sind Fähigkeiten die ein Coach braucht und keine Weltmeistertitel.

Und was das Buch angeht: wozu ist denn so ein Meisterwerk der Trainingslehre da, wenn nicht um Trainer auszubilden. Gibt es in Deutschland keine fähigen Trainer, die mit den Kaderspielern arbeiten könnten? Ich bin mir sicher, dass viele Trainer freiwillig und kostenlos Zeit investieren würden um einen Kaderspieler zu betreuen und auf einen Wettkampf vorzubereiten. Wiso werden die Trainer nicht angsprochen, ob sie die Wettkampfvorbereitung für einen Kaderspieler übernehmen könnten, der in ihrer Nähe wohnt? Oder ist die Trainerausbildung in Deutschland dazu einfach zu ungenügend?

Für mich ist es eine riesige Diskrepanz zu behaupten man hätte das Standardwerk des Petanquetrainings erschaffen ZITAT:
So ein umfassendes und fundiertes Werk zum Pétanque-Sport habe ich in den 15 Jahren in denen ich jetzt "dabei bin" noch in keiner Sprache in Händen gehalten!
aber es nicht schafft Trainer nach diesem Werk auszubilden. Sind die Erkenntnisse dem DPV erst mit der Veröffentlichung zugänglich gemacht worden? Ist das Werk vielleicht aus dem Himmel gefallen? Warum gab es nicht schon im Vorfeld Erkenntnisse, die direkt in die Trainerausbildung übernommen werden konnten? War es den Autoren nicht möglich zusätzliche Trainingspläne für Kaderspieler anzuregen?

Naja, soweit für heute Abend... ich bin auf Reaktionen gespannt...
Oder sollten wir langsam einen neuen Thread dafür aufmachen???

Roderig
21.08.2007, 08:52
Hallo TW,

die Idee einzelne Kaderspieler durch persönliche Trainer betreuen zu lassen finde ich gut. Das wäre ein richtiger, nächster Schritt in der Entwicklung unserer Nationalmannschaft.

Ich glaube allerdings nicht, dass es sich lohnt zu dem Thema einen neuen Thread aufzumachen. Deutschland ist auch das Land der Bundestrainer. Ich habe es in verantwortlicher Position ja selber erlebt, dass es alle besser wussten als ich - da sind dann auch sportliche Erfolge völlig nebensächlich.

Im DPV sind noch einige wichtige Positionen unbesetzt. Bei Deinem Interesse und in Teilen sehr guten Anregungen wäre es doch keine schlechte Idee, wenn Du Dich da zur Verfügung stellen könntest.

Ich sehe die Entwicklung im DPV rundherum positiv. Wenn man bedenkt, wie lange es den Verband schon gibt und wie lange nichts passiert ist, dann können einen die letzten 5 Jahre doch nur positiv stimmen.

Sicher hat sich in der Nationalmannschaft vieles geändert. Vieles, an das sich auch Kaderspieler, die schon länger dort mitspielen erst gewöhnen müssen. Vieles, dass sich bestimmt auch dem einen oder anderen "Ehemaligen" nicht erschließt.

Aber wenn ich mir ganz aktuell den Auftritt des DPV-Teams in Travemünde ansehe, dann finde ich ist unser "Spitzensport" auf dem richtigen Weg. Wenn unser Team für die WM mental entsprechend vorbereitet ist, reicht es locker, dort "oben" mitzuspielen. Hoffentlich nicht "ganz oben", denn Weltmeister werden wir nach meiner alten Prognose erst 2009! *http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif

Viele Grüße,

Christoph

PS: Ich häng hier mal nen Tip an, der rein gar nichts mit Boule oder Pétanque zu tun hat. Bei einer englischen Casting-Show im Rahmen derer ein neuer Popstar gesucht wurde, stand unter anderem ein etwas untersetzer Handy-Verkäufer aus Süd-Wales auf der Bühne. Er trug einen Anzug, der seine beste Zeit bereits hinter sich hatte und verkündete der staunenden Jury, er möchte gerne etwas aus "einer Oper" singen...

Seht selbst, kann ich nur empfehlen:

http://www.youtube.com/watch?v=9RiXxIMnmiA

Klaus K.
21.08.2007, 13:45
Hallo TW,

ganz so lange bist du anscheinend noch nicht dabei. Gut so. Aber vielleicht bringt es dich ja dazu zu recherchieren.
Ich selber werde mich an diesen Diskussionen nicht mehr beteiligen.
Deine Informationen haben Substanz, soweit ich das übersehe. Und deine Gedanken gefallen mir, weil sie jedem vertraut sind, der SPORT kennt und ausgeübt hat.
Eine Organisation ist ein eigenständiges Gebilde mit nicht-rationalen Strukturen, die ihr Eigenleben produzieren. Mit dem dpv geht es in gewisser Weise so wie mit der ehemaligen spd: man WAR für die Partei weil man für die Bewegung war und für die revolution, aber man wußte sicher: mit diese Pachtei kommt se nich!
Immer noch kann man meine Trainingskonzeption für den WM Kader 2004, vom dpv Präsidenten an den Engeren Kader verteilt, einsehen. - Offenbar aber waren sowohl die Kaderspieler wie DER dpv davon derart geschockt, daß sie die finger davon ließen und im weiteren nichts mehr davon wissen wollten. -
Boule ist eben kein Sport als SPORT. Hier.

Klaus

P.S. Wenn du jetzt auch noch schreibARTig in meine Fußstapfen tritts, bin ich ? http://www.monsieurbernier.de/iB_html/non-cgi/emoticons/wink.gif

bouler
21.08.2007, 22:36
Hallo Leute,

vielleicht packt ihr diese Diskussion in eine Neue, wie wäre es mit: DPV-Kader Training Coaching, was braucht man, was macht Sinn?

Zurück zum Thema: Urin-Schnelltest, wie es die Polizei erlaubt, kosten ein paar mikrige Euros und können dabei die gängigen Drogen nachweisen. Hätte mehrere Vorteile: die Sünder könnten unmittelbar eliminiert werden, der Wettbewerb wäre also nicht so sehr verzerrt, und die Untersuchungsergebnisse müssten nicht sehr lange auf sich warten lassen. Ordentlich durchgezogen würde es zu einigem Filtern in den oberen Reihen unserer Top-Spieler führen. Vielleicht wüßten wir dann auch, daß das Leistungspotential der DPV-Athleten auch beim Einsatz dasselbe ist, wie bspw. nach einer Flugreise, wo mit Drogenkontrollen gerechnet werden muß.

Zum Thema Beruhigungsmittel: Ein Arzt hat mir mitgeteilt, daß auch diese oft zum persönlichen Vorteil eingesetzt werden können, aber nur bei regelmäßiger Anwendung auch beherrschbar seien.

Wer sagt denn, dass Doping (dazu zähle ich auch Drogen) nur bei finanziell attraktiven Sportarten richtig zum Zuge kommt? Ich kenne einige Fälle, leider auch erfahrene Konsumenten, wo bewußter Konsum von Substanzen eingesetzt wird, um die Leistungsfähigkeit zu steigern, in erster Linie für den persönlichen Erfolg, wegen Geltungsbedürfnis, und mittelbar, um auch Geld zu gewinnen. An einigen Turnieren wird viel Geld ausgeschüttet, und wer hat noch nie erlebt, dass gute Spieler nach einer Niederlage knapp vor dem Geld wegen des Verlustes gehadert haben.

Bei allen Gedanken muß einem aber auch klar sein, daß selbstsichere, fest im Leben stehende Menschen garnicht das Bedürfnis haben unlauter Erfolge zu erzielen. Im Umkehrschluss, was für Menschen sind es denn, die der Versuchung nachgeben.....Und es muß nicht sein, daß auf dem Bouleplatz damit angefangen wurde. Aufklärungsarbeit bei der Jugend ist ganz wichtig, fast wenn nicht sogar genau so wichtig wie das Reinigen des Athletenfeldes.

Grüße
bouler

Klaus K.
22.08.2007, 18:21
Hallo Bouler!

Zurück zum Thema: Urin-Schnelltest, wie es die Polizei erlaubt, kosten ein paar mikrige Euros und können dabei die gängigen Drogen nachweisen. Hätte mehrere Vorteile: die Sünder könnten unmittelbar eliminiert werden, der Wettbewerb wäre also nicht so sehr verzerrt, und die Untersuchungsergebnisse müssten nicht sehr lange auf sich warten lassen.

Leider ist das ein Irrtum. Wie in der aktuellen ARD Dokumentation Blut und Spiele gezeigt wurde, ist der Urintest das wirkungsloseste Mittel um jemanden zu überführen. Nicht nur kann er beinahe mühelos manipuliert werden, sondern der Urin ist bestenfalls 2 Tage haltbar und danach unbrauchbar für eine Dopinguntersuchung.
Australische Wissenschaftler haben einen Test entwickelt, der bei den letzten Olympischen Winterspielen eingesetzt werden sollte, der beinahe alle verbotenen Substanzen sicher nachweist. Dieser Test aber wurde von höchster Stelle wieder abgesetzt und dafür ein flächendeckender Urintest vorgeschrieben. Man vermutet, daß die Sportverbände kein Interesse daran hatten (und haben?), daß zu viele Athleten des Dopings überführt würden.

Aufklärung tut not. Aber: Aufklärung und Aufdeckung wurden, werden und werden weiterhin gehemmt, geblockt, verhindert.
Mit Moral ist letztlich nicht viel auszurichten, wenn Erfolg&Geld locken.

Unfair hat immer noch Vorfahrt. Wie der Fußball-Bundestrainer Löw gerade eindringlich feststellte, sind die Bundesliga Fußballer nicht nur - in der Regel - falsch trainiert, sondern haben auch falsche Einstellungen getankt und kultiviert: ERST der Mann, dann der Ball. Der DFB hat festgestellt, daß die Verletzungsrate durch unfaires Spielen in Deutschland in der höchsten Spielklasse extrem hoch ist im Verhältnis zu anderen Profiligen in anderen Ländern.
Spieler wie Ribery sind kaum auf Fouls angewiesen. Warum wohl? Sie können laufen und sich gut bewegen.

Klaus K.
23.08.2007, 13:29
Die Wirkung von Alkohol auf die sportliche Leistung
http://www.fr-online.de/in_und_....1196088 (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=1196088)

"Alkohol und Fitness
Sieben Bierchen für die Wissenschaft
VON DENNIS BUCHMANN

Kraftmessen nach bierseligem Vorabend
+ Kraftmessen nach bierseligem Vorabend (privat)
Ein mittlerer Vollrausch musste her. Ob mit Bier, Wein oder Whisky war egal - Hauptsache die Probanden hielten sich an die Regeln. Schließlich sollte der Alkohol unter wissenschaftlich kontrollierten Bedingungen getrunken werden - für die Examensarbeit von Olaf Scholz.

Scholz ist 30 Jahre alt und hat gerade sein Studium der Sportwissenschaften beendet. Ihm war aufgefallen, dass es zwar zahlreiche Arbeiten darüber gibt, wie die sportliche Leistung durch Alkohol beeinflusst wird. Doch kaum einer habe die Nachwirkungen untersucht. Ein Mensch im mittleren Vollrausch - das entspricht etwa fünf halben Litern Bier und einem Blutalkoholwert von 1,5 Promille - hat am nächsten Tag keinen Alkohol mehr im Blut. Beeinträchtigt der Kater trotzdem die Leistungsfähigkeit?"
Quelle: FR von heute. Wissen&Bildung, S. 14

Zu unterscheiden wären wohl die NORMAL-Trinker und die Alkoholiker. Die Leistung des einen wird nach Genuß von Alkohol schlechter, die des anderen ist auf ständige Alkoholzufuhr angewiesen.

Klaus K.

bouler
29.08.2007, 13:42
Hallo Klaus,

leider konnte ich die Sendung der ARD nicht sehen. Schade, was ich gehört habe, war es wohl ziemlich schockierend für Viele.

Mit den Urin-tests meine ich diejenigen, die von der Polizei durchgeführt werden. Da sind sie zulässig. Im Sport nicht?!
Übrigens muß ich dabei den Urin nicht noch 2 Tage aufbewahren.
Alkohol per Atemalkoholtest läßt sich auch schnell testen. Aber wer schon beim Alkoholkonsum erwischt wird, könnte rausgeschmissen werden (bei 0,1 promille reicht doch ein Glas zur Disqualifikation)

Der DPV könnte auch in seinen eigenen Kaderreihen diese Tests einsetzen, z. B. während des Trainings, um diejenigen rauszuschmeissen, die z.B. Koksen und Kiffen (neben Alkohol wohl die größte Problematik beim Boule) Auch wenn es keine Sperre mit sich zieht, zumindest würden dann die Konsumenten nicht in die Auswahlrunde für WM-Kader kommen, auf die Gefahr hin, daß wenn man mit Drogen in bspw. Thailand erwischt würde vielleicht nie wieder zurück käme.....Das kann der DPV sich ja auch nicht leisten, oder?
Ich bin mir ziemlich sicher, daß wenn man will, dann auch etwas bewegen kann. Der Abstimmung zufolge gibt es überwiegend entweder totale Saubermänner oder totale *Anarchisten ;-)

grüße
bouler

Klaus K.
31.08.2007, 00:55
Hallo Bouler, weiblich!

Die ARD Sendung Blut und Spiele kannst du auch, entweder ganz oder als Information über die Sendung, direkt auf der ARD hp ansehen.
Ich gebe dir völlig recht: wenn!!! "man" wollte sogenanntes DOPING zu verhindern, wäre dies möglich. Und es wäre, wie ich mitgeteilt habe, auch möglich, die meisten aktuellen Doper zu entlarven. So sagt die Fachwelt.

Das Problem scheint zu sein: ALLE, im Wortsinne alle, haben schlicht kein Interesse daran. Du hast richtig gelesen. ALLE. Auch dieser Befund ist nur hier von mir ausgesagt, nicht gesagt!
Die Fachwelt spricht von vernetzten Interessen und mißbrauchten oder irregeleiteten Interessen.
Vernetzt: So wie es den militärisch-industriellen Komplex (Eisenhower) gibt (ehemals nur in den USA), erweitert mittlerweile um die Politik, so gibt es im Doping den medizinisch-pharmazeutisch-athletisch&Athletenverbandspolitischen und Nationalen Komplex. (Habe ich was vergessen?) Warum z.B. gibt es immer noch eine Nationen-WERTUNG? WIRFT, LÄUFT, SPRINGT die NATION, oder der/ein mensch namens MEYER, MÜLLER, PONG, PING, GAULLE etc.?
Mißbraucht: Klar. ALLE Athleten, die LEISTUNGSSPORT betreiben und die LEISTUNGSPEITSCHE spüren. Und gewinnen wollen. Um JEDEN Preis. DEM kann sich kaum einerIn entziehen. Wolln WIR doch, bitte, auf dem Teppich bleiben: die "normalen" Lebensumstände sind ÜBERALL mittlerweile derart "beschissen", daß VIELE ALLES tun würden, um des - erhofften - ERFOLGES wegen. Für GELD. (Was denn sonst?)
Irregeleitet: Die zum ZUSCHAUEN verurteilten. Das sind WIR. Ja!!! WIR. WIR BRAUCHEN Helden, an denen WIR uns großträumen können. An denen wir sehen: es geht doch! ILLUSIONSMASCHINEN wir und die Helden. Wie die neue Kugel von Boule noir. Nexius. In den Killerspielen ist Nexius ein HELD. Ein Monster, Vampir, etc. Aber: ein HELD.
SO gesehen PRODUZIEREN wir dieses ganze gigantische Betrugsszenario mit. WIDER Willen. Wenige. Vielleicht. Und die anderen?

HERR! Wirf Hirn vom Himmel. Möchte man ausrufen. ANDERS kommt nichts in GANG. ÄNDERT sich gar nichts.

Die amerikanische SUPER-Sprinterin Gail Devers, die mit den langen Nägeln, soll diese nur deswegen gehabt und gepflegt haben, weil: sie mit den langen Nägeln bei der Urinprobe den in ihrer Harnblase versteckten FREMD-Urinbeutel anstechen konnte und so SAUBEREN Urin in den Becher für die Urinprobe pinkelte.

Schok? Schok!

Klaus. Grüß dich!

"Wäre ich ein Malibu, wäre ich ziemlich ratlos." Aus: Weltklima Report 2004